Pressekonferenz um 11 Uhr – Mehr über den Hauptverdächtigen – mit Video
Missbrauch in Lügde: Landkreis informiert über Pflegeverhältnis

Hameln (dpa). Nach dem jahrelangen sexuellen Kindesmissbrauch auf einem Campingplatz in Lügde will der Landkreis Hameln am Dienstag (11.00 Uhr) weitere Informationen über den mutmaßlichen Haupttäter veröffentlichen.

Dienstag, 19.03.2019, 11:05 Uhr aktualisiert: 19.03.2019, 15:07 Uhr
Der Landkreis Hameln will am Dienstagvormittag in einer Pressekonferenz weitere Informationen über den mutmaßlichen Haupttäter veröffentlichen. Foto: Christian Althoff
Der Landkreis Hameln will am Dienstagvormittag in einer Pressekonferenz weitere Informationen über den mutmaßlichen Haupttäter veröffentlichen. Foto: Christian Althoff

Dabei geht es um die Pflegschaft des mutmaßlichen Haupttäters für ein kleines Mädchen. Landrat Tjark Bartels (SPD) werde relevante Aktenauszüge darlegen, kündigte die Behörde an.

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Landrat Tjark Bartels will Aktenauszüge darlegen

Der Landkreis hat vor einem Monat Fehler eingeräumt und einen Jugendamts-Mitarbeiter freigestellt, nachdem dieser eine Akten-Manipulation zugegeben hatte. Das Jugendamt steht in der Kritik, weil es den 56-Jährigen Anfang 2017 auf Wunsch der im Kreis Hameln lebenden Mutter als Pflegevater für das Kind einsetzte.  Der arbeitslose Campingplatz-Bewohner  soll das Mädchen und viele seiner Spielkameradinnen sexuell missbraucht und dabei gefilmt haben.

Neben dem 56-Jährigen sitzen ein 33-jähriger mutmaßlicher Mittäter aus Steinheim sowie ein 48-Jähriger aus Stade, der den Missbrauch im Internet verfolgt haben soll, in Untersuchungshaft. Gegen weitere Männer wird ermittelt,  auch Polizei und Jugendämter stehen in der Kritik . Schon 2016 gab es Hinweise auf übergriffiges Verhalten des 56-Jährigen. Ob diese von der Polizei an das Jugendamt in Hameln weitergeleitet wurden, war bislang unklar. Der Landkreis verwies zuletzt darauf, dass die Akten noch bei der Staatsanwaltschaft liegen. 

Nach bisherigen Erkenntnissen gab es seit 2008 auf dem Campingplatz an der Landesgrenze zu Niedersachsen mehr als 1000 Fälle von sexuellem Kindesmissbrauch. 

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