Polizist Ulrich Petermeier gibt Tipps für dunkle Jahreszeit
Sicherheit durch Sichtbarkeit

Schlangen (WB/He). Herbst und Winter können für Kinder als Verkehrsteilnehmer ein gefährlicher Jahresabschnitt sein. Darauf weist die Polizei hin. »Sicherheit durch Sichtbarkeit« empfiehlt Polizeihauptkommissar Ulrich Petermeier, Bezirksbeamter in der Gemeinde Schlangen.

Freitag, 15.11.2019, 06:00 Uhr aktualisiert: 15.11.2019, 08:36 Uhr
Polizeihauptkommissar Ulrich Petermeier empfiehlt Sicherheitswesten für Schulkinder und retroreflektierende Materialen, zum Beispiel Streifen an Jacken oder Schulranzen. Auch Blinkis helfen Kindern, in der dunklen Jahreszeit gesehen zu werden. Foto: Uwe Hellberg
Polizeihauptkommissar Ulrich Petermeier empfiehlt Sicherheitswesten für Schulkinder und retroreflektierende Materialen, zum Beispiel Streifen an Jacken oder Schulranzen. Auch Blinkis helfen Kindern, in der dunklen Jahreszeit gesehen zu werden. Foto: Uwe Hellberg

»In der jetzt dunklen Jahreszeit steigen erfahrungsgemäß wieder die Unfallzahlen unter Beteiligung der Kinder zwischen sechs und 14 Jahren«, so der Polizist. Das liegt unter anderem daran, dass in dieser Zeit die Sicht der Autofahrer, gerade in der Dämmerung, aber auch tagsüber bei Regen, Nebel oder Schneefall, erheblich eingeschränkt ist.

Gut ausgestattete Kinder sind schon aus 150 Metern zu sehen

Ulrich Petermeier sagt: »Deshalb ist gute Sichtbarkeit bei Dunkelheit für Fußgänger und Radfahrer wichtig. Sicherheitswesten für Schulkinder, Schulranzen mit retroreflektierenden Materialien, lichtreflektierende Jackenanhänger, oder auch Sohlenblitze erhöhen die Sichtbarkeit und damit die Sicherheit ihrer Kinder erheblich«, appelliert der Polizeihauptkommissar an die Eltern.

Denn so ausgestattete Kinder sind in der Dunkelheit schon auf 150 Meter Entfernung zu sehen, in dunkler Kleidung werden sie gerade mal auf 25 Meter Abstand erkannt. Weil bei einer Geschwindigkeit von 50 Stundenkilometern der Anhalteweg unter günstigsten Bedingungen schon etwa 30 Meter beträgt, würde dieser Weg zum rechtzeitigen Anhalten nicht mehr ausreichen.

Fahrradhelm kann Leben retten

»Wichtig ist also rechtzeitig von dem Autofahrer wahrgenommen zu werden, damit dieser entsprechend früh reagieren kann«, erläutert der Schlänger Bezirksbeamte. Sicherheit durch Sehen und Sichtbarkeit ist auch für Radfahrer ein wichtiger Punkt, deshalb müssen sie dafür Sorge tragen, dass ihr Fahrrad den verkehrsrechtlichen Vorschriften entspricht und somit auch die Beleuchtung am Rad betriebsbereit ist. Diese muss dann auch in der Dämmerung oder Dunkelheit eingeschaltet werden. Wichtig sind aber auch saubere und gut sichtbare Reflektoren an Pedalen und Speichen.

»Zusätzlich sollte möglichst helle und lichtreflektierende Kleidung getragen werden«, rät Petermeier. Aber auch deutliche und nachvollziehbare Handzeichen erleichtern allen Verkehrsteilnehmern die Orientierung und dienen damit der Sicherheit im Straßenverkehr. »Auf das Tragen des nachweislich Leben rettenden Fahrradhelms möchte ich hier noch einmal ausdrücklich hinweisen«, betont Ulrich Petermeier.

Lichttechnik am Auto muss funktionieren

Für die Autofahrer heißt es laut Polizei in diesen dunklen Jahresabschnitten besonders aufmerksam zu sein und darauf zu achten, dass ihre lichttechnischen Einrichtungen nicht nur funktionieren, sondern auch frei von Verschmutzung sind.

Das bedeute, dass die Scheibensicht nicht durch verschlissene Wischerblätter und fehlendes Scheibenwaschwasser eingeschränkt ist. Der Polizeihauptkommissar: »Denn durch gute Sicht tragen die Verkehrsteilnehmer erheblich zu einem verkehrssicheren Miteinander von Fußgängern und Autofahrern bei.«

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