So., 07.07.2019

Prächtiges Schützenfest: Kohlstädt feiert Königspaar Gerd und Viola Georgi Ein Dorf ganz in Rot und Gelb

Gerd Georgi und seine Gattin Viola bei ihrem ersten großen Empfang auf dem Schützenplatz.

Gerd Georgi und seine Gattin Viola bei ihrem ersten großen Empfang auf dem Schützenplatz. Foto: Klaus Karenfeld

Von Klaus Karenfeld

Kohlstädt (WB). Festliche Roben, ein strahlendes Königspaar und viele fröhlich winkende Menschen in den Straßen: Das Schützenfest in Kohlstädt hat einen Auftakt nach Maß erwischt. König Gerd Georgi und seine charmante Mitregentin Ehefrau Viola präsentierten sich am Sonntag gut aufgelegt beim ersten Festausmarsch durch das Strothetal.

Pünktlich um 14 Uhr bestiegen die neuen Majestäten ihre prächtige Kutsche. Der Weg vom Schützenplatz zur Residenz des Königs in der Hornschen Straße führte vorbei an festlich geschmückten Häusern und Gärten. Kohlstädt präsentierte sich für ein Wochenende ganz in Rot und Gelb, den Farben seines Schützenvereins.

In einer zweiten Kutsche hatte der neue Hofstaat Platz genommen: Carsten Grote und Funda Borlisch sowie Klaus und Manuela Herzog.

Walter und Ingrid Bierwirth übergeben Insignien

Das Schützenfest in Kohlstädt hatte tags zuvor mit der Inthronisation des neuen Königspaares begonnen. Gerd und Viola Georgi nahmen die königlichen Insignien aus den Händen ihrer Vorgänger Walter und Ingrid Bierwirth entgegen.

Der neue Schützenoberst Jens Geise bewies gleich beim ersten Mal ein glückliches Händchen und legte zeitlich eine Punktlandung hin: Nur Minuten nach der Proklamation begann es kräftig zu regnen.

Stargast bringt Leute zum Tanzen

Stargast des Abends war das DJ Ötzi-Double Anton. Dessen stimmliche wie optische Nähe zum Original überzeugte die etwa 500 Besucher im Festzelt. Hits wie »Ein Stern, der deinen Namen trägt« brachten das Publikum schnell zum Mitsingen und Mitswingen. Aber auch Klassiker wie »Sweet Caroline« oder Bryan Adams’ »Summer of 69« gehören zu Antons breit gefächertem Repertoire.

Der Schützenverein Kohlstädt ist in der Region tief verwurzelt, das machte ein Blick auf die Gästeliste deutlich. Zu den Vereinen, die sich in den Festumzug einreihten, gehörten der Schützenverein Schlangen, die St.-Josef-Schützenbruderschaft Feldrom sowie die Schlachtschwertierer Horn. »Mit all diesen Vereinen verbindet uns eine sehr lange und enge Freundschaft«, machte der Vereinsvorsitzende Frank Grote gegenüber der SCHLÄNGER ZEITUNG deutlich.

Bürgermeister Ulrich Knorr widmete sich in seiner Festrede dem Thema Tradition. Im Schützenverein Kohlstädt, so seine Überzeugung, werde dieser Begriff vorbildlich gelebt. Es war im Übrigen Knorrs letzte offizielle Ansprache zum Kohlstädter Schützenfest. Nach der Kommunalwahl 2020 wird er in den Ruhestand gehen.

Wieder kein Jubelpaar

Oberst Jens Geise sieht den örtlichen Schützenverein für die Zukunft gut gerüstet: Seine besondere Hoffnung gilt nicht zuletzt den jüngeren Mitgliedern, »die sich immer mehr an der Gestaltung des Festes beteiligen«.

Wie schon im Jahr 2017 konnte der Verein auch dieses Mal kein Jubelpaar feiern. Günter Schöner, der vor genau 60 Jahren das Kohlstädter Schützenvolk regierte, ist mittlerweile bereits verstorben. Seiner damalige Königin Bärbel Richts richtete Oberst Jens Geise in seiner Rede die besten Grüße aus.

Das 36. Schützenfest der Nachkriegszeit endet am Montag mit dem traditionellen Katerfrühstück, das um 10 Uhr mit dem Empfang der Ehrengäste beginnt.

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