Johanniter in Schlangen fahren jährlich 800 Rettungseinsätze
Neuer Wagen für lippischen Süden

Schlangen (WB). An der Rettungswache in Schlangen, die die Johanniter im Auftrag des Bevölkerungsschutzes des Kreises Lippe betreiben, ist ein neuer Rettungswagen (RTW) in den Dienst gestellt worden. Seit einer Woche übernimmt das Rettungsfahrzeug die Notfallversorgung im lippischen Süden.

Mittwoch, 30.10.2019, 18:16 Uhr
Die Johanniter Katharina Bock und Nils Schneegans fahren ihren ersten Dienst auf dem neuen Rettungswagen der Rettungswache in Schlangen. Die Wache ist täglich von 7 bis 22 Uhr mit zwei Mitarbeitern besetzt. Foto: Johanniter Unfallhilfe
Die Johanniter Katharina Bock und Nils Schneegans fahren ihren ersten Dienst auf dem neuen Rettungswagen der Rettungswache in Schlangen. Die Wache ist täglich von 7 bis 22 Uhr mit zwei Mitarbeitern besetzt. Foto: Johanniter Unfallhilfe

Das Mercedes-Sprinter-Modell mit 190 Pferdestärken verfügt über eine moderne, technische Ausstattung und löst seinen sieben Jahre alten Vorgänger ab, der rund 200.000 Kilometer und unzählige Einsätze hinter sich hat.

Rettungswagen werden besser wahrgenommen

»Der neue Rettungswagen ist mit einem blinkenden Powerblitz im Windspoiler ausgestattet«, erklärt Björn Möhwald, Leiter des Johanniter-Rettungsdienstes im Regionalverband Lippe-Höxter. »Für die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer ist es nicht nur wichtig, dass Rettungsfahrzeuge gehört, sondern auch gesehen werden. Damit sorgt der Powerblitz neben dem bekannten Blaulicht für eine noch bessere Wahrnehmung im Straßenverkehr«, betont Björn Möhwald.

Aber auch Patienten und Mitarbeitern bietet der neue Rettungswagen nach Angaben der Johanniter viele Vorteile. In der Patientenkabine sind medizinische Gerätschaften, wie Beatmungsgerät, EKG und Defibrillator auf einem individuell höhenverstellbaren Schienensystem angebracht. Zudem kann der behandelnde Notfallsanitäter mit dem neuen Multicontroller viele Dinge im Patientenraum angeschnallt und im Sitzen steuern. Hierzu gehören etwa die Beleuchtung, der Tragetisch oder die Zu- und Abluft. Um den Liegekomfort der Patienten während der Fahrt zu erhöhen, ist der Rettungswagen mit einem luftgefederten Tragetisch ausgestattet.

Navigationsgerät berechnet schnellste Route

»Wie auch schon das Vorgängermodell verfügt der Rettungswagen über ein spezielles Navigationssystem, das direkt mit der Leitstelle des Kreises Lippe verbunden ist«, erläutert der Leiter des Johanniter-Rettungsdienstes. »Das bedeutet: Sobald der Notruf eingeht, werden alle einsatzrelevanten Daten direkt an den Rettungswagen gesandt. Wenn die Retter aufbrechen, hat das Navigationsgerät bereits die schnellste Route errechnet und dabei auch die aktuelle Verkehrslage berücksichtigt«, berichtet Björn Möhwald.

Von der Schlänger Rettungswache, die täglich von 7 bis 22 Uhr mit zwei Mitarbeitern besetzt ist, fahren die Johanniter rund 800 Einsätze im Jahr – zum Teil auch kreisübergreifend in Zusammenarbeit mit den Einsatz- und Rettungskräften in Bad Lippspringe.

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