Fr., 28.12.2018

Vorbereitungen für Bistumskalender 2020 starten im Januar Auf Ansgar Hoffmann wartet viel Arbeit

Der Oesterholzer Ansgar Hoffmann reist bei der Suche nach Motiven mit seiner Foto-Ausrüstung durchs Erzbistum Paderborn und setzt Kirchen kunstvoll in Szene.

Der Oesterholzer Ansgar Hoffmann reist bei der Suche nach Motiven mit seiner Foto-Ausrüstung durchs Erzbistum Paderborn und setzt Kirchen kunstvoll in Szene. Foto: Klaus-Peter Semler

Von Klaus Karenfeld

Schlangen (WB). In wenigen Tagen werden die Menschen weltweit auf ein hoffentlich gutes neues Jahr 2019 anstoßen. Manch einer muss da schon weiter denken, wie der Fotograf Ansgar Hoffmann. Anfang Januar bereits startet er mit den Vorbereitungen für den Bistumskalender 2020. Noch weitere spannende Projekte warten auf den 53-Jährigen.

Zum Jahreswechsel zieht Ansgar Hoffmann zunächst aber eine persönliche Bilanz: »2018 ist für mich ein ereignis- wie arbeitsreiches Jahr gewesen.« Wichtige wie viel beachtete Buchprojekte der vergangenen zwölf Monate hat der Fotograf aus Oesterholz begleitet und mit betreut.

Erzbistum Paderborn stand im Zeichen eines Doppeljubiläums

2017 und 2018 stand das Erzbistum Paderborn ganz im Zeichen eines Doppeljubiläums: 1000 Jahre Bartholomäuskapelle und 950 Jahre Imad-Dom. In Erinnerung an die beiden Großereignisse sind zwei farbenprächtige wie kenntnisreich geschriebene Bücher entstanden, die Ansgar Hoffmann mit bebildert hat. »Das waren beides sehr reizvolle Aufgaben«, betont er im Gespräch mit der SCHLÄNGER

Im Kalender des Erzbistums Paderborn für 2019 sind viele Bilder von Ansgar Hoffmann zu sehen.

ZEITUNG.

Im Begleitband zur laufenden Ausstellung »Gotik – Der Paderborner Dom und die Baukultur« ist Hoffmann ebenfalls mit einer großen Auswahl bildstarker Fotografien vertreten. Und nicht zu vergessen: Auch bei dem 2018 erschienen Buch »Kosmos Böckstiegel – Künstler und Sammler« hat der Oesterholzer seine Fach- und Sachkompetenz eingebracht.

Zum Jahreswechsel ist der Blick von Ansgar Hoffmann natürlich auch nach vorne gerichtet. Die ersten Vorbereitungen für den Bistumskalender 2020 laufen an. Reichlich Arbeit wartet auf ihn in den kommenden Monaten. 40 Orte mit Kirchen und sakraler Kunst besucht Hoffmann im Jahr und erstellt nicht selten mehr als 120 Bildmotive. 24 der schönsten Aufnahmen schaffen es am Ende Jahr für Jahr in den Bistumskalender.

Die Motivsuche führt den Fotografen quer durchs Erzbistum

Die Motivsuche führt Hoffmann quer durch das Erzbistum – von Paderborn bis Siegen und von Minden bis Warburg. Über den Aufbau und die Konzeption des Kalenders entscheidet ein seit Jahren eingespieltes Redaktionsteam, dem neben dem Fotografen auch Vertreter des Bonifatius-Verlages sowie Bau- und Kunstsachverständige des Generalvikariates angehören. Bei den ersten Vorbesprechungen, regelmäßig Anfang Januar, präsentiert Hoffmann zumeist bereits eine Auswahl möglicher Motive aus seinem umfangreichen Foto-Archiv.

Ob in den folgenden Monaten zusätzliche Aufnahmen angefertigt werden müssen, ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Mal feiert eine Kirche ein rundes Jubiläum, ein anderes Mal ist ein Gotteshaus aufwendig renoviert worden. »All das spielt bei den Planungen eine nicht unwichtige Rolle«, erläutert Ansgar Hoffmann im Gespräch.

Große kirchliche Feste wie Weihnachten oder Ostern wie auch die Feiern zu Libori sollen sich ebenfalls als Foto-Ereignis im Kalender widerspiegeln. Der Berufsfotograf und diplomierte Foto-Designer zeichnet seit mittlerweile 22 Jahren für die Illustration des Bistumskalenders maßgeblich verantwortlich. Selbst entlegenste Ortschaften im Sauer- und Siegerland hat er auf diese Weise kennengelernt.

Nicht immer verläuft alles nach Plan

Nicht immer verläuft alles nach Plan: Mal ist eine Kirche komplett eingerüstet, ein anderes Mal befindet sich ein Kunstwerk nicht an seinem eigentlichen Ort. In der St. Michaeliskirche in Siegen beispielsweise stand Hoffmann überraschend vor dem Problem, dass ein Wandbild im Altarraum durch ein mehrere Meter großes Tuch verdeckt war. Ansgar Hoffmann erinnert sich: »Unter großem Aufwand musste das Tuch abgehängt werden, erst danach konnte ich mit meiner Arbeit beginnen.«

Bevor sich Hoffmann auf den Weg macht, packt er seine komplette Fotoausrüstung zusammen: Die Digital-Kamera, Stativ, Leiter und Blitzanlage werden in einen Rollwagen verstaut und in das Auto geschoben. Sakralkunst in den Kirchen optisch ansprechend in Szene zu setzen, das weiß der versierte Fotograf, ist nicht selten mit großem technischem Aufwand verbunden. Doch der Einsatz lohnt sich. Pünktlich zu Libori eines jeden Jahres liegen die ersten Kalender druckfrisch vor. Insgesamt 6000 Exemplare gehen in den Verkauf.

Der neue Bistumskalender ist nicht das einzige Projekt, mit dem sich Ansgar Hoffmann aktuell beschäftigt. Im Kloster Dalheim wird vom 18. Mai 2019 an eine Ausstellung zum Thema »Verschwörungstheorien« zu sehen sein. Ein begleitender Katalog ist in Vorbereitung. Auch hierbei setzen die Verantwortlichen auf die Mithilfe des Oesterholzer Fotografen. Zuviel möchte der vorab nicht verraten. Er spricht aber schon jetzt von einem »spannenden wie ambitionierten Projekt«.

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