Jugendreferent Som Sunwar aus Langenholzhausen feiert in Kathmandu
Weihnachten zurück in Nepal

Kalletal (WB). Som Sunwar aus Nepal hat einen langen Weg hinter sich. Als Jugendlicher wollte er materielles Glück. Heute spricht er mit Menschen am liebsten über Gott. Der Jugendreferent aus Langenholzhausen ist derzeit zurück in Nepal. Dort feiert er mit seiner Familie Weihnachten.

Dienstag, 24.12.2019, 08:00 Uhr
In Kathmandu tourt Som Sunwar durch die Hauptstadt von Nepal. Am Patan Darbar-Tempel macht der Langenholzhausener Jugendreferent Erinnerungsfotos Foto:
In Kathmandu tourt Som Sunwar durch die Hauptstadt von Nepal. Am Patan Darbar-Tempel macht der Langenholzhausener Jugendreferent Erinnerungsfotos

„Schön, wieder hier zu sein“, sagt der 25-Jährige. Seine Eltern, Geschwister und Glaubensbrüder hat er lange nicht gesehen. Die Freude des Wiedersehens ist groß.

Seine Geschichte beginnt vor mehr als zehn Jahren, als er noch ein kleiner Junge war. Damals lebte Som Sunwar mit seiner Familie das Leben eines Jugendlichen, der in dem Dorf Jugepani aufwächst. Auf 1500 Metern Höhe schmiegen sich dort die terrassierten Felder einfacher Bauern am die Hänge zwischen den Gipfeln heiliger Berge. Seine Stiefmutter nahm ihn jeden Sonntag mit in die Kirche. Damals führte er das normale Leben eines Jungen, der zur Schule geht.

Nach der 10. Klasse zog er nach Kathmandu, um dort die weiterführende Schule zu besuchen. Er begann ein ausschweifendes Leben, ohne sich großartig Gedanken über Ursachen und Wirkungen zu machen. Vieles war ihm egal. Hauptsache, er hatte Spaß. „Am Ende hat sich das wie ein Leben in der Hölle angefühlt“, erinnert sich Som Sunwar.

„Innere Heimkehr“

Wenn Vertrauen enttäuscht wird, Beziehungen zerreißen und das Abbild eines Fremden im Spiegel übrig bleibt, kann das Leben sehr schwer werden. „Kennen sie das biblische Gleichnis vom verlorenen Sohn? So war das auch bei mir. Ich habe in Sünde gelebt“, sagt Som Sunwar mit schüchternen Worten, die wieder an Kraft gewinnen, sobald er von Gott, Jesus Christus und seiner inneren Heimkehr spricht.

2015 kommt der Wendepunkt

Der Wendepunkt war 2015. Seine fromme Schwester sprach mit ihm über das was sie sah, wenn sie an seine Zukunft dachte. Seine Stiefmutter betete jeden Tag für ihn. Am tiefsten Punkt seiner Verzweiflung kehrte er um und wandte sich an den Heiland des christlichen Glaubens. „Seitdem habe ich viele Wunder erlebt“, sagt Som Sunwar.

Was für viele Studenten fast unmöglich war, fiel ihm regelrecht in den Schoß. Er konnte nach Deutschland reisen. Davon hatte er lange geträumt. Er kam in Thüringen an und arbeitete neun Monate lang als Au Pair.

In Deutschland Fuß gefasst

Er war anfangs allein und musste viele Herausforderungen meistern. Doch mit Vertrauen in Gott und dank der Hilfe freundlicher Menschen schaffte er es in Deutschland Fuß zu fassen. Er entschied sich für ein Studium der Theologie. Seit vier Monaten arbeitet er in Langenholzhausen als Jugendreferent. „In der Arbeit mit Jugendlichen sehe ich meine Berufung. Das will ich in Zukunft machen“, sagt Som Sunwar.

Mitte Dezember ist er nach Nepal geflogen. Als erstes hat er sein Heimatdorf Jugepani besucht. Heiligabend wird er mit Familie und Freunden in der Hauptstadt des Landes in Kathmandu feiern. Anfang Januar kommt er zurück nach Deutschland.

 

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