Di., 19.02.2019

Steine und Geröll gehen nahe Schießstand nieder Felswand ist in Bewegung

Steine und Geröll sind niedergegangen. Betroffen ist der Kugelfang nahe des Schießstandes. Gemeinde und Schützenverein sehen die Sicherheit aber nicht gefährdet.

Steine und Geröll sind niedergegangen. Betroffen ist der Kugelfang nahe des Schießstandes. Gemeinde und Schützenverein sehen die Sicherheit aber nicht gefährdet. Foto: Klaus Karenfeld

Von Klaus Karenfeld

Schlangen (WB). Im ehemaligen Steinbruch in Kohlstädt ist es zu einem massiven Felsabbruch gekommen. Jede Menge Steine und Geröll gingen binnen weniger Sekunden nieder. Die Experten sind überzeugt: »Die Felswand ist in Bewegung.«

Seit dem Jahr 1996 ist der Schützenverein Kohlstädt Pächter des weitläufigen Geländes. Der Eigentümer, die Gemeinde Schlangen, zeichnet laut Vertrag für die Sicherungspflicht in diesem Bereich verantwortlich.

Knorr: »Sicherheitszaun hat sich nicht erst dieses Mal bewährt«

Kleine und größere Felsabbrüche hat es nach Angaben von Bürgermeister Ulrich Knorr »in der Vergangenheit immer wieder gegeben. Aber nicht an dieser Stelle, nur wenige Meter vom Schießstand entfernt.« In diesem Zusammenhang verteidigt der Bürgermeister die Entscheidung der Gemeinde aus dem Jahr 2016, entlang der Felswand einen Sicherheitszaun zu bauen. »Der hat sich nicht erst dieses Mal bewährt«, gibt sich Knorr überzeugt. »Der etwa 100 Meter lange und 2,20 Meter hohe Metallgitterzaun ist ein wirkungsvolles Schutzschild gegen herabfallende Steine.«

Der Bau des Zauns 2016 war anfangs von einigen Kritikern als nicht notwendig und überflüssig bezeichnet worden. »Diese Kritik ist spätestens jetzt als falsch widerlegt«, sagt Knorr.

Seit etwa 40 Jahren ist der Kohlstädter Steinbruch nicht mehr in Betrieb. »Da sind Felsabbrüche wie jetzt nicht ungewöhnlich«, so Knorr weiter. Das habe ihm auch ein Mitarbeiter des Geologischen Dienstes Nordrhein-Westfalen bei einem Vorort-Termin bestätigt. Der kam damals zu der eindeutigen Feststellung: »Die Felswand ist in Bewegung.«

Knorr: »Eine akute Gefahr geht von der Felswand nicht aus«

Und auch das betonte Knorr gegenüber der SCHLÄNGER ZEITUNG: »Wir sind im ständigen Austausch mit den betreffenden Behörden von Kreis und Land. Eine akute Gefahr geht von der Felswand nicht aus. Aber natürlich werden wir mögliche weitere Veränderungen zusammen mit dem Schützenverein Kohlstädt genau beobachten.« Neben regelmäßigen Inspektionen vor Ort ist auch vorgesehen, den Felsen in regelmäßigen Abständen zu fotografieren und die Aufnahmen zu vergleichen.

Auch nach Meinung von Schützenoberst Frank Grote hat sich der neue Sicherheitszaun bewährt. Die Steine sind zwar im Bereich des Kugelfangs nieder gegangen, der eigentliche Schießstand, der sich unmittelbar vor dem Zaun befindet, blieb von Beschädigungen aber verschont. Einfluss auf das mit Spannung erwartete Königsschießen in Kohlstädt am Samstag, 29. Juni, habe der Felsabbruch nicht, versichert Frank Grote.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6403024?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198397%2F2516024%2F