Fr., 17.05.2019

Gericht veröffentlicht Einzelheiten im Fall Lügde »226 Vergewaltigungen«

Ein Blick in den Vorraum zur Unterkunft von Andreas V.

Ein Blick in den Vorraum zur Unterkunft von Andreas V. Foto: Althoff

Lügde (WB/ca). Im Fall Lügde hat das Landgericht Detmold am Freitag bekanntgegeben, was den bisherigen beiden Angeklagten vorgeworfen wird.

Dauercamper Andreas V. (56) soll 22 Kinder missbraucht haben, und zwar in 293 Fällen. Die tatsächlichen Zahlen können höher sein, aber dieses sind die Fälle, die die Staatsanwaltschaft glaubt nachweisen zu können. Dabei soll es zu 226 Vergewaltigungen gekommen sein. Außerdem soll V. 879 Foto - und Videodateien mit kinderpornographischem Inhalt besessen haben.

Dem ebenfalls angelagten Feuerwehrmann Heiko V. (49) wird vorgeworfen, Andreas V. zum Missbrauch angestiftet zu haben, beim Missbrauch geholfen zu haben, und in einem Fall ein Kind missbraucht zu haben. Außerdem wird ihm der Besitz von 42.719 Kinder- und Jugendpornos zur Last gelegt.

Der Prozess gegen die Angeschuldigten soll Ende Juni/Anfang Juli beginnen. Bis dahin könnten noch weitere Anklagepunkte hinzukommen. Auch könnte bis dahin die Anklage gegen Mario S. (34) aus Steinheim fertig sei, der ebenfalls Kinder missbraucht haben soll. Er würde dann voraussichtlich zusammen mit den anderen beiden vor Gericht gestellt werden.

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