Do., 07.03.2019

Gauseköte: Briten lehnen Vorschlag des Landrats ab – Sennerandstraße bleibt zu Zu dunkel, zu eng, zu gefährlich

Dieses Schild an der Fürstenallee zeigt weiter die einzig mögliche Umleitung für die gesperrte Gauseköte.

Dieses Schild an der Fürstenallee zeigt weiter die einzig mögliche Umleitung für die gesperrte Gauseköte. Foto: Sonja Möller

Schlangen (WB/som). Auf der Suche nach einer Lösung im Fall der gesperrten Gauseköte hatte sich Landrat Dr. Axel Lehmann Anfang Februar in einem Brief an den britischen Verbindungsoffizier Alan Patterson gewandt und betont: »Die Gauseköte ist neben der Bundesstraße 1 die wichtigste Verbindung zwischen dem Raum Paderborn und Lippe. Sie wird täglich von mehreren tausend Verkehrsteilnehmern genutzt.« Lehmann bat Patterson zu prüfen, ob für die Zeit der Sperrung eine Öffnung der Sennerandstraße vom Kreuzkrug in Richtung Detmold möglich sei und dies dann zeitnah umzusetzen.

Mittlerweile liegt dem Kreis Lippe die Antwort des britischen Verbindungsoffiziers vor. Patterson teilt mit, dass die Sache ernsthaft geprüft worden sei, die Bitte aber abgelehnt werden müsse. Dafür führt er zwei Gründe an:

»Sennerandstraße ist nicht für möglichen gegenseitigen Verkehr geeignet«

»Die Sennerandstraße ist an mehreren Stellen eng und nicht für möglichen, gegenseitigen starken Verkehr geeignet. Sich entgegenkommende Fahrzeuge wären an diesen Stellen gezwungen, die unbefestigten Randstreifen zu nutzen.« Die Strecke führe zudem durch ein Waldgebiet, sei nicht beleuchtet und auch Frost und Schnee ausgesetzt, was eine zusätzliche Gefahr für Autofahrer bedeute. Zudem teilt Patterson mit: »Die Strecke zum jetzigen Zeitpunkt zu öffnen, würde wichtige militärische Übungen stören, die nur schwer erneut zu planen wären.« Der Verbindungsoffizier teilte aber ebenso mit, dass nach der aktuellen Planung diese vermehrten Trainings auf dem Truppenübungsplatz von Anfang April an reduziert würden und die Durchgangsstraßen dann öfter geöffnet sein würden.

Seit Ende Januar ist die Gauseköte in beide Richtungen gesperrt und wird dies laut Landesbetrieb Straßen NRW so lange bleiben, bis ein Experte die Ergebnisse von Spezialbohrungen ausgewertet hat. Wie berichtet sind täglich tausende Autofahrer davon betroffen und müssen eine sechs Kilometer längere Umleitung fahren. Der Landesbetrieb Straßen NRW teilt mit, dass im März die Straße bis zur Böschung angelegt werden soll. » Die Bohrungen sollen ebenfalls noch im März erfolgen«, sagt Sven Johanning von Straßen NRW. Die Gauseköte stehe derzeit unter ständiger Beobachtung.

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