Mo., 19.08.2019

Lemgo erfüllt Pokalpflicht, Spenge ohne Chance, Lübbecke beachtlich Minden blamiert sich

Auch Mindens Nationalspieler Marian Michalczik konnte mit drei Toren die peinliche Pleite in der ersten Pokalrunde gegen den ASV Hamm-Westfalen nicht verhindern.

Auch Mindens Nationalspieler Marian Michalczik konnte mit drei Toren die peinliche Pleite in der ersten Pokalrunde gegen den ASV Hamm-Westfalen nicht verhindern. Foto: imago

Von Hans Peter Tipp

Wermelskirchen/Spenge/Minden (WB). Nur der TBV Lemgo kam durch. Der Handball-Bundesligist aus Lippe hat sich am Wochenende als einziger OWL-Vertreter für das Achtelfinale im DHB-Pokal qualifiziert. Der TuS N-Lübbecke besiegte erst den TuS Spenge und verlor dann 21:23 (12:12) gegen die Füchse Berlin. Minden ging mit 21:31 (9:15) gegen den Zweitligisten ASV Hamm-Westfalen K.o.

»Das war maximal enttäuschend. Dabei sind wir gar nicht so schlecht in das Spiel gekommen«, stellte GWD-Trainer Frank Carstens nach der Pokalpleite in der Dankerser Sporthalle fest. Eine Woche vor dem Bundesligaauftakt bei der TSV Hannover-Burgdorf (25. August/16 Uhr) führte seine Mannschaft im Pokal gegen Hamm vor 318 Zuschauern zunächst mit 9:7, verlor dann aber völlig den Faden und geriet bereits vor der 50. Minute mit zehn Toren ins Hintertreffen.

»Das ist wirklich schwer in Worte zu fassen. Man kann gegen Hamm verlieren, aber nicht so, wie wir es heute getan haben. Wir sind heute gnadenlos an unseren eigenen Ansprüchen gescheitert«, sagte GWD-Kapitän Marian Michalczik, der wie Juri Knorr, Savvas Savvas und Max Staar drei Mal traf.

Der TuS N-Lübbecke war die positive Überraschung beim Viererturnier, das der Drittligist TuS Spenge ausrichtete. Zunächst setzte sich der von Emir Kurtagic betreute Zweitligist nach einer deutlichen Steigerung im zweiten Spielabschnitt 30:18 (12:10) gegen die stark ersatzgeschwächt angetretenen Gastgeber durch.

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Ab nächster Woche haben wir die Rolle der Füchse, dann gehen wir als Favorit ins Match.

Lübbeckes Trainer Emir Kurtagic

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Das Wochenendfinale gegen den zweimaligen EHF-Pokalsieger Füchse Berlin hielten die Lübbecker trotz eines zwischenzeitlichen Dreitorerückstandes (12:15/35. Minute) bis zu 21:21 (56.) ausgeglichen, ehe dem Favoriten die entscheidenden Treffer zum 23:21 gelangen. Aber sicher sein durften sich die Berliner erst nach Hans Lindbergs Siebenmetertor 14 Sekunden vor der Schlusssirene. Bester Lübbecker Werfer in einer starken Partie gegen den Erstligisten war der Rückraumlinke Marian Orlowski mit 6/4 Toren.

»Wir haben heute gegen die Füchse nicht nur gezeigt, dass wir mithalten können«, sagte Kurtagic: »Dieses Ergebnis müssen wir allerdings richtig interpretieren. Wir sind als Außenseiter in die Partie gegangen und hatten nichts zu verlieren. Ab nächster Woche haben wir die Rolle der Füchse, dann gehen wir als Favorit ins Match.« Lübbecke Zweitligasaison beginnt am 24. August um 19 Uhr gegen die Rimpar Wölfe.

Leichtes Spiel hatte der TBV Lemgo-Lippe bei seinen Erst- und Zweitrundenaufgaben in Wermelskirchen. Gegen den Drittligisten Eintracht Hildesheim legte die Mannschaft des Trainers Florian Kehrmann am Samstag mit einem Blitzstart zur 8:2-Führung (10. Minute) den Grundstein zum souveränen 37:26 (20:12)-Erfolg.

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Das war wirklich eine sehr, sehr tolle Mannschaftsleistung.

TBV-Trainer Florian Kehrmann

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Noch einseitiger verlief am Sonntag der Zweitrundenspiel gegen den Wilhelmshavener HV, nachdem der TBV den Widerstand des Zweitligaabsteigers bereits vor dem Seitenwechsel gebrochen hatte. Am Ende hieß es 40:23 (19:13) für den TBV. Bjarki Mar Elisson (8/2) und Lukas Zerbe (8) erzielten die meister Treffer. Tags zuvor hatten gegen Hildesheim die Youngster Fynn Hangstein (6) und Julius Rose (5) am besten getroffen.

»Das war wirklich eine sehr, sehr tolle Mannschaftsleistung«, meinte ein stolzer Florian Kehrmann: »Wir haben Wilhelmshaven am Ende der ersten und in der zweiten Halbzeit mit einer sehr guten Abwehr komplett dominiert. Auch vorne haben wir auf den Punkt gespielt.« Nach der Pflicht im Pokal hofft der TBV nun auf einen guten Start in die Erstligasaison. Die beginnt für die Lemgoer am Donnerstag in Wetzlar (19 Uhr).

Diese 16 Mannschaften stehen im Achtelfinale des DHB-Pokals (Spieltermine: 1./2. Oktober): SG Flensburg-Handewitt, THW Kiel, Rhein-Neckar Löwen, SC Magdeburg, TBV Lemgo-Lippe, DHfK Leipzig, Füchse Berlin, Die Eulen Ludwigshafen, HSG Wetzlar, Bergischer HC, MT Melsungen, TSV Hannover-Burgdorf, TVB Stuttgart, FA Göppingen, HC Erlangen (alle 1. Liga), ASV Hamm-Westfalen (2. Liga)

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