Schnuppertag und Lehrgang für Blechbläser in Kalletal– Kinder und Erwachsene willkommen
Da ist Musik drin

Kalletal (WB). Trompete, Posaune, Tenorhorn, Mini-Tuba oder Waldhorn lernen – das können auch Kinder schon! Am besten ab dem Zeitpunkt, wenn die Milchzähne zumindest vorn durch die neuen Zähne weitgehend ersetzt sind, sagen erfahrene Chorleiter.

Donnerstag, 12.03.2020, 07:00 Uhr
„Notenkenntnisse sind nicht erforderlich – Noten werden völlig stressfrei mit den entsprechenden Tönen am Instrument gelernt“, verspricht Kantor Uwe Rottkamp.

„Ich habe aber auch schon Schüler gehabt, die noch früher angefangen haben und den Zahnwechsel hindurch geblasen haben“, weiß Uwe Rottkamp, der den Lüdenhauser Posaunenchor leitet und auch an der städtischen Musikschule Barntrup unterrichtet. Im neuen Kooperationsraum Lüdenhausen/Varenholz soll jetzt ein neue Anfängerkursus gebildet werden, in dem sich Jugendliche, aber auch Erwachsene die ersten Blechbläsertöne beibringen lassen können.

Jugendliche als Musikschüler, das kenn man. Aber Erwachsene? „Für ein Blechblasinstrument ist es nie zu spät und selten zu früh“, sagt der erfahrene Chorleiter, der am liebsten Posaune, aber auch alle anderen Blechinstrumente spielt. Eine erste Erwachsenengruppe hat nach gut einjährigem Jungbläserdasein bereits den Sprung in den „großen“ Chor geschafft.

Notenkenntnisse nicht erforderlich

Rottkamp macht jungen wie erwachsenen Interessierten Mut: „Notenkenntnisse sind nicht erforderlich – Noten werden völlig stressfrei mit den entsprechenden Tönen am Instrument gelernt“, verspricht der Kantor der Lippischen Landeskirche. Und er geht noch weiter: „Nach einem halben Jahr werden wir die ersten Lieder mehrstimmig spielen, nach ein bis zwei Jahren können die Teilnehmer im großen Posaunenchor mitmischen.“ Nicht alles, aber immer mehr und immer öfter. Und da würden inzwischen längst nicht mehr nur Klassiker, sondern auch flotte Gospel- und Pop-Songs aufgelegt.

Natürlich hängt der individuelle Fortschritt zu einem großen Teil vom individuellen Probenfleiß ab: „Das ist genau wie im Sport – ohne regelmäßiges Training kommt man nicht wirklich weiter.“ Andererseits sei der Trainingsaufwand überschaubar. Möglichst oft kleine Häppchen seien erfolgversprechender als einmal die Woche eine ganze Stunde: „Wer am Anfang nur täglich zehn Minuten Zeit in die Beschäftigung mit dem Instrument investiert, macht in den ersten Monaten große Fortschritte. Und was sind schon zehn Minuten…“

Ob Trompete, Tenorhorn oder Posaune: Das Prinzip der Tonerzeugung ist bei allen Blechblasinstrumenten gleich, sagt Rottkamp. Trompeten und Flügelhörner spielen heller und haben dafür ein etwas kleineres Mundstück, Wald- und Tenorhörner spielen eine Oktave tiefer. Die Posaune hebt sich zusätzlich noch etwas ab, weil sie keine Ventile für die verschiedenen Töne besitzt, sondern stattdessen einen stufenlosen „Zug“.

Instrumente ausprobieren

Hoch oder tief – was einem besser liegt, muss man laut Rottkamp ausprobieren. Genau dazu lädt der Chorleiter ein: Am Montag, 16. März, beginnt um 17.15 Uhr im Gemeindehaus an der Kirche in Lüdenhausen ein „Schnuppernachmittag“, an dem er die verschiedenen Instrumente live vorstellt. Alle interessierten Kinder ab dem 4. Schuljahr, Jugendliche und Erwachsene sind zu diesen Schnuppertag willkommen (Erwachsene ohne Kinder ab 18 Uhr).

Rottkamp: „Alle Instrumente von der Trompete bis zur Tuba können dann ausprobiert werden.“ Welche Gruppen später wo proben, kann gemeinsam festgelegt werden. Ganz kostenlos ist der Unterricht nicht: Erwachsene bezahlen 30 Euro pro Monat, Kinder und Jugendliche in der Ausbildung 15 Euro. Dafür bekommen alle von der Kirchengemeinde kostenlos ein Instrument zur Verfügung gestellt – solange der Vorrat reicht…

Willkommen sind neben absoluten „Neulingen auch Wiedereinsteiger, die ihr Horn beispielsweise aus beruflichen oder familiären Gründen irgendwann einmal weggelegt haben und nun wieder Lust bekommen haben. Eine Zugehörigkeit zu einer Kirchengemeinde ist nicht notwendig.

 

www.blechschule.de

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