Di., 22.01.2019

Pflegeeinsatz der Nabu-Gruppe Schlangen zum Erhalt der Heidelandschaft Mehr Lebensraum für Insekten geschaffen

Pflegeeinsatz der Nabu-Gruppe Schlangen in Oesterholz-Haustenbeck (von links): Karl-Heinz Niederkrüger, Dirk Tornede und Raimund Schumacher-Dümmler.

Pflegeeinsatz der Nabu-Gruppe Schlangen in Oesterholz-Haustenbeck (von links): Karl-Heinz Niederkrüger, Dirk Tornede und Raimund Schumacher-Dümmler. Foto: Rebecca Borde

Von Rebecca Borde

Schlangen (SZ). Die Naturschutzbund-Gruppe Schlangen hat sich an der Hermannstraße in Oesterholz-Haustenbeck zu einem Pflegeeinsatz zur Erhaltung der Heidelandschaft getroffen. Die Nabu-Mitglieder schafften Platz für die bereits zurückgegangene Besenheide, indem sie Gehölze von Kiefern und Birken beseitigten. Ältere Bäume, wie Eichen hingegen sollen erhalten bleiben.

Lichtliebende Heide solle wieder entfalten können

In den nun geschaffenen Ausbuchtungen solle sich die lichtliebende Heide wieder entfalten können, da sie im Schatten der Bäume verloren sei, erklärt Dirk Tornede, Leiter der Nabu-Gruppe Schlangen. Das Fortbestehen der Besenheide, aber auch das von anderen Pflanzen wie den Heidenelken oder den Bergsandglöckchen seien ebenfalls von großer Bedeutung für diverse Insekten, da sie ihnen einen Lebensraum bieten und folglich erhalten bleiben müssen. Doch nicht nur für die Tierwelt, sondern auch für die Menschen möchte der Nabu der Heide wieder Lebensraum schaffen. »Die Heide ist eine typische Pflanze hier in der Landschaft und ist außerdem attraktiv für die Bevölkerung«, meint Dirk Tornede.

Weitere Pflegeeinsätze sind bereits in Planung

Weitere Pflegeeinsätze sind bereits für die umliegenden Orte wie Kohlstädt in Planung. Auch für diese Einsätze hofft der Nabu auf tatkräftige Unterstützung durch Nichtmitglieder.

Für Privatpersonen, welche es bevorzugen in ihren heimischen Gärten Lebensräume für Insekten zu schaffen, hat Dirk Tornede ebenfalls einige Tipps: Vor allem durch das Pflanzen von heimischen Kräutern und Blumen könne Insekten ein Lebensraum geboten werden. Von exotischen Pflanzen, sowie Steinbeeten rät Tornede dringend ab. Erstere seien für heimische Insekten wertlos, während Steinbeete sich im Sommer aufheizen und einer ständigen Säuberung bedürfen. Für die nützlichen Insekten würde das Überleben so immer schwieriger. »Hoffentlich nimmt diese Modeerscheinung bald ein Ende«, wünscht sich Dirk Tornede.

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