So., 10.03.2019

Heute wird ein Förderverein für die neue Johanniter-Kita gegründet Im Container spielt es sich gut

Am Spieltisch nimmt sich Kita-Leiterin Gabriele Heber Zeit für Marc und Emily. Sie freut sich, ebenso wie die Kinder und Kolleginnen, dass die neue Kita jetzt deutlich mehr Platz hat, als in der Musikschule.

Am Spieltisch nimmt sich Kita-Leiterin Gabriele Heber Zeit für Marc und Emily. Sie freut sich, ebenso wie die Kinder und Kolleginnen, dass die neue Kita jetzt deutlich mehr Platz hat, als in der Musikschule. Foto: Klaus Karenfeld

Von Klaus Karenfeld

Schlangen (WB). Die 42 Jungen und Mädchen haben ihr kleines Reich schnell in Besitz genommen. Der Umzug von der Musikschule in das Containerdorf im Gewerbegebiet ist abgeschlossen. Die neue Kita der Johanniter-Unfall-Hilfe ist alles – nur kein Provisorium. Diesen Eindruck vermittelt ein Rundgang mit Leiterin Gabriele Heber.

Pünktlich um 7.15 Uhr öffnet die Kita ihre Pforten. Zeitgleich treffen die ersten Kinder ein, begleitet von ihren Eltern. Auf einer bunten Girlande im Eingangsbereich sind die Worte »Herzlich willkommen« zu lesen.

Es ist noch kalt an diesem Morgen, der Winter lässt noch einmal seine Muskeln spielen. Die Jungen und Mädchen sind dick eingemummelt. Die Garderobenreihe füllt sich schnell mit Jacken, Schals und Mützen.

Das Raumangebot ist um einiges größer

Der Umzug von der Musikschule in das Containerdorf im Gewerbegebiet Mitte Februar hat einen entscheidenden Vorteil – das wird beim Rundgang durch die Kita schnell deutlich: Das Raumangebot hier ist um einiges größer als am bisherigen Standort. Die Grundfläche bringt es auf immerhin knapp 500 Quadratmeter.

Und das hat ganz konkrete Konsequenzen, wie Leiterin Gabriele Heber gegenüber der SCHLÄNGER ZEITUNG betont. Die Kita in der Musikschule bot ausreichend Platz für 32 Kinder, die in zwei Gruppen betreut wurden. Im Containerdorf gibt es seit dem 1. März neben der Ü3- und einer U3-Gruppe noch eine dritte für Kinder von zwei bis sechs Jahren. Das Wort »Containerdorf« kommt Gabriele Heber nur schwer über die Lippen: »Das klingt so unfertig und provisorisch. Aber das Gegenteil ist der Fall: Unsere Kindertagesstätte erfüllt Ansprüche und Auflagen wie jede andere Kita auch.«

Vom Flur aus geht es in den ersten Gruppenraum. Das Kinderlachen dort wirkt ansteckend. An den Tischen wird gebastelt und gemalt. Drei Jungen, offenkundig bereits dicke Freunde, testen ihre Mini-Autos.

Jede Kita-Gruppe hat feste Bezugspersonen

Die Kinder und ihre acht Erzieherinnen wirken sehr vertraut miteinander. Jede Kita-Gruppe hat von der ersten Kennenlernphase an feste Bezugspersonen. »Das ist wichtig«, betont Gabriele Heber. »Die Kinder sollen von der ersten Minute an bekannte Gesichter und Personen um sich haben.«

In den vergangenen Wochen hat die Johanniter-Kita einige Kinder neu aufgenommen. »Der Wechsel von der gewohnten Umgebung des Elternhauses in die Kindertagesstätte ist ein erster Einschnitt im noch jungen Leben der Kleinen«, weiß die Leiterin. »Der Übergang soll auf jeden Fall so schonend und stressfrei wie möglich erfolgen.« Der Besuch der Kita beginnt deshalb in der Regel mit einer zweiwöchigen Eingewöhnungsphase, in die auch die Eltern aktiv mit einbezogen werden.

Ab 11.30 Uhr wird das Mittagessen ausgegeben. Den Anfang macht die U3-Gruppe. Eine ausgewogene Ernährung der Kleinen ist Eltern und Kita-Leitung besonders wichtig. Das frisch zubereitete Essen wird täglich vom Lippe-Kombi-Service (Detmold) in Wärmebehältern angeliefert. Die Ausgabe erfolgt durch eine Küchenkraft der Kita. Danach, gegen 13 Uhr, ist Schlafzeit. Dann wird es für kurze Zeit ruhig.

Ausreichend Platz für allerlei Spielgeräte

Die Kita hat auch einen eingezäunten Außenbereich. Das Wiesen-Grundstück bietet künftig ausreichend Platz für allerlei Spielgeräte wie Sandkasten und Rutsche. Auch an die Anschaffung eines transportablen Hochbeets ist Gabriele Heber zufolge gedacht. Der Nachmittag in der Johanniter-Kita neigt sich gegen 16.30 Uhr seinem Ende entgegen, freitags ist das etwas früher um 15.15 Uhr der Fall. Die Eltern schauen in die strahlenden Gesichter ihrer Sprösslinge, die wie immer viel zu erzählen haben. Derweil blicken Gabriele Heber und ihre Kolleginnen bereits nach vorne: »Am 11. März soll ein Förderverein gegründet werden.«

Das kleine Containerdorf ist wie die Musikschule nur eine Übergangslösung. Im ersten Quartal 2020 steht dann der endgültige Umzug in die neue Kita in der Lindenstraße an. Mit den Bauarbeiten soll in den kommenden Monaten begonnen werden.

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