Fr., 22.03.2019

Senioreninformationsdienst: erste Besuche in Schlangen erfolgt Elf Ehrenamtliche am Start

Das Sinfol-Team mit (von links) Mechthild Bolte, Gerti Klöpping, Michael Zans, Rolf Grassow, Bettina Meier, Ursula Meier, Claudia Hanna, Ulrike Burchart und Karl-Heinz Cramer hat die Besuche der Senioren gestartet. Es fehlen Helga Streda und Cornelia Zans.

Das Sinfol-Team mit (von links) Mechthild Bolte, Gerti Klöpping, Michael Zans, Rolf Grassow, Bettina Meier, Ursula Meier, Claudia Hanna, Ulrike Burchart und Karl-Heinz Cramer hat die Besuche der Senioren gestartet. Es fehlen Helga Streda und Cornelia Zans. Foto: Möller

Von Sonja Möller

Schlangen (WB). Die ersten Schlänger Senioren halten sie schon in den Händen: Die Informationsmappe des Senioreninformationsdienstes (Sinfol). Die Ehrenamtlichen haben mittlerweile die ersten älteren Schlänger besucht und durchweg positive Erfahrungen gemacht.

Es ist geschafft! Im Juni 2017 hat Michaela Ottemeier vom Kreis Lippe den Senioreninformationsdienst im Ausschuss für Soziales und Gesellschaft vorgestellt. Das Konzept: Ehrenamtliche besuchen die Senioren der Gemeinde und übergeben ihnen eine Informationsmappe, die speziell auf den Ort zugeschnitten ist. Dabei fragen sie, wie es geht und vermitteln eventuell einen Kontakt zu Michaela Ottemeier, die in einem zweiten Gespräch über mögliche Hilfen beraten kann. Angefangen wird beim Ältesten.

Knapp zwei Jahre hat es mittlerweile gedauert, bis die ersten Ehrenamtlichen in der Gemeinde zu ihren Besuchen aufgebrochen sind. »Bei mir war die Dame sehr offen. Ihre Tochter war dabei. Beide waren ganz interessiert und haben die Mappe gerne angenommen«, berichtet Gerti Klöpping von ihrer Premiere.

Von Informationsfülle beeindruckt

Auch bei Michael Zans sah das so aus. »Es war super! Die ältere Dame hatte mich im Vorfeld angerufen und um einen neuen Termin gebeten«, erzählt er. Bei dem Termin war auch die Enkelin mit vor Ort. »Die Dame war super glücklich, dass es so viele Informationen in der Mappe gibt«, erzählt Zans.

Die Ehrenamtlichen sind auch geschult, sich einen Eindruck von der Wohnsituation zu verschaffen und gegebenenfalls die Möglichkeit aufzuzeigen, dass die älteren Menschen von Michaela Ottemeier beraten werden. »Das war hier der Fall und ich war bereits bei der Dame«, berichtet die Initiatorin im Gespräch mit der SCHLÄNGER ZEITUNG.

Die Mappe bietet das Herzstück. An der Erstellung haben alle ehrenamtlichen Helfer mitgewirkt. »Es gab mehrere Einführungsveranstaltungen und wir haben mit der Mappe mitgelernt, was es alles gibt. Außerdem haben wir die spezifischen Angebote, Ansprechpartner und so weiter aus Schlangen eingetragen«, erzählt Gerti Klöpping.

Auch Claudia Hanna freut sich: »Es ist sehr detailliert geworden.« Und nicht nur das: Die sorgfältig einsortierten Din-A-4-Seiten überzeugen durch große Buchstaben und eine schnörkellose Schriftart. Alles ist speziell auf das Verständnis der Senioren ausgerichtet.

Missbrauch nicht möglich

Die Senioren werden zuvor von der Gemeinde angeschrieben und ihnen wird ein Termin und der Name des Ehrenamtlichen genannt, der kommt. »Die Besucher weisen sich mit ihrem Personalausweis aus, so dass ein Missbrauch nicht möglich ist«, erläutert Michaela Ottemeier. Die Sinfol-Mitarbeiter werden offiziell angekündigt.

Elf Freiwillige gibt es mittlerweile, die sich am Sinfol beteiligen: Mechthild Bolte, Gerti Klöpping, Michael Zans, Rolf Grassow, Bettina Meier, Ursula Meier, Claudia Hanna, Ulrike Burchart, Karl-Heinz Cramer, Helga Streda und Cornelia Zans. »Das ist ein Anfang und wir freuen uns, dass wir gestartet sind«, sagt Michaela Ottemeier.

Die Initiatorin hofft, dass sich im Laufe der Zeit noch weitere Freiwillige finden, die sich ebenfalls engagieren wollen. »Die Besuche können selbst so eingeteilt werden, dass sie gut in den Alltag passen«, wirbt Ottemeier. Zeit und Häufigkeit können frei gewählt werden. Wer sich beim Sinfol engagieren will, wendet sich an Michaela Ottemeier unter Telefon 05231/624400 oder per E-Mail an m.ottemeier@kreis-lippe.de . Weitere Informationen finden Sie hier.

Mittlerweile gibt es den Sinfol bereits an fünf weiteren Standorten im Kreis Lippe: Augustdorf, Schieder-Schwalenberg, Bad Salzuflen-Schötmar, Blomberg und Kalletal.

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