Mi., 17.04.2019

GdP zum Fall Lügde: »Rücktrittsforderungen an Reul sind falsch« Polizei stellt sich hinter Minister Reul

NRW-Innenminister Herbert Reul.

NRW-Innenminister Herbert Reul. Foto: Oliver Berg/dpa

Lügde (WB/ca). Tatort Campingplatz: Nachdem die SPD den Rücktritt von NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) gefordert hat, hat sich die die Gewerkschaft der Polizei (GdP) am Mittwoch hinter den Minister gestellt.

Michael Schröter, Vorsitzender des GdP-Bezirksverbands Ostwestfalen-Lippe: »Zugegeben: Mit seiner Rhetorik in Sachen Aufklärung lag Herbert Reul zu Beginn des Falls Lügde mehrfach daneben, weil er zu stark pauschalisierte und generalisierte. Er hat sich dann aber aber den Polizisten in Lippe und in Höxter persönlich gestellt und dort mit Worten und einem klar skizzierten Weg überzeugt. Man nimmt ihm ab, dass er für diese Polizei brennt.«

Reul habe in seiner bisher knapp zweijährigen Amtszeit mehr für die Polizei NRW umgesetzt und erreicht als einige seiner Vorgänger, sagt Michael Kling, stellvertretender Vorsitzender des GdP-Bezirksverbandes. Deshalb seien die politischen Rücktrittsforderungen aus Reihen der SPD und der Grünen falsch. »Man will anscheinend aus dieser schwierigen Phase politisches Kapital schlagen, wohl wissend, dass man an der derzeitigen Situation durch eigenes Regierungshandeln in zurückliegenden Legislaturperioden ebenfalls Verantwortung trägt.« Innenminister Reul sei nur derjenige, der die Suppe auszulöffeln habe. »Das gelingt ihm aber überwiegend erstaunlich gut.«

Michael Schröter, Michael Kling und Patrick Schlüter aus dem geschäftsführenden Bezirksvorstand der GdP sind sich einig: »Es muss jetzt um die politische Sacharbeit gehen. Die seit 2017 eingeführte Prozessbegleitung für Missbrauchsopfer weist noch Schwächen auf, die Opfer drohen erneut aus dem Blickpunkt des allgemeinen Interesses zu geraten. Wir fordern von der Politik , sich mit voller Hingabe der Frage zu widmen, welche rechtlichen Rahmenbedingungen für Opfer und deren Angehörige geschaffen werden müssen, um sie in derartigen Verfahren besser unterstützen und begleiten zu können.«

 

Kommentare

Mit * markierte Felder sind Pflichtfelder

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6550510?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198397%2F2949437%2F