Damit stieg die Zahl der Todesfälle in Lippe auf sieben
Zwei weitere Corona-Patienten im Kreis Lippe gestorben

Detmold (WB). Im Kreis Lippe gibt es zwei weitere Todesfälle nach Infektionen mit dem Coronavirus. Das gab die Kreisverwaltung am Dienstag bekannt.

Dienstag, 07.04.2020, 17:27 Uhr aktualisiert: 07.04.2020, 18:06 Uhr
Illustration Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa
Illustration Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Im Klinikum Lippe sei ein 82-jähriger Patient mit Vorerkrankungen verstorben. Ein weiterer 82-jähriger Patient sei zu Hause verstorben. Dabei stieg die Zahl der Todesfälle in Lippe auf sieben.

Insgesamt gebe es 509 bestätigte Coronafälle, das sei ein Plus von 13 im Vergleich zum Montag.

130 Personen seien wieder genesen, 19 mehr als noch am Vortag.

Seit dem 6. März seien bisher insgesamt 6241 Abstriche von mobilen Teams und im Diagnostikzentrum genommen worden.

Der Überblick

Augustdorf 9 Infektionen, 3 genesen

Bad Salzuflen 73 Infektionen, 20 genesen

Barntrup 6 Infektionen, 1 genesen

Blomberg 52/15

Detmold 82/17

Dörentrup 5/1

Extertal 17/9

Horn-Bad Meinberg 83/11

Kalletal 21/5

Lage 33/10

Lemgo 48/9

Leopoldshöhe 17/8

Lügde 10/1

Oerlinghausen 27/14

Schieder-Schwalenberg 21/5

Schlangen 5/1

Quarantänemaßnahmen in Pflegeeinrichtungen

Im Kreis Lippe gebe es derzeit 4072 Betreuungsplätze in 57 Pflegeeinrichtungen. In drei der Einrichtungen seien zehn Bewohner und sechs Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Entsprechende Quarantänemaßnahmen seien sofort eingeleitet worden. Zudem würden in regelmäßigen Abständen - auch ohne Symptome - Abstriche von allen Bewohnern und Mitarbeitern genommen. Das Pflegepersonal arbeite auch bei vorherigem Kontakt mit einer infizierten Person unter Vollschutz weiter - wenn die Mitarbeiter negativ getestet worden seien und keine Symptome zeigten. So könne der Pflegebetrieb aufrechterhalten werden. Eine Verlegung der Bewohner in andere Kliniken sei bei stabilem Gesundheitszustand nicht geplant.

Landrat Axel Lehmann (SPD): „Die Bewohner in unseren Pflegeeinrichtungen gehören zu der besonders gefährdeten Risikogruppe für das Coronavirus und auch die Mitarbeiter wollen wir schützen. Darum haben wir in der vergangenen Woche bereits das Abstrichschema für diese Einrichtungen angepasst und die Abstrichzahlen deutlich erhöht.“ Mitarbeiter und Bewohner würden jetzt auch bei leichten Symptomen getestet. Das war vorher nicht der Fall. Eine Testung aller Mitarbeiter von Pflegeeinrichtungen lehne der Kreis allerdings ab: „Wir haben in Lippe rund 5.200 Mitarbeiter im Pflegebereich. Diese alle zu testen, würde unsere Kapazitäten soweit ausreizen, dass keine weiteren Personen getestet werden können, wird Lehmann in einer Mitteilung zitiert.

 

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