Ulrich Stedefeder: ein Jahr nach Krebsoperation zurück bei Challenge
»Menschen Mut machen«

Schlangen (WB). Bei der OWL-Challenge, die vom 12. bis zum 15. September auf dem Paderborner Schützenplatz stattgefunden hat, gab es neben den sportlichen Höchstleistungen auch abseits des Turnierplatzes Erfolge zu berichten, die die meisten Zuschauer und Fachbesucher gar nicht kennen.

Mittwoch, 18.09.2019, 09:21 Uhr aktualisiert: 18.09.2019, 09:26 Uhr
Ulrich Stedefeder ist zurück bei der OWL-Challenge. »Ich möchte mit meiner Geschichte anderen Menschen mit solchen schweren Krankheiten Mut machen«, sagt der Schlänger, der bei internationalen Turnieren für perfekte Deko im Parcours sorgt. Foto: Julia Pongratz
Ulrich Stedefeder ist zurück bei der OWL-Challenge. »Ich möchte mit meiner Geschichte anderen Menschen mit solchen schweren Krankheiten Mut machen«, sagt der Schlänger, der bei internationalen Turnieren für perfekte Deko im Parcours sorgt. Foto: Julia Pongratz

Denn dass der Parcours und das gesamte Turniergelände stets perfekt mit Blumendeko und aufwändigen Ausstellungsstücken ausgestattet ist, ist genau einem Mann und seinem Team zu verdanken: Ulrich Stedefeder aus Schlangen ist dabei der kreative Kopf, der sich nicht nur für die OWL-Challenge, sondern auch für viele weitere, internationale Turniere herausragende Dekorationen im Parcours überlegt.

Operation nach Diagnose Darmkrebs

Für Ulli Stedefeder war die diesjährige OWL-Challenge in Paderborn ein ganz besonderes Jubiläum. Genau vor einem Jahr, zur Paderborn-Challenge 2018, war Stedefeder mit der Diagnose Darmkrebs im Darmzentrum des Paderborner St. Vincenz-Krankenhauses operiert worden, während parallel seine Lebensgefährtin und seine Mitarbeiter den Aufbau und Abbau auf dem Paderborner Turnier nach seinen Vorgaben durchgezogen haben.

An diesem Tag wurde Ulrich Stedefeder ein Teil seines Darms entfernt und ein künstlicher Darmausgang gelegt. Für den Unternehmer, der voll im Berufsleben steht, bricht eine Welt zusammen. »Die Diagnose Darmkrebs war ein großer Schock und die direkte Operation, sowie der künstliche Darmausgang reißen einen mitten aus dem Leben«, berichtet Stedefeder genau ein Jahr nach seiner Operation.

Während des weiteren Verlaufs der Krebserkrankung nach der Operation, dekorierte Stedefeder im Jahr 2019 zwei Deutsche Meisterschaften in Balve und Luhmühlen, das Derby in Hamburg, Donaueschingen, die Europameisterschaften in Luhmühlen und das Bundeschampionat – um aus einer Fülle nur die absoluten Großveranstaltungen des Reitsports zu nennen.

»Meine Lebensgefährtin Elke, die Mitarbeiter des Unternehmens und viele Freunde haben es möglich gemacht, dass meine Firma so weiterlaufen konnte und wir so viele Turniere in diesem Jahr dekoriert haben«, erzählt der Schlänger, »alle mussten meine nicht immer gute Laune ertragen und haben mich stets unterstützt. Dafür bin ich unglaublich dankbar.«

Viele Höhen und Tiefen

Während Stedefeder nur die Ideen für die Dekorationen geliefert hat, hat sein Team den gesamten Ablauf zu Anlieferung, Aufbau und Abbau der Pflanzendeko auf sämtlichen Turnieren geleistet. »Es gab im vergangenen Jahr unglaublich viele Höhen und Tiefen und man braucht immer etwas, woraus man seine Kraft ziehen kann. Bei mir waren das zum Beispiel meine Elke, mein neuer Hund und auch meine Arbeit«, gibt er rückblickend an. »Dass ich ein Jahr später wieder auf der OWL-Challenge stehen kann und es mir soweit gut geht, das habe ich nicht immer glauben können und ich möchte mit meiner Geschichte anderen Menschen mit solchen schweren Krankheiten Mut machen.«

Stand heute ist Ulrich Stedefeder krebsfrei. Regelmäßige medizinische Nachuntersuchungen machen ihm aber stets bewusst, dass die Gefahr einer Rückkehr der Krebserkrankung präsent ist und den Schlänger auch sein weiteres Leben lang begleiten wird.

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