Di., 05.11.2019

Entscheidung über Antrag kommende – Anstieg von zehn Prozent bei Verdachtsfällen von Kindeswohlgefährdung Landtag will Kinderschutzkommission einsetzen

Symbolbild.

Symbolbild. Foto: dpa

Düsseldorf (dpa/lnw). Als Konsequenz aus zahlreichen Missbrauchsskandalen in Nordrhein-Westfalen will der Landtag eine Kinderschutzkommission einsetzen. Das Gremium soll konkrete Vorschläge für den besseren Schutz von Kindern erarbeiten und dem Parlament jährlich Bericht erstatten.

Die Rechte der Kinder sollen damit politisch gestärkt werden. Über den gemeinsamen Antrag von CDU, FDP, SPD und Grünen solle der Landtag kommende Woche abstimmen, teilten die Fraktionen am Dienstag mit. Vorbild ist eine bereits 1988 eingesetzte Kinderkommission des Bundestags.

Kommission soll alle Schwachstellen analysieren

SPD und Grüne hatten gefordert, dass eine Kommission alle Schwachstellen im Kinderschutz analysieren solle, die auch über den Missbrauchsfall Lügde hinausgehen. Der NRW-Landtag arbeitet auch in einem Untersuchungsausschuss Ermittlungspannen und Behördendefizite im Zusammenhang mit dem Fall Lügde auf.

Kindeswohlgefährdung: Anstieg auf rund 43.500 Fälle

In NRW haben Verdachtsfälle von Kindeswohlgefährdung deutlich zugenommen. Nach Zahlen des Statistischen Landesamts stieg deren Zahl 2018 im Vergleich zum Vorjahr um fast zehn Prozent auf rund 43.500 Fälle.

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