16. Lippe-Krimi von Jürgen Reitemeier und Wolfram Tewes liegt vor
Leichen pflastern ihren Weg

Detmold (WB). Sie haben es wieder getan: Jürgen Reitemeier und Wolfram Tewes haben pünktlich zum Fest den nächsten Lippe-Krimi vorgelegt. Das lippische Autoren-Erfolgsduo sorgt für etliche Leichen.

Samstag, 22.12.2018, 14:36 Uhr aktualisiert: 22.12.2018, 14:38 Uhr
Die beiden lippischen Krimiautoren Jürgen Reitemeier (rechts) und Wolfram Tewes. Foto: Andreas Leber
Die beiden lippischen Krimiautoren Jürgen Reitemeier (rechts) und Wolfram Tewes. Foto: Andreas Leber

In »Totgesagte leben lange« (13 Euro) ermittelt der Detmolder Polizeirat Jupp Schulte in einem zehn Jahre alten Fall, der damals ungeklärt blieb. Bei seinen Recherchen wirbelt Jupp so viel Staub auf, dass gleich mehrere Zeugen auf mysteriöse Weise ums Leben kommen. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit und gegen den Killer, der erbarmungslos versucht, sämtliche Beweise zu vernichten.

Im Jahr 2000 haben die beiden Autoren Jupp Schulte erstmals auf Verbrecherjagd geschickt. Seither sind in dieser Reihe 16 Krimiromane entstanden. Gleichzeitig entwickelte sich auch eine sehr enge Bindung in den Kreis Paderborn. Gerade hier gibt es etliche Fans des eigenwilligen Ermittlers.

Mit den Autoren ist auch Jupp Schulte gealtert. Im jüngsten Werk bereiten sie ihn so langsam in Richtung Ruhestand vor. Weil Jupp Schulte sich schon immer mit allen Vorgesetzten angelegt hat, wird er nun aufs Abstellgleis geschoben. Zusammen mit vier weiteren unbequemen Beamten gehört er nun zu einem Sonderermittlerteam, das aber eigentlich keine Aufgaben hat. Dass die Beamten ihr Revier in einer alten Kneipe unterhalten, wirkt allerdings ein Stück weit zu skurril.

Reitemeier und Tewes verwenden zudem recht viele Seiten dafür, die schwierigen Charaktere und die Dissonanzen zwischen den Alphatieren zu skizzieren. Keine Frage, das hat seinen Reiz, sorgt aber mitunter für gewisse Längen, die der Roman nicht braucht. Außerdem vernachlässigen sie dabei die »guten alten Bekannten« aus der Kreispolizeibehörde Detmold, die ebenso wie Jupp Schulte Kultcharakter haben.

Das gilt insbesondere auch für den kauzigen Bauer Fritzmeier, Jupps Vermieter, der diesmal nur einen sehr kleinen Auftritt hat. Unterm Strich ist es ein spannungsgeladener und gut erzählter Krimi ohne ganz große Überraschungen, aber mit ganz klarer Leseempfehlung. Für die Reitemeier/Tewes-Fans ist das Werk sowieso ein Muss. Aber auch Neueinsteiger kommen klar. Ende Januar startet das Duo damit, den nächsten Lippekrimi zu schreiben.

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