Mi., 17.07.2019

Heiko V. soll beim Missbrauch via Webcam zugesehen haben Erstes Urteil im Missbrauchsfall Lügde erwartet

Prozessakten im Missbrauchsfall Lügde.

Prozessakten im Missbrauchsfall Lügde. Foto: dpa

Detmold (dpa). Im Missbrauchsfall Lügde will das Landgericht Detmold am Mittwoch ein erstes Urteil sprechen. Angeklagt, unter anderem wegen Anstiftung zum schweren sexuellen Missbrauch und Beihilfe zum sexuellen Missbrauch von Kindern, ist ein heute 49-Jähriger Mann aus Stade in Niedersachsen.

Heiko V. soll von 2010 bis 2011 an mindestens vier Webcam-Übertragungen beim Missbrauch von Kindern auf einem Campingplatz bei Lügde teilgenommen haben.

Das Landgericht Detmold hatte dieses Verfahren vom Hauptprozess gegen zwei Angeklagte abgetrennt. Die Taten des Mannes aus Stade sind laut Anklage nicht vergleichbar mit den Vorwürfen gegen die Dauercamper aus Lügde und Steinheim. Im Gegensatz zu diesen beiden Männern war er nie auf dem Campingplatz an der Landesgrenze zu Niedersachsen, wo über Jahre mehr als 40 Kinder hundertfach sexuell missbraucht wurden. Alle drei Männer sind Deutsche.

Da der Mann aus Stade ein Geständnis abgelegt hat und keine Zeugen gehört werden, hat das Landgericht nur einen Prozesstag angesetzt. Der mit 17 Uhr ungewöhnlich späte Prozessstart liegt nach Angaben des Gerichts am vollen Terminkalender eines Gutachters.

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