Do., 04.04.2019

Arbeiten in Schlangen und Kohlstädt dauern mindestens noch sechs Wochen Zwei Brücken werden saniert

Die Sanierungsarbeiten an der Brücke über den Schlänger Bach in Schlangen laufen seit Anfang April auf Hochtouren.

Die Sanierungsarbeiten an der Brücke über den Schlänger Bach in Schlangen laufen seit Anfang April auf Hochtouren. Foto: Klaus Karenfeld

Von Klaus Karenfeld

Schlangen (WB). Die Ortsmitte in Schlangen hat sich Anfang April in eine große Baustelle verwandelt. In den kommenden zwei Monaten soll eine alte Brücke, die über den Schlänger Bach führt, umfassend saniert werden. Im Fokus der Planer steht auch eine zweite Brücke in Kohlstädt.

Alle zwei Jahre lässt der Kreis Lippe seine Brücken auf ihre Standfestigkeit und Verkehrssicherheit überprüfen. Der Gutachter sieht in seinem jüngsten Bericht Handlungsbedarf an zwei Stellen im Gebiet der Sennegemeinde. Das eine Brückenbauwerk befindet sich in der Schlänger Ortsmitte, das andere führt über die Strothe am Ortseingang von Kohlstädt.

Mit den notwendigen Sanierungsarbeiten ist die in Bad Salzuflen ansässige Firma Eiffage beauftragt. Bauleiter Klaus Beckmann äußerte sich im SZ-Gespräch zu Details der zwei Baumaßnahmen: »Beide Brücken stammen noch aus den 1960er Jahren. Jetzt ist es Zeit zu handeln.«

Kohlstädter Straße komplett gesperrt

Zu dieser Einschätzung war zuvor bereits der Gutachter des Kreises gekommen. Er hatte beiden Brücken in seiner abschließenden Zustandsbeschreibung die Note 2,5 gegeben. »Das hört sich zunächst noch gut an«, betont Beckmann. Tatsächlich bestehe aber bereits bei einer Note von 2,7 Handlungsbedarf. Er spricht in diesem Zusammenhang von zwei Präventivmaßnahmen.

Die Kohlstädter Straße ist seit dieser Woche vom Kreisel aus Richtung Kohlstädt komplett gesperrt. »Und es gibt hier tatsächlich einiges zu tun«, macht der Bauleiter weiter deutlich. Unterhalb der Brücke haben sich Salz-Stalaktiten gebildet. Beckmann wertet das als sicheres Anzeichen, dass der Beton undicht ist. Für ein mehr als 50 Jahre altes Bauwerk sei das aber nichts ungewöhnliches.

Was ist also zu tun? In einem ersten Schritt, so Beckmann, werden der alte Brückenbelag entfernt und die Kappen der beiden gegenüber liegenden Gehwege abgebrochen. Danach ist der Untergrund, die so genannte »Brückentafel« an der Reihe. Sie wird aufwendig per Sandstrahl gereinigt.

Gehwege werden neu betoniert

Anschließend folgen die eigentlichen Sanierungsarbeiten: Der Untergrund wird großflächig per Epoxidharz abgedichtet und anschließend die Schweißbahnen neu abgeklebt. »Dieser Teil der Baumaßnahme ist besonders wetterabhängig und kann deshalb mitunter sehr zeitaufwendig sein«, erläuterte der Bauleiter weiter. Denn das Epoxidharz kann erst dann aufgebracht werden, wenn es zuvor sieben Tage nicht geregnet hat und das Thermometer mindestens acht Grad anzeigt.

Die neue Deckschicht der Fahrbahn besteht aus Gussasphalt. Am Ende der Maßnahme werden die beiden Gehwege neu betoniert und an beiden Seiten neue Geländer angebracht

Diese Vorgehensweise bezieht sich sowohl auf die Brücke in Schlangen als auch auf die in Kohlstädt. Der Arbeitsauswand in der Ortsmitte sei allerdings aufwendiger, betont Beckmann: »Denn hier entlang verlaufen auch viele Versorgungsleitungen wie Strom- oder Telefonkabel.«

Beide Sanierungsmaßnahmen sollen nach jetzigen Planungsstand in anderthalb bis zwei Monaten abgeschlossen sein. »Hauptsache, das Wetter spielt mit«, hofft Beckmann abschließend.

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