Susanne Saage sammelt Weihnachtsgeschenke für kranke Kinder
Spielzeug von »Löwenmama«

Schlangen (WB). Wenn Susanne Saage von jenen Momenten erzählt, die ihr seit vielen Jahren so enorm viel bedeuten, dann tritt ein besonderer Glanz in ihre Augen. Als »Löwenmama« beschenkt sie Kinder, die zum Weihnachtsfest im Krankenhaus sein müssen. Hierbei können auch Schlänger Bürger und Familien helfen.

Samstag, 16.11.2019, 06:00 Uhr
Susanne Saage (links) und Beate Benkelberg hoffen, dass viele Schlänger die »Aktion Löwenmama« für Kinder unterstützen, die Weihnachten im Krankenhaus sind. Im Spielwarengeschäft an der Paderborner Straße steht ein Geschenketisch. Foto: Uwe Hellberg
Susanne Saage (links) und Beate Benkelberg hoffen, dass viele Schlänger die »Aktion Löwenmama« für Kinder unterstützen, die Weihnachten im Krankenhaus sind. Im Spielwarengeschäft an der Paderborner Straße steht ein Geschenketisch. Foto: Uwe Hellberg

»Ein bisschen Freude schenken, ohne mal ans Kranksein zu denken, das ist mein Ziel – Kinderaugen zum Leuchten zu bringen«, sagt die 55-Jährige. Und genau so ist es auch auf einem Plakat im Spielwarengeschäft Benkelberg an der Paderborner Straße in Schlangen zu lesen. Das Plakat hängt an einem Tisch mit allerlei buntem Spielzeug und es erklärt, wie es zu der »Aktion Löwenmama« kam.

Die Diagnose Krebs war ein heftiger Schlag

Es war für Susanne Saage wie ein heftiger Schlag, der sie traf: Im Jahr 2001 erkrankte ihr Sohn Moritz, damals gerade einmal neun Monate jung. Die Diagnose lautete: Krebs! Die Ärzte stellten Leukämie fest. »Und es war auch gerade noch in der Weihnachtszeit«, blickt Susanne Saage zurück. Mit zwei weiteren Kindern, drei und 15 Jahre jung, bekam Weihnachten für die dreifache Mutter plötzlich eine ganz andere Bedeutung. Mittlerweile hat Moritz die Krankheit besiegt.

Susanne Saage, die damals stark sein musste wie eine Löwin, entwickelte in der Krise die »Aktion Löwenmama«. Sie verspürte den Wunsch, Kindern, die zu Weihnachten im Krankenhaus sein müssen, das Fest der Liebe etwas glücklicher zu machen. Sie besuchte Jungen und Mädchen in Klinken, notierte zunächst deren Wünsche in einer Liste und begann, bei Läden Spielzeug zu sammeln, um es an Weihnachten in die Krankenhäuser zu bringen.

Geschenke erreichen 51 Kliniken und Hospize

Sie erfuhr so viel Unterstützung, dass die »Aktion Löwenmama« zu etwas ganz Großem wurde. In den Spielwarengeschäften wurden Geschenketische aufgestellt. Dort platzieren die Inhaber die Spielzeugwünsche der Kinder. Kunden haben dann die Möglichkeit diese Geschenke zu kaufen, die zu Weihnachten in die Krankenhäuser gebracht werden. »Es ist ein wunderbares Erlebnis, die leuchtenden Kinderaugen zu sehen, wenn sie beschenkt werden«, erzählt Susanne Saage. 

Im vergangenen Jahr wurde erstmals auch bei Spielwaren Benkelberg in Schlangen ein Geschenketisch aufgestellt. »Die Schlänger haben sehr viel Herz gezeigt«, freut sich »Löwenmama« Saage. Auch Beate Benkelberg findet die Idee einfach toll. So wurde nun erneut ein Tisch hergerichtet. Bis zum 24. Dezember bleibt der Geschenketisch aufgebaut.

Inzwischen sind es 51 Kliniken und Hospize, die bundesweit mit Geschenken für kranke Kinder bedacht werden. Viele Helfer sorgen dafür, dass die Geschenke rechtzeitig zum Fest die Krankenhäuser erreichen. Darunter sind natürlich auch sehr viele Kliniken in Ostwestfalen-Lippe.

Handball-Bundesligisten unterstützen die »Aktion Löwenmama«

Auch Sportvereine wie die Handball-Bundesligisten TBV Lemgo-Lippe und HSG Blomberg-Lippe unterstützen die »Aktion Löwenmama«. Dort können vor und nach Spielen Weihnachtsgeschenke für die kranken Kinder gekauft werden. Mittlerweile gibt es in einigen Gemeinden auch besondere Einpackstationen: Konfirmanden packen Spielzeug für die kranken Kinder ein. Für diese Hilfe erhalten sie dann ihren Stempel, wie sonst nach jedem Gottesdienstbesuch.

Susanne Saage hofft, das auch in diesem Jahr möglichst viele Schlänger helfen, Kindern das Weihnachtsfest etwa sorgenfreier zu machen. Im neuen Jahr möchte die Nieheimerin auch zum zweiten Mal eine kleine Kiste bei Benkelberg aufstellen. Auch sie soll den Kindern in Krankenhäusern helfen: »Viele Kinder haben Angst, wenn sie eine Spritze oder Infusion bekommen. Die kleinen Geschenke aus der Kiste – Cent-Artikel wie eine Haarspange oder ein Blinki – sollen die Kinder ablenken und ein kleiner Trost sein«, erklärt Susanne Saage.

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