Fr., 22.11.2019

Schlänger Vereine können insgesamt 300.000 Euro erhalten Geld für moderne Sportstätten

Vereine, die Eigentümer oder noch mindestens zehn Jahre Pächter einer Sportanlage sind, können für deren Sanierung und Modernisierung Fördermittel aus dem Programm des Landes erhalten. Der Reit- und Fahrverein will einen Antrag stellen.

Vereine, die Eigentümer oder noch mindestens zehn Jahre Pächter einer Sportanlage sind, können für deren Sanierung und Modernisierung Fördermittel aus dem Programm des Landes erhalten. Der Reit- und Fahrverein will einen Antrag stellen. Foto: Uwe Hellberg

Von Uwe Hellberg

Schlangen (WB). Das Land Nordrhein-Westfalen hat ein Förderprogramm zur Sanierung und Modernisierung von Sportstätten geschaffen. Für Vereine aus Schlangen können insgesamt 300.000 Euro abgerufen werden.

Das Programm trägt den Titel »Moderne Sportstätte 2022«. Geld wird nicht nur für Modernisierung, Instandsetzung oder Sanierung von Gebäuden und Räumen gewährt, »ein Schwerpunkt liegt auf energetischer und digitaler Modernisierung, Geschlechtergerechtigkeit, Barrierefreiheit oder -armut, Sportunfallprävention«, heißt es vom Landessportbund (LBS) NRW, der das Programm bei mehreren Informationsveranstaltungen den Vereinen, Kreis-, Stadt- und Gemeindesportverbänden vorgestellt hat – unter anderem auch in Paderborn.

Aufwand für Vereine soll unbürokratisch sein

Den Gemeindesportverbänden kommt bei der Förderung eine entscheidende Rolle zu. Mit ihnen müssen die Vereine ihre Anträge abstimmen. Beim Gemeindesportverband Schlangen (GSV) ist Werner Tegeler, Vorsitzender des VfL Schlangen, der Koordinator. Er sagt: »Das ist bislang einzigartig. Zum ersten Mal geschieht es, dass Sportorganisationen eigenverantwortlich Steuergelder vergeben.«

Damit der Aufwand für die Vereine möglichst unbürokratisch bleibt, wurde folgender Ablauf festgelegt: Vereine stellen nach Beratung mit dem GSV ihre Anträge mit Kosten- und Finanzierungsplan über das Förderportal des Landessportbundes. Der GSV priorisiert alle gestellten Anträge, das heißt er bewertet ihre Wichtigkeit. Die Anträge werden schließlich an die NRW-Staatskanzlei weitergeleitet. Diese prüft sie und spricht die Förderbescheide aus.

»Es gibt zwei Voraussetzungen, die zu beachten sind«, erläutert Werner Tegeler. Zum einen muss der antragstellende Verein Eigentümer oder Pächter der Sportanlage sein und das Miet- oder Pachtverhältnis noch mindestens zehn Jahre fortdauern. Zum anderen muss neben der Mitgliedschaft in einem Fachverband noch eine bei einem Kreis- oder Stadtsportverband hinzu kommen.

 

Förderanteil liegt zwischen 50 und 90 Prozent

Dem GSV Schlangen gehören 13 Vereine an. Fördermittel in Anspruch nehmen zu wollen hat bereits der Reit- und Fahrverein bekundet, beim Tennisclub wird derzeit darüber beraten. »Eine erste Vorsortierung der Anträge wollen wir am 1. April 2020 vornehmen«, sagt Tegeler. Er bittet auch um Leermeldungen. Also: Vereine, die nicht Mittel beantragen, sollten auch dies melden.

»Die Bagatellgrenze liegt bei 10.000 Euro. Anträge darunter sollte niemand stellen«, so Tegler. Der Förderanteil liegt bei den Anträgen zwischen 50 und 90 Prozent. Einen Eigenanteil müssen also auch die Vereine aufbringen.

Das gesamte Fördervolumen für NRW beträgt 300 Millionen. In Lippe stehen Vereinen in Detmold (1.008.790 Euro), Bad Salzuflen (728.000 Euro) und Lemgo (556.540 Euro) die größten Summen zur Verfügung. Die Summe für Lippe insgesamt beträgt 6.369.990 Euro.

Für Fragen zum Förderprogramm und zur Koordination wenden sich Vereine an Werner Tegeler (Telefon 05252/974243, E-Mail: werner.tegeler@t-online.de).

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7081461?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198397%2F2516024%2F