Erweiterung soll 5,5 Millionen Euro kosten – Baubeginn im kommenden Frühjahr
AHF-Schule wächst mit der Gemeinde

Schlangen (SZ). Die Gemeinde Schlangen wächst. »Und wir wachsen mit ihr«, sagt Eduard Butt, Geschäftsführer der August-Hermann-Francke-Gesamtschule Schlangen (AHF). Für Kosten von insgesamt fünf bis sechs Millionen Euro soll die Schule bis 2022 erweitert werden.

Mittwoch, 18.09.2019, 12:00 Uhr
AHF-Geschäftsführer Eduard Butt und Schlangens Bürgermeister Ulrich Knorr. Foto: Uwe Hellberg
AHF-Geschäftsführer Eduard Butt und Schlangens Bürgermeister Ulrich Knorr. Foto: Uwe Hellberg

Einen kurzen Überblick über die geplante Schulerweiterung gab Eduard Butt bereits kürzlich den Mitgliedern des Ausschusses für Gemeindeentwicklung und Umwelt (wir berichteten). Am Donnerstag, 19. September, wird die Erweiterung auch Thema in der Sitzung des Gemeinderates sein, weil die Fraktion von Bündnis 90/Grüne Fragen beantwortet haben möchte, unter anderem zu Bodeneigentumsverhältnissen und ob Aufwendungen für die Gemeinde Schlangen entstehen.

Im Jahr 2016 ging die August-Hermann-Francke-Gesamtschule, die vom Christlichen Schulverein Paderborn getragen wird, in Schlangen an den Start. Geschäftsführer Eduard Butt blickt zurück auf eine erfreuliche Entwicklung: »Wir sehen uns als Schule in der Gemeinde angekommen«, sagt er. Von den derzeit 230 Schülerinnen und Schülern kommen laut Butt bereits ein Viertel aus Schlangen, der Großteil weiterhin aus dem Umland. »Wir erleben es auch, dass Schüler von der benachbarten Grundschule zu uns kommen und fragen, ob sie nach ihrem vierten Schuljahr unsere Schule besuchen können«, berichtet Butt.

Der Erweiterungsbau wird das Erscheinungsbild am Schulzentrum Rennekamp verändern. Der August-Hermann-Francke-Schule ist es wichtig, die Schlänger Bevölkerung dabei durch Offenheit mitzunehmen, betont der Geschäftsführer. Das freut auch Schlangens Bürgermeister Ulrich Knorr. »Die Gelegenheit in Schlangen einen Schulstandort zu haben, ist etwas Gutes. Der Trägerverein hat unser Vertrauen«, sagt Knorr.

Derzeit besuchen 230 Kinder die Gesamtschule, weitere 60 Jungen und Mädchen kommen im Schuljahr 2020/21 hinzu. Nach erfolgtem Vollausbau der Schule rechnet Eduard Butt mit 580 bis 600 Gesamtschülern in Schlangen. Das sind Zahlen, die auch den Platzbedarf verdeutlichen.

In 2022 soll Schule dreizügig sein

Auf 3600 Quadratmetern Fläche sind 13 Klassenräume und der Fachunterricht untergebracht. Nach der Erweiterung sollen es auf dann 5600 Quadratmetern 18 Räume für die Sekundarstufe I, drei für die Sekundarstufe II plus Fachunterrichtsräume sein. In 2022 soll die Schule dreizügig sein. Neben den Klassenräumen sind außerdem ein Forum, ein Selbstlernzentrum und eine Mensa vorgesehen. Für den Unterricht wird dann vom Schulverein mit 32 Vollzeitstellen beim Lehrpersonal kalkuliert.

Mit der Umsetzung der Schulerweiterung soll es möglichst bald los gehen. Die Bauzeit wird zweieinhalb Jahre betragen. »Baubeginn soll im Frühjahr 2020 sein. Wir wollen mit einem Generalunternehmer zusammenarbeiten«, erklärt Butt. Zu den Kosten sagt der Geschäftsführer: »Sie liegen zwischen fünf und sechs Millionen Euro. Es wäre schön, wenn wir bei 5,5 Millionen Euro am Ende landen würden.«

Einige Details gilt es aber noch zu klären. So reicht die Gesamtschule nach der Erweiterung bis an die Sportanlage am Rennekamp – und zwar bis an die Laufbahn – heran. Wie dort Zugänge oder Abgrenzungen letztlich aussehen werden, ist noch nicht endgültig geplant. Bürgermeister Ulrich Knorr hat die leidigen Verwüstungen vom ersten September-Wochenende im Blick, wenn er sagt: »Wir werden auf jeden Fall darauf achten, dass dort nicht irgendwelche dunklen Ecken entstehen.«

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