Amtsinhaber aus der SPD setzt sich mit 56 Prozent der Stimmen durch
Axel Lehmann bleibt Landrat in Lippe

Detmold/Schlangen (WB). Dr. Axel Lehmann bleibt Landrat im Kreis Lippe. In der Stichwahl setzte sich der SPD-Politiker am Sonntag gegen Herausforderer Jens Gnisa (CDU) durch. Lehmann erhielt 56 Prozent der Stimmen, Gnisa 44 Prozent. In Schlangen hatte hingegen Gnisa die Nase vorn: Die Schlänger stimmten mit 51,39 Prozent für den CDU-Bewerber.

Sonntag, 27.09.2020, 20:48 Uhr aktualisiert: 28.09.2020, 07:48 Uhr
Bei der Stichwahl zum Landrat setzt sich der amtierende Landrat Dr. Axel Lehmann (rechts) gegen Herausforderer Jens Gnisa (links). Foto:
Bei der Stichwahl zum Landrat setzt sich der amtierende Landrat Dr. Axel Lehmann (rechts) gegen Herausforderer Jens Gnisa (links).

Die Kommunalwahl am 13. September hatte keinem der für das Landratsamt angetretenen Kandidaten eine absolute Mehrheit beschert . Beim ersten Wahlgang hatten 40,26 Prozent der Wähler für Lehmann gestimmt, Gnisa erhielt 32,72 Prozent. Mit im Rennen waren im ersten Wahlgang außerdem Robin Wagener (Grüne, 18,61 Prozent), Carsten Möller (FDP, 4,78 Prozent) und Ursula Jacob-Reisinger (Linke, 3,62 Prozent) gewesen. Die Stichwahl fand somit zwischen Axel Lehmann und Jens Gnisa statt. Lehmann ist seit Oktober 2015 Landrat, damals hatte er, ebenfalls in einer Stichwahl, Amtsinhaber Friedel Heuwinkel (CDU) aus Schlangen besiegt, der 16 Jahre lang im Amt gewesen war.

Lehmann: „Bis zum Wahltag war das eine Blackbox“

„Bis zum Wahltag fühlte sich das für mich wirklich wie eine Blackbox an, ich wusste nicht, welches Ergebnis mich erwartet“, sagte Axel Lehmann in einem ersten Statement. Bei der Auszählung habe sich aber recht bald ein Trend abgezeichnet. „Ich bin glücklich und zufrieden mit dem Ergebnis und bedanke mich für das Vertrauen. Ich freue mich, weiter für den Kreis Lippe arbeiten zu dürfen“, so Lehmann. Viel Zeit zum Feiern blieb nicht: Am Montagfrüh steht bereits um 8.30 Uhr wieder der erste Termin im Kalender des wiedergewählten Landrates.

Gnisa: „Resultat ist eine klare Aussage des Wählers“

Herausforderer Jens Gnisa sagte, er erkenne die Niederlage an, halte 44,04 Prozent aber für ein passables Ergebnis, auch wenn er angetreten sei, um zu gewinnen. „Das Resultat ist eine klare Aussage des Wählers, die ich anerkennen muss.“

Für den Kreistag waren die 60 Sitze bereits am 13. September vergeben worden. Knapp die größte Fraktion stellt die SPD mit 18 Sitzen, die CDU kommt auf 17 Sitze, die Grünen auf 12 und die FDP auf 4. Darüber hinaus sind die Linken, Aufbruch C und Freie Wähler mit je zwei Sitzen sowie die AfD mit drei Sitzen im Kreistag vertreten. Die Wahlbeteiligung lag kreisweit 36,92 Prozent, vor zwei Wochen hatte sie bei 54,81 Prozent gelegen.

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