CDU: Unzufriedenheit mit LED – Weihnachtssterne ohne Leuchtkraft
Nachtabschaltung der Laternensoll aufgehoben werden

Schlangen (WB). In der Sennegemeinde werden die Straßenlaternen nachts abgeschaltet. Die Christdemokraten in Schlangen wollen das ändern. Mit einem entsprechenden Antrag soll sich der Gemeinderat in seiner nächsten Sitzung beschäftigen.

Samstag, 28.12.2019, 06:00 Uhr
Die Lichtersterne in Schlangen wurden in diesem Jahr auf LED-Technik umgestellt. Die stromsparende Technik sorgt jedoch nicht für einen festlichen Eindruck. Foto: Klaus Karenfeld
Die Lichtersterne in Schlangen wurden in diesem Jahr auf LED-Technik umgestellt. Die stromsparende Technik sorgt jedoch nicht für einen festlichen Eindruck. Foto: Klaus Karenfeld

Die Entscheidung des Rates, die Straßenbeleuchtung zur Nachtzeit abzuschalten, liegt bereits einige Zeit zurück. Darauf weist der CDU-Fraktionsvorsitzende Dr. Walther Husberg in seinem Schreiben ausdrücklich hin. Vor allem wirtschaftliche Gründe seien dafür seinerzeit ausschlaggebend gewesen. Von dieser Sparmaßnahme ausgenommen sind bis heute lediglich die stark befahrenen Hauptverkehrsstraßen.

LED-Technik soll Strom und Energiekosten sparen

Inzwischen, so Husberg, hätten sich die Rahmenbedingungen erheblich verändert. Wie berichtet, wird die Straßenbeleuchtung in Schlangen aktuell komplett auf LED-Technik umgestellt. Durch diese Maßnahme soll Strom eingespart und die Energiekosten gesenkt werden. Husberg zufolge hat sich die CDU dafür bereits seit Jahren eingesetzt.

„Die Nachtabschaltung war stets nur als vorübergehender Behelf gedacht“ – auch das betont der CDU-Fraktionsvorsitzende in seinem Antrag. Zwar würden die meisten Gemeindestraßen in der Nacht nur wenig frequentiert. Zudem hielten sich „nächtliche Zwischenfälle“ erfreulicherweise in Grenzen. Davon zu unterscheiden, so Husberg, sei aber das subjektive Sicherheitsgefühl der Schlänger Bürgerinnen und Bürger: „Dabei geht es auch nicht nur um den Schutz vor Straftaten, sondern vorrangig um das ‚Sehen und Gesehen-werden‘ und die Vermeidung von Unfällen.“ Die „dunklen Ecken“ würden zwar von vielen Menschen als Notwendigkeit hingenommen. Sie sollten jedoch nach Ansicht der CDU verschwinden, wenn sie wirtschaftlich nicht mehr geboten sind.

Ausleuchtung ist an einigen Straßen nicht optimal

Die CDU spricht sich deshalb dafür aus, die Nachtabschaltung der Straßenlaternen in Schlangen insgesamt wieder aufzuheben. Mit einer möglichen Einschränkung: So hält es Husberg für vorstellbar, dass auf den Nebenstraßen jede zweite oder dritte Leuchte zu den nächtlichen Kernzeiten abgeschaltet bleibt. Das damit verbundene Energieeinsparpotenzial will Husberg überprüfen lassen.

Die Umstellung auf LED-Technik in Schlangen schreitet zügig voran. Aber nicht alles verläuft nach Meinung der CDU zur vollsten Zufriedenheit: In manchen Fällen sei eine vollständige Ausleuchtung von Fahrbahn und Gehweg nicht gewährleistet. „Dies ist insbesondere in Alleen der Fall, wo der Gehweg außerhalb der Baumreihen liegt und die Straßenleuchten zwischen Gehweg und Fahrbahn aufgestellt sind.“ Als Beispiel nennt Husberg in diesem Zusammenhang die Badstraße. Auch an einigen Einmündungen, so seine Beobachtung, ist die Ausleuchtung nicht optimal.

„Mit Anfangsschwierigkeiten ist bei einem Projekt dieser Größenordnung zu rechnen“, räumt der CDU-Fraktionsvorsitzende ein. „Zudem können viele Details auch erst in der praktischen Umsetzung vor Ort erkannt und angegangen werden.“ Husberg hält es deshalb für wichtig, dass nach Ende der Umbaumaßnahme die bisher gemachten Erfahrungen überprüft und dabei auch die Anregungen der Bürger berücksichtigt werden.

Leuchtkraft der Weihnachtssterne ist sehr dürftig

Derweil beschäftigt die Schlänger noch etwas Anderes: Die Weihnachtsbeleuchtung in Schlangen macht in diesem Jahr keinen besonders festlichen Eindruck. Das räumt auch der Vorsitzende der Werbegemeinschaft, Rüdiger Burmester, ein. „Dank eines Sponsors haben wir 2019 unsere Lichtersterne entlang der Hauptstraße auf stromsparendes LED-Licht umstellen können. Erst bei der Inbetriebnahme stellte sich heraus, dass die Leuchtkraft der Sterne doch sehr dürftig ist.“ Das lasse sich kurzfristig nicht ändern. Der Vorstand der Werbegemeinschaft werde darüber in seiner nächsten Sitzung beraten.

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