Kalletal schließt Rathaus – Gottesdienste fallen aus
Kinderbetreuung wird eingestellt

Kalletal (WB/jg). Die Verwaltungsspitze der Gemeinde Kalletal hat Freitag Sofortmaßnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung der Coronaepidemie beschlossen:

Freitag, 13.03.2020, 19:34 Uhr aktualisiert: 14.03.2020, 14:24 Uhr
Das Kalletaler Rathaus ist nur noch über Telefon oder E-Mail erreichbar. Foto: Jürgen Gebhard
Das Kalletaler Rathaus ist nur noch über Telefon oder E-Mail erreichbar. Foto: Jürgen Gebhard

Ab Montag wird das Rathaus bis auf Weiteres für den Publikumsverkehr geschlossen. Wichtige Anliegen können nach Terminabsprache per E-Mail (info@kalletal.de) oder Telefon 05264/644-0 wahrgenommen werden. Die Musikschule sowie die Gemeindebücherei bleiben ebenfalls bis auf Weiteres geschlossen. Rückgabefristen werden bis Wiedereröffnung verlängert.

Nach der Schließung der Kitas und Schulen wird es nur noch Betreuungsangebote für Kinder geben, deren Eltern in der sogenannte kritischen Infrastruktur arbeiten (unter anderem Medizin, Sicherheit und Ordnung). Für die Schulen gilt noch Montag und Dienstag eine Übergangsregelung, wonach alle Eltern ihre Kinder bei Bedarf noch betreuen lassen können (Stand Samstag).

Sitzungen von Rat und Fachausschüssen sollen nach aktuellem Informationsstand wie vorgesehen stattfinden. Die jeweilige abschließende Entscheidung erfolgt in enger Abstimmung mit den politischen Vertretern. Besuche anlässlich von Alters- und Ehejubiläen werden durch Bürgermeister und/oder Ratsvertretern bis auf Weiteres nicht mehr wahrgenommen.

Keine Gottesdienste in Lippe

Die Lippische Landeskirche sagt alle Gottesdienste in ihren 66 Kirchengemeinden bis zum 19. April ab. Landessuperintendent Dietmar Arends: „Dies mitzuteilen fällt uns außerordentlich schwer, ist doch der Gottesdienst der Ort, aus dem wir als einzelne, als Gemeinden und als Kirche leben. Doch auch hier muss es nun Maßgabe sein, die weitere Ausbreitung des Corona-Virus in den kommenden Wochen zu verlangsamen.“

Das Aussetzen von Veranstaltungen und nun auch der Gottesdienste für die kommenden Wochen sei auch als Ausdruck der Solidarität und Nächstenliebe gegenüber den Menschen, die in besonderer Weise durch das Virus gefährdet sind.

Dietmar Arends: „Was dies für die künftigen Gottesdienste, insbesondere die Ostergottesdienste heißt, werden wir noch prüfen. Etliche Kirchen in unserer Landeskirche sind und bleiben als Ort der Stille und des Gebets außerhalb der Gottesdienstzeiten geöffnet. Wir laden dazu ein, die geistlichen Angebote, insbesondere die Gottesdienste im Rundfunk, Fernsehen und Internet, zu nutzen.“

Gottesdienste anlässlich einer Bestattung würden in Abstimmung mit den Angehörigen individuell geregelt. Gottesdienste anlässlich von Trauungen oder Taufen sollten möglichst auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden.

 

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