5,3 Millionen Euro: Innenminister Seehofer erteilt Smart-City-Strategie den Zuschlag
Digitaler Zusammenschluss

Kalletal/Lemgo (WB). Die Alte Hansestadt Lemgo und die Gemeinde Kalletal erhalten vom Bund 5,3 Millionen Euro für ihre Smart-City-Strategie. Die Kommunen hatten sich gemeinsam beim Bundesministerium des Innern, für Heimat und Bau unter der Überschrift „digital.interkommunal“ um Fördermittel im Wettbewerb „Modellprojekte Smart Cities – Stadtentwicklung und Digitalisierung“ beworben.

Dienstag, 08.09.2020, 16:26 Uhr aktualisiert: 08.09.2020, 16:30 Uhr
Kalletals Bürgermeister Mario Hecker, Bundestagsabgeordnete Kerstin Vieregge und Dirk Tolkemitt, erster Beigeordneter der Stadt Lemgo, freuen sich über den gemeinsamen Zuschlag aus Berlin. Foto:
Kalletals Bürgermeister Mario Hecker, Bundestagsabgeordnete Kerstin Vieregge und Dirk Tolkemitt, erster Beigeordneter der Stadt Lemgo, freuen sich über den gemeinsamen Zuschlag aus Berlin.

Die frohe Botschaft erhielten die beiden Kommunen durch die Bundestagsabgeordnete Kerstin Vieregge, die sich ebenfalls für den Erfolg des Projektes eingesetzt hatte. „5,3 Millionen Euro Bundesmittel sind eine beträchtliche Fördersumme“, zeigt sich die lippische CDU-Bundestagsabgeordnete Kerstin Vieregge darüber erfreut, dass das Werben in Berlin für das lippische Projekt erfolgreich war.

Die Projektinitiatoren Dirk Tolkemitt, erster Beigeordneter der Stadt Lemgo, und Kalletals Bürgermeister Mario Hecker zeigten sich hoch erfreut über die frohe Kunde aus dem Ministerium von Horst Seehofer. „Das ist für unsere Gemeinde ein Sechser im Lotto“, so Hecker.

Gesundheitsnetzwerk

Lemgo und Kalletal hatten im März nach einer Möglichkeit der gemeinsamen Bewerbung gesucht. Die war schnell gefunden, so dass die jeweiligen Räte eine entsprechende Beschlussfassung herbeiführten und damit den Grundstein für die jetzt erfolgreiche Bewerbung legten, denn immerhin ist bei einem Gesamtvolumen von 8,3 Millionen Euro mit der Förderung in Höhe von 5,3 Millionen auch ein nicht unerheblicher, verbleibender Eigenanteil von 3,0 Millionen Euro in den nächsten fünf Jahren verbunden, den sich die beiden Kommunen anhand ihrer Einwohnerzahlen aufteilen.

Was genau ist jetzt geplant? „Der Schwerpunkt unserer Bewerbung liegt eindeutig im Aufbau eines Gesundheitsnetzwerkes, sagt Beigeordneter Tolkemitt. So solle auf den Ergebnissen des Leader-Projektes der 3L-Region „Gesundheit vor Ort“ aufgebaut und Anbieter von Leistungen, Ärzte und Patienten auf einer digitalen Plattform zusammengeführt werden.

Regionale Vermarktung

Zudem wird ein weiterer Schwerpunkt die Regionalvermarktung sein. Unter dem Titel „Gute Lebensmittel bewegen“ soll laut Bürgermeister Hecker „durch eine innovative Logistik und Sharing-Angebote ermöglicht werden, lokale Absatzmärkte bedarfsgerecht zu optimieren und damit zur Nahversorgung vor Ort beizutragen“.

Als weitere mögliche Themenfelder nennen Tolkemitt und Hecker die „Datenstruktur“, um Schnittstellen zwischen den Kommune zu schaffen und das „virtuelle Wohnheim“, bei dem die digitale Objektverwaltung einen besonderen Anreiz für Vermieter schaffen soll.

Stolz auf Modellregion

Wichtig ist Dirk Tolkemitt und Mario Hecker, einen großen Dank an den Geschäftsbereichsleiter „Verwaltung und Service“ bei der Stadt Lemgo, Dennis Ortmeier, sowie dem Fraunhofer Institut in Person von Annika Henze-Sakowsky auszusprechen. Sie hätten die Bewerbung maßgeblich mit erarbeitet und zum Erfolg gebracht – ebenso wie die Bundestagsabgeordnete Kerstin Vieregge, die die Smart-City-Strategie unterstützt habe.

Vieregge selbst ist stolz, dass ihr Wahlkreis zukünftig eine Smart-City-Modellregion aufweisen kann: „Ein großer Erfolg für unsere Heimat! Denn mit dem Begriff Smart City verbindet man Großstädte wie Berlin, New York oder Singapur, aber hier in Lippe soll aufgezeigt werden, wie das Leben insbesondere in ländlich geprägten Städten und Gemeinden verbessert werden kann und ganze ländliche Regionen davon profitieren.“

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