Fußball: Fortunen-Spiel in der 85. Minute abgebrochen
Tumultartige Szenen in Schlangen

Schlangen (WB). Beim Heimspiel von Fortuna Schlangen gegen SC Türkgücü Detmold ist der Sport in den Hintergrund getreten. Die Partie wurde beim Stand von 3:2 abgebrochen. Zuvor gab es tumultartige Szenen auf dem Rennekampplatz mit Tritten und Beschimpfungen.

Sonntag, 27.10.2019, 19:43 Uhr aktualisiert: 27.10.2019, 19:48 Uhr
Fortunen-Trainer Oliver Roggensack (links) versucht, seinen Spieler zurückzuhalten. In der 85. Minute haben sich auf dem Rennekampplatz tumultartige Szenen abgespielt. Der Schiedsrichter hat die Partie daraufhin abgebrochen. Foto: Phil Hänsgen
Fortunen-Trainer Oliver Roggensack (links) versucht, seinen Spieler zurückzuhalten. In der 85. Minute haben sich auf dem Rennekampplatz tumultartige Szenen abgespielt. Der Schiedsrichter hat die Partie daraufhin abgebrochen. Foto: Phil Hänsgen

Ein Platzverweis, Rudelbildungen, Beschimpfungen und letztlich ein Spielabbruch: Ein von Beginn an zweikampfintensiv geführtes Spiel mit vielen Emotionen glitt dem Schiedsrichter nach und nach aus den Händen, bis dieser die Partie vorzeitig beendete.

Spielabbruch bei Fortuna Schlangen

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Schon von Beginn an haderten beide Seiten mit dem Unparteiischen und dessen Entscheidungen. Türkgücü Detmold hatte die klareren Chancen, allerdings blieben die Schlänger mit vielen Schüssen von der Sechzehnerlinie stets gefährlich. Aus einem dieser Abschlüsse und einem Abpraller vom gegnerischen Keeper resultierte dann auch das 1:0 durch Rawlins (14.). Die Gäste nutzten eine ihrer Gelegenheiten zum 1:1-Halbzeitstand.

Nach dem Seitenwechsel wurde die Partie hektischer

Nach dem Seitenwechsel wurde die Partie noch hektischer. Zunächst erspielten sich die Detmolder weitere gute Chancen. Fortunas Torwart Torben Bruns rettete einige Situationen mit starkem Spiel und lenkte auch einen Kopfball nach einer Ecke gerade noch an die Latte. Doch beim 1:2-Gegentreffer war Bruns am Ende machtlos.

Nun drehten die Fortunen auf und das Spiel wurde immer emotionaler. Nachdem Trainer Oliver Roggensack wegen Meckerns die Gelbe Karte gesehen hatte, erzielte Kapitän Yannik Vukadinovic durch einen Stockfehler in der Gästeverteidigung den 2:2-Ausgleich in der 78. Minute. Kurze Zeit später sah ein Gästespieler wegen anhaltender Beschwerden die Rote Karte (82.).

Nach dem 3:2 geriet der Sport in den Hintergrund

In Überzahl hatten die Fortunen plötzlich viel Raum zur Verfügung: Kurz nach dem Platzverweis wurde Vukadinovic geschickt, der mit einem traumhaften Lupfer die 3:2-Führung für die Fortuna sicherte. Nach dem Treffer geriet der Sport in den Hintergrund.

Was im Anschluss an den Treffer passierte, konnte im Nachhinein niemand komplett aufklären: Ein Schlänger Spieler wurde von einem der Gästespieler gejagt, gegenseitig wurde getreten und geschubst und immer wieder lagen auch Beteiligte auf dem Boden. Es soll auch gespuckt worden sein. Leute stürmten auf den Platz und versuchten in großen Rudelbildungen die Spieler zu trennen. Wüste Beschimpfungen waren zu hören und sowohl Trainer als auch Spieler beider Teams waren kaum zu beruhigen. Der Schiedsrichter hatte keine Kontrolle mehr über das Geschehen und brach die Partie letztlich ab.

Mit dem Spiel wird sich die Kreisspruchkammer befassen

Hinterher beschwerten sich die Detmoldern vehement über die Rufe und das Verhalten der Zuschauer. Trainer Oliver Roggensack war nach dem Spiel aufgewühlt: »Wir haben uns stark zurückgekämpft und dann machen die Gegner hier so einen Aufstand. Sie treten und jagen unsere Spieler. Man hat schon die ganze Zeit gemerkt, dass die Gäste gemeckert haben und den Spielabbruch in meinen Augen provozieren wollten.« Zudem haderten beide Teams weiter mit dem Unparteiischen, der das Spiel über weite Teile nicht unter Kontrolle hatte.

Mit dem Spielabbruch wird sich jetzt in einigen Wochen die Kreisspruchkammer beschäftigen.

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