Mo., 10.12.2018

Flötenkreis zeigt bei kleiner Abendmusik beeindruckendes Repertoire Sanfte Klänge zum Advent

Der Flötenkreis mit (von links) Irmard Salyga, Christa Schleich, Uschi Michels-Lelke, Elisabeth Stromberg, Inge Richts, Renate Finke, Gisela Klöpping und Erika Fleege-Althoff hat beim Adventskonzert ein anspruchsvolles Programm gespielt.

Der Flötenkreis mit (von links) Irmard Salyga, Christa Schleich, Uschi Michels-Lelke, Elisabeth Stromberg, Inge Richts, Renate Finke, Gisela Klöpping und Erika Fleege-Althoff hat beim Adventskonzert ein anspruchsvolles Programm gespielt. Foto: Nicole von Prondzinski

Von Nicole von Prondzinski

Schlangen (WB). Zum ersten mal seit zehn Jahren hat der Flötenkreis Schlangen wieder ein Adventskonzert gegeben. Gemeinsam mit der Chorgemeinschaft St. Dionysius aus Bentfeld brachten die Flötistinnen vorweihnachtliche Atmosphäre in die evangelischen Kirche in Schlangen.

Unter dem Titel »Kleine Abendmusik« hat der Flötenkreis unter der Leitung von Gisela Klöpping für das Adventskonzert fröhliche und besinnliche Lieder und Musikstücke zur Advents- und Weihnachtszeit zusammengestellt.

Doch hinter dem Titel steckt weit mehr als er im ersten Moment erwarten lässt: das vielfältige Repertoire des Flötenkreises hält für diesen Abend nicht nur bekannte Weihnachtslieder bereit, bei denen die Zuhörer sofort mitsummen. Es ertönen auch barocke Kompositionen von Vivaldi und Banchieri aus dem 17. Jahrhundert.

»Erst dann wird es bei mir richtig weihnachtlich«

Zur Eröffnung des Konzerts begrüßt Pastor Dr. Thomas Friebel die Gäste und schwärmt von dem alljährlichen Brauch in der evangelischen Kirche, bei dem der Flötenkreis an Heiligabend vor dem Gottesdienst weihnachtliche Stücke spielt: »Erst dann wird es bei mir richtig weihnachtlich«, seufzt Pastor Friebel.

Die Chorgemeinschaft St. Dionysius Bentfeld hat die evangelische Kirche mit ihrer Stimmkraft gefüllt Foto: Nicole von Prondzinski

Der Flötenkreis beweist im Anschluss direkt, dass er auch die Adventsstimmung gekonnt hervorzaubern kann und beginnt mit »Wir sagen euch an« von Heinrich Rohr. Nach den ersten vorweihnachtlichen Stücken kommt der Bentfelder Chor unter der Leitung von Franz Fraune auf die Bühne und füllt die Kirche bei »Denn die Herrlichkeit Gottes« von Händel mit großer Stimmkraft. Im Chor sind mit Irmgard Salyga und Erika Schmalfeldt auch zwei der Schlänger Flötistinnen aktiv.

Mit der »Petersburger Schlittenfahrt«, einem bekannten Stück von Richard Eilenberg, beweist der Flötenkreis, dass man auch auf Blockflöten eindrucksvolle Orchesterwerke aufführen kann. »Dieses Stück haben wir bereits im August geprobt«, verrät Gisela Klöpping, die den Flötenkreis leitet. Besonders bei diesem Lied erkennen die Zuhörer, wie vielfältig das oft unterschätzte Instrument Flöte sein kann. Das hört und sieht man. Die neun Musikerinnen spielen vierstimmig: Während die einen Sopran- oder Altflöten spielen, lassen andere Tenor- und Bassflöten erklingen.

Sänger und Flötistinnen intonieren gemeinsam einige Stücke

Ein weiterer Höhepunkt folgt direkt im Anschluss: der Chor und der Flötenkreis stehen zusammen auf der Bühne und musizieren im Wechsel. Der »Adventruf«, im Original von Thord Gummesson, ist sehr gut abgestimmt zum vom Chor gesungenen »Advent, Advent heißt stille sein« (Margret Birkenfeld). Es ist ein sehr harmonischer gemeinsamer Auftritt.

Nachdem die Chorgemeinschaft mit »Es ist ein Ros‘ entsprungen« aus dem Gotteslob noch mehr weihnachtliche Stimmung aufkommen lässt, wird es beim Flötenkreis international. Es ertönen »Stille Nacht in Palästina«, ein russisches Weihnachtslied, das traditionelle »The first Nowell« aus England und das österreichische Volkslied »Weihnacht, wie bist du schön«. Insgesamt ist es ein rundum gelungenes, abwechslungsreiches Konzert der beiden Musikvereine, die nun bereits zum dritten Mal gemeinsam auftreten.

»Nach einem ereignisreichen Sommer mit vielen Auftritten wollten wir uns dieses Jahr Zeit zum Proben für ein Adventskonzert nehmen, statt wie in den vergangenen Jahren ein Sommerkonzert zu geben«, erläutert Gisela Klöpping den ungewöhnlichen Zeitpunkt des Konzertes. Das Proben hat sich offenbar gelohnt: Im Publikum blickt man während des Konzertes auf zufriedene Gesichter. Viele summen einfach mit.

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