Theaterverein Hohenhausen feiert mit neuem Projekt erfolgreiche Premiere
Ein digitales Märchen

Kalletal (WB). Seit Tagen waren „merkwürdige Gestalten“ zu beobachten, die um das Bürgerhaus in Hohenhausen schlichen. Des Rätsels Lösung: Sie gehörten zum Theaterverein und hatten für das „Digitale Märchendorf” geprobt. Dieses ganz ungewöhnliche Theaterstück haben die Mitglieder des Vereins am Sonntag unter Federführung des Theaterlabors Bielefeld zusammen mit den „Teimeristen” und weiteren Theatergruppen aus der Region, aufgeführt.

Mittwoch, 23.09.2020, 04:01 Uhr aktualisiert: 23.09.2020, 04:10 Uhr
Die Theatergruppe aus Hohenhausen: Uschi Buche (Mitte) als Großmutter des Teufels zusammen mit ihren bösen Hexen und Wassermonstern. Foto: Reiner Toppmöller
Die Theatergruppe aus Hohenhausen: Uschi Buche (Mitte) als Großmutter des Teufels zusammen mit ihren bösen Hexen und Wassermonstern. Foto: Reiner Toppmöller

Die Zuschauer konnten sich dabei über die Homepage des Theaterlabors einloggen und wurden auf die Konferenz-App Zoom geleitet. Danach ging das Märchen gleich viral. „Eine gute Sache für alle Akteure, da die Spielsaison 2020 für uns als Theatergruppe ausfällt“, sagte Annette Engelking, Spielleiterin des Theatervereins. Sie freute sich mit ihren Schauspielerkollegen über die Aktion.

Spiel an mehreren Orten

Weil der Auftritt im Außenbereich stattfand, konnten die Hohenhauser ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Da kamen grüne Wassermonster aus der Kalle und schwebten Gespenster um das Bürgerhaus. Uschi Buche thronte als Großmutter des Teufels im Garten des Bürgerhauses und verfluchte zusammen mit ihrer Brut die Bavenhauser. Am Ende siegte jedoch das Gute, wie immer im Märchen, und die Bavenhauser wurden erlöst.

Gespielt wurde live an sechs verschiedenen Orten. Ebenfalls live wurden diese Szenen von Bielefeld aus zusammengefügt, so dass eine homogene Geschichte entstand. Die einzelnen Sequenzen der unterschiedlichen Spielorte wurden von Phillip Schmidt-Resa als Erzähler verbunden.

Das Projekt gehört zum „Kulturlabor Nordlippe”, das durch das Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung sowie durch die Leader-Region Lippe gefördert wird. Gedacht war das Projekt als Beitrag, um neue Theaterformen auch in Corona-Zeiten zu positionieren. Neben diesem digitalen Theaterstück wird es eine weitere Zusammenarbeit der Hohenhauser mit dem Theaterlabor geben, unter anderem ein Filmprojekt mit der Jakobischule.

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