Kreis Lippe will Zeitplan für die Sanierung des Naturdenkmals straffen
Fürstenallee wird schneller erneuert

Schlangen (WB). Die Sanierung der Fürstenallee soll deutlich schneller abgeschlossen werden als ursprünglich geplant. Entsprechende Pläne der Kreisverwaltung befürwortete der Umweltausschuss am Mittwoch. Das letzte Wort hat der Kreistag am 9. März.

Freitag, 06.02.2015, 11:12 Uhr aktualisiert: 06.02.2015, 11:17 Uhr
Kreis Lippe will Zeitplan für die Sanierung des Naturdenkmals straffen : Fürstenallee wird schneller erneuert
So präsentierte sich die Fürstenallee im Herbst: Im vorderen Teil die Neuanpflanzungen, im hinteren Bereich die alten Bäume. Stimmt der Kreistag zu, soll die komplette Allee schon 2018 erneuert und damit entsprechend verjüngt sein. Foto: Robin Jähne

Sollte der Verwaltungsvorschlag auch dort auf Zustimmung treffen, wäre die Verjüngung der historischen Allee zwischen dem Haverkampsee und dem Kreuzkrug Ende März 2018 abgeschlossen. In der ursprünglichen Planung war vorgesehen, die Sanierung in mehreren Abschnitten bis zum Jahr 2036 zu strecken.

 Zwei Gründe sprechen nach Angaben der zuständigen Fachbereichsleiterin Dr. Ute Röder vor allem dafür, die Maßnahmen zu beschleunigen. Zum einen werde erreicht, dass die neu gepflanzten Stieleichen ein einheitlicheres Größen- und Altersbild ergeben. Zum anderen könne der hohe Aufwand zur Pflege und Erhaltung der alten Bäume erheblich reduziert werden. Diesen beziffert Röder zwischen 7000 und 15 000 Euro pro Jahr. »Diese Kosten allein sind natürlich kein Argument. Aber wenn es um Bäume geht, die ohnehin gefällt werden sollen, muss man schon überlegen, was man bei einer Verkürzung sparen kann, zumal der Aufwand eher noch steigen wird«, sagt sie.

Derzeit sei die Sanierung ohnehin bereits weiter fortgeschritten, als in dem ursprünglichen Sanierungsplan aus dem Jahr 2006 vorgesehen. »Wir mussten in einigen Bereichen handeln, um der Verkehrssicherungspflicht zu entsprechen«, berichtet Röder. Mehr als die Hälfte der Fürstenallee sei bereits neu bepflanzt.

Probleme haben sich laut Röder lediglich in Bezug auf die so genannten Zeitzeugen-Bäume ergeben, die erhalten bleiben sollen. In den ersten Sanierungsabschnitten hatte sich gezeigt, dass einige Bäume ohne den schützenden Bestand im Umfeld, nicht mehr standsicher waren, so dass sie zum Schutz der Verkehrsteilnehmer gefällt werden mussten. »Wir müssen, was die Zeitzeugen betrifft, noch strengere Kriterien in Bezug auf deren Zustand und die notwendige Pflege anlegen«, sagt Röder. Deshalb sei der ursprüngliche Plan, 100 alte Bäume an der Allee zu belassen, auf 60 nach unten korrigiert worden.

Das Thema Fürstenallee wird die politischen Gremien des Kreises noch weiter beschäftigen. Sowohl der lippische Kreisausschuss am 2. März, als auch der Kreistag am 9. März haben das Thema auf der Tagesordnung,

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