Di., 06.08.2019

Modellflugbauer lassen Jets und Co. beim Airmeeting des MFC Bergfalke Schlangen kreisen Nervenkitzel mit 500 Stundenkilometern

MFC-Mitglied Olaf Streda präsentiert hier seinen Jet »Diamond«, der bis zu 500 Stundenkilometer schnell fliegen kann. Das Airmeeting der »Bergfalken« zog am Wochenende 1000 Besucher an, die sich bestens unterhalten fühlten.

MFC-Mitglied Olaf Streda präsentiert hier seinen Jet »Diamond«, der bis zu 500 Stundenkilometer schnell fliegen kann. Das Airmeeting der »Bergfalken« zog am Wochenende 1000 Besucher an, die sich bestens unterhalten fühlten. Foto: Phil Hänsgen

Von Phil Hänsgen

Schlangen (WB). Mehr als 1000 Modellflugfreunde sind am 3. und 4. August auf das Gelände des MFC Bergfalke Schlangen an der Langetalstraße gekommen, um die Kunststücke von zahlreichen verschiedenen Flugzeugnachbauten anzuschauen. Das abwechslungsreiche Programm bot Flugeinlagen von Helikoptern, Jets oder auch Doppeldeckermodellen, die mit mehreren 100 Stundenkilometern durch die Lüfte rasten.

Langeweile herrschte auf dem Flugplatz des MFC Bergfalke nicht. Das Airmeeting bot jede Menge spektakuläre Flüge. Ein bis zu 500 Stundenkilometer schneller Jet, Nachbauten von Doppeldeckern aus dem Ersten Weltkrieg oder Helikopter, die sich agil in jede Richtung bewegen können: Es gab jede Menge zu sehen beim großen Festival, das die Zuschauer in Staunen versetzte.

Während der Flüge lieferten Reinhold Wonnemann und Holger Steller am Mikrofon Hintergrundinformationen zu den Maschinen und den angewandten Techniken. Das Wetter spielte dabei optimal mit, was besonders Konrad Tasche, den Vorsitzenden des MFC Schlangen, freute: »Alle aus dem Verein und die Piloten sind mit den beiden Tagen sehr zufrieden. Mein persönlicher Höhepunkt waren die Jets, da diese mit der hohen Geschwindigkeit enorm anspruchsvoll und schwer zu steuern sind. Mich freut es auch, dass immer wieder Piloten aus ganz Deutschland zusammenkommen – zum Beispiel aus Baden-Württemberg und Hessen.«

Zwischenzeitlich wurden für die Kinder vier kleinere Flugzeuge mit Süßigkeiten gefüllt, die über dem Feld abgeworfen wurden und dann sicher eingesammelt werden konnten. Das Programm bot generell eine große Abwechslung, da die 50 teilnehmenden Piloten gänzlich unterschiedliche Maschinen steuern, die teilweise sogar komplett selbst aus Holz gebaut wurden.

Die »F100 Super-Sabre«

Friedhelm Graulich kommt aus Petershagen bei Minden und brachte einen »F100 Super-Sabre« mit nach Schlangen: Dieser prächtige Jet, der mit Turbinenantrieb ausgestattet ist und bis zu 220 Stundenkilometer schnell werden kann, ist der weltweit größte Nachbau dieses Flugzeugtyps.

Graulich beschäftigt sich seit mehr als 20 Jahren mit dem Turbinenjetfliegen. Er hat seinen Jet komplett selbst aus Holz angefertigt. Das macht für ihn sein Hobby aus: »Das Fliegen und Bauen hat für mich denselben Reiz. Auch die Technik dahinter und der Nervenkitzel beim Fliegen machen jeden Flug zum besonderen Erlebnis.«

Die »Bücker 133 Jungmeister«

Wilhelm Stark ist mit seinen 99 Jahren noch immer begeisterter Modellbauer: Er hat den Doppeldecker »Bücker 133 Jungmeister« im Maßstab 1:2 vor 17 Jahren nachgebaut. Früher hat er ihn sogar selbst beim Militär geflogen. Der in Pilsen ausgebildete Pilot wohnt in Minden und geht dem Hobby Modellbau schon seit seinem 14. Lebensjahr nach. Seine Bücker hat eine Spannweite von 3,33 Meter, einen Sternmotor, fünf Zylinder und kann bis zu 120 Stundenkilometer schnell fliegen.

Insgesamt hat Stark schon 13 verschieden große Modelle nachgebaut und sogar bemannte Flugzeuge konstruiert. Zum Steuern reicht es altersbedingt allerdings nicht mehr: Dies übernimmt Ralf Müller, der den Doppeldecker und alle anderen Flieger von Stark in die Lüfte steigen lässt.

Der »Diamond«

Auf bis zu unglaubliche 500 Stundenkilometer kann der extra auf Geschwindigkeit ausgelegte Jet von Olaf Streda beschleunigen. Angelehnt ist dieser an den X-Wing von Luke Skywalker aus den »Star-Wars«-Filmen und hat ein dementsprechendes Design auf der Außenhülle. Der Flieger wiegt 22 Kilogramm, hat eine Spannweite von 2,60 Metern und sein Tank fasst 5,8 Liter. Dieser sorgt mit Kerosin gefüllt für eine Flugdauer von acht bis neun Minuten.

Streda kommt aus Hörste, ist Mitglied im MFC Schlangen und betreibt das Hobby schon seit 26 Jahren. »Diamond gibt es im Original nicht. Es ist ein vorgefertigtes Design, welches ich mit Technik ausgestattet habe. Allein die Turbine schiebt mit 24 Kilogramm mehr, als das Flugzeug eigentlich wiegt«, erzählt er.

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