Im Kalletal rücken die Einsatzkräfte zu Scheunen-, Wald- und Fassadenbrand aus
Feuer halten Wehr in Atem

Kalletal (WB/bu). Zahlreiche Feuer haben am Wochenende die Kalletaler Wehr in Atem gehalten. Insbesondere am Samstag mussten die Wehren zu Einsätzen in Erder, Hohenhausen und in den Friedwald ausrücken.

Montag, 27.04.2020, 15:41 Uhr aktualisiert: 27.04.2020, 15:44 Uhr
Den ersten Alarm hat es am Samstag in Erder gegeben, als die Feuerwehr zu einem Scheunenbrand ausrücken musste. Foto: Feuerwehr
Den ersten Alarm hat es am Samstag in Erder gegeben, als die Feuerwehr zu einem Scheunenbrand ausrücken musste. Foto: Feuerwehr

Scheunenbrand Erder

Den ersten Alarm gab es nach Feuerwehrangaben am Samstag um 14.26 Uhr, als eine Scheune im Ortsteil Erder brannte. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand dort eingelagertes Heu bereits in Vollbrand. Die Wehr habe untergestellte landwirtschaftliche Geräte zum Teil noch aus der Scheune herausgefahren. Das Vorrücken sei nur unter Atemschutz möglich gewesen, so die Wehr. Im Anschluss sei das Brandgut mit einem Trecker aus der Scheune herausgeholt, auf einer Wiese verteilt und endgültig abgelöscht worden. Insgesamt waren 40 Einsatzkräfte aus den Löschgruppen Erder, Kalldorf, Bentorf, Varenholz/Stemmen und vom Löschzug Hohenhausen vor Ort. Der Abrollcontainer „Atemschutz” des Kreises Lippe kam ebenfalls zum Einsatz. Die Polizei hat die Brandursachenermittlung vor Ort aufgenommen. Am Sonntag sei dann um 8.58 Uhr nochmals eine Brandnachschau notwendig geworden, da es im Heu erneut zu einer Rauchentwicklung durch mehrere Glutnester gekommen sei. Das Brandgut sei abermals mit einem Trecker auseinandergezogen, abgelöscht und abschließend mit einem Schaumteppich überzogen worden.

Hilfeleistung in Faulensiek

Um 15.10 Uhr wurde die Wehr am Samstagnachmittag in den Ortsteil Faulensiek gerufen. Dort habe der Rettungsdienst die Einsatzkräfte der Wehr für eine Tragehilfe benötigt.

Brand im Friedwald

Wenige Minuten später wurde um 15.38 Uhr, noch während der Einsatz „Scheunenbrand” in Erder lief, ein Brand im Friedwald in Erder gemeldet. Spaziergänger hatten das Feuer entdeckt und sofort den Notruf abgesetzt. Da sich einige Feuerwehren ohnehin in Erder befunden hätten, habe die Einsatzstelle schnell erreicht werden können. Mitten in dem Waldgebiet hätten etwa 50 Quadratmeter Unterholz gebrannt. Außerdem hätten Spaziergänger noch zwei weitere Brandstellen, die sich gut 150 Meter von der ersten Brandstelle befunden hätten, gemeldet. Umgehend seien weitere Einheiten in das Waldstück nachgefordert und die Brände gelöscht worden. Abschließend seien die Brandstellen ausgiebig gewässert und mit einer Wärmebildkamera kontrolliert worden, so die Wehr. Die Polizei ermittele. Dass es dort nicht zu einem Großbrand gekommen sei, sei nur der schnellen Reaktion der Spaziergänger und der kurzen Anfahrt der Feuerwehr zu verdanken, hieß es weiter.

Fassade brennt

Am Samstagabend gab es um 20.41 Uhr wieder Alarm. In Hohenhausen hatte ein Bürger eine starke Rauchentwicklung an der im Umbau befindlichen Gemeinschaftsschule entdeckt. Unbekannte hatten laut Feuerwehr auf dem Dach mehrere Styroporklötze, die zur Fassadendämmung dienen, angezündet. Während der Löscharbeiten sei im Gebäude eine weitere Brandstelle gefunden worden, die aber schon erloschen gewesen sei. Abschließend sei mit der Wärmebildkamera kontrolliert worden. Auch hier ermittelt die Polizei, so Feuerwehr.

 

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