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Fr., 14.11.2014

Volksbank Schlangen sorgt für kostenloses W-Lan Freifunk wächst kräftig

Die Bank vor der Bank erfreut sich großer Beliebtheit, seit das freie W-Lan-Netz Freifunk Paderborn dort zu empfangen ist. Verantwortlich dafür, dass Besucher nun in einem Umkreis von etwa 300 Meter rund um das Geldinstitut kostenlos ins Netz kommen, sind (von links) Bankdirektor Wolfgang Hackauf, Michael Schwarz und Stefan Klöpping vom Freifunk sowie EDV-Mann Axel Rebscher.

Die Bank vor der Bank erfreut sich großer Beliebtheit, seit das freie W-Lan-Netz Freifunk Paderborn dort zu empfangen ist. Verantwortlich dafür, dass Besucher nun in einem Umkreis von etwa 300 Meter rund um das Geldinstitut kostenlos ins Netz kommen, sind (von links) Bankdirektor Wolfgang Hackauf, Michael Schwarz und Stefan Klöpping vom Freifunk sowie EDV-Mann Axel Rebscher. Foto: Maike Stahl

Von Maike Stahl

Schlangen (WB). Auch wenn die Volksbank Schlangen neuerdings das offene W-Lan-Netz Freifunk Paderborn zur Verfügung stellt, kann Vorstand Wolfgang Hackauf ruhig schlafen. »Unser eigenes Netz ist davon physikalisch komplett getrennt, so dass es überhaupt keine Sicherheitsbedenken gibt«, sagt er.

Mitstreiter gesucht

Das Projekt Freifunk Paderborn entwickelt sich so gut, dass die zehn ehrenamtlichen Mitarbeiter sich über Verstärkung freuen würden. Vorkenntnisse sind nicht unbedingt erforderlich. Interessierte können jeweils mittwochs um 19 Uhr zu den Treffen in der Paderborner Kulturwerkstatt kommen. Dort werden auch fertig installierte Knoten zum Selbstkostenpreis ab 15 Euro verkauft, mit denen jeder dazu beitragen kann, das Netz des freien W-Lan noch dichter zu weben. Voraussetzung ist ein Internetanschluss, von dem eine gewisse Bandbreite abgeschottet vom eigenen Netz für den Freifunk zur Verfügung gestellt wird. Dort wo bereits mehrere Knoten vorhanden sind, gibt es auch die Möglichkeit ein vorhandenes Signal ohne eigenen Anschluss weiterzugeben.

Doch Hackauf hat nicht nur keine Bedenken – er ist stolz auf das neue Projekt. »Ich habe in Costa Rica erstaunt festgestellt, wie viele offene Hotspots es dort gibt, über die man kostenlos ins Internet kommt. Und bei uns in Deutschland ist das so schwierig. Deshalb finde ich den Freifunk spitze«, sagt er.

Über diese prominente Unterstützung freut sich auch Stefan Klöpping, der den Freifunk in Schlangen koordiniert. »Es geht uns nicht darum, Hotspots anzubieten, sondern wir wollen ein Netz aufbauen. Unser Ziel ist es, im Innerortsbereich irgendwann flächendeckend Freifunk anzubieten.« Dafür sei die Volksbank nach dem Dorfcafé Goeken ein weiterer wichtiger großer Partner. »Denn hier haben wir auch die Möglichkeit, außen eine Antenne anzubringen. Das erhöht die Reichweite natürlich enorm«, freut er sich. Beim Schlänger Markt beispielsweise, seien permanent um die 100 Nutzer über die Knoten in der Ortsmitte im Netz unterwegs gewesen. »Und das, ohne dass wir vorher dafür geworben hätten«, begründet Klöpping, warum er einen großen Bedarf für freies W-Lan sieht.

Hinter Freifunk Paderborn stünden derzeit zehn ehrenamtliche Mitarbeiter, die sich dem Chaos-Computer-Club Paderborn angeschlossen haben, berichtet Klöpping, der beruflich im Bereich der IT-Sicherheit tätig ist. »Gemeinsames Ziel ist es, ein nichtkommerzielles Netz anzubieten.« Für diese Idee habe er in Schlangen seit Ende April immerhin 25 Mitstreiter begeistern können, die jeweils einen Knoten in Form eines W-Lan Routers bei sich aufgestellt haben. Insgesamt sei Freifunk Paderborn in nicht einmal einem Jahr auf ein Netz von 580 Knoten mit bis zu 1400 Benutzern in Spitzenzeiten gewachsen. »Damit sind wir nach Hamburg die zweitgrößte Community in Deutschland«, freut sich Stefan Klöpping.
»Die Resonanz ist durchweg positiv«, berichtet Hackauf. »Viele Kunden sind total erstaunt und entsprechend erfreut, dass sie hier kostenlos ins Netz kommen.« Das sei auch in Verbindung mit der Touristen-Information, die im Vorraum der Bank untergebracht ist, eine sinnvolle Kombination. »Die Materialien sind mit QR-Codes versehen, so dass sich Besitzer eines Smartphones oder Tablet-Computers auch direkt vor Ort, die weitergehenden Informationen im Internet ansehen können«, sagt er.Das ist für Stefan Klöpping und seinen Mitstreiter Michael Schwarz auch ein wichtiges Argument. »Wenn es ein dichtes Netz gibt, können wir darüber natürlich auch gezielt Informationen in Form lokaler Dienste anbieten«, erläutert der Fachmann. Das biete zum Beispiel in Hinblick auf die Lipper Tage im kommenden Jahr vielfältige Möglichkeiten – weit über das kostenlose Verschicken von Handybildern hinaus.
Weitere Informationen zum Projekt gibt es auch im Internet.

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