Feuerwehr bewältigt 84 Einsätze im vergangenen Jahr – 14 Beförderungen, elf Ehrungen
„Gut für die Zukunft aufgestellt“

Schlangen (WB). Zu insgesamt 84 Einsätzen musste die Schlänger Feuerwehr in 2019 ausrücken. Das sind etwa 40 Prozent mehr als in den Jahren zuvor. „Es war ein außergewöhnliches Jahr”, machte Wehrführer Ralf Heuwinkel am Freitagabend in der Mitgliederversammlung im Bürgerhaus deutlich.

Montag, 13.01.2020, 06:00 Uhr aktualisiert: 13.01.2020, 07:20 Uhr
Gemeindebrandinspektor Dirk Obenhausen (links) und Wehrführer Ralf Heuwinkel (rechts) im Kreise der Geehrten: Klaus Mehrmann (stellvertretend für seinen Vater Helmut Mehrmann), Martin Runte, Christel Wolf, Frank Möller, Dieter Kelle und Norbert Luce. Foto: Klaus Karenfeld
Gemeindebrandinspektor Dirk Obenhausen (links) und Wehrführer Ralf Heuwinkel (rechts) im Kreise der Geehrten: Klaus Mehrmann (stellvertretend für seinen Vater Helmut Mehrmann), Martin Runte, Christel Wolf, Frank Möller, Dieter Kelle und Norbert Luce. Foto: Klaus Karenfeld

Den größten Einsatz hatte die Feuerwehr im Dezember 2019, als der Dachstuhl eines Hauses in der Schützenstraße in Brand stand. Es war der erste und einzige Großbrand im gerade zu Ende gegangenen Jahr. Nicht weniger dramatisch: Im Frühjahr musste die Wehr zu einem Verkehrsunfall auf der B1 zwischen Kohlstädt und Horn ausrücken, bei dem zwei Menschen ihr Leben verloren.

Und auch das ist Statistik: 2019 wurden neun Kleinbrände und ein Mittelbrand gemeldet. Es gab neun Wasser- und Sturmschäden. 20 Mal mussten die Einsatzkräfte Ölspuren auf der Fahrbahn beseitigen. 15 Menschen konnten aus Notlagen befreit werden.

Bürgermeister Ulrich Knorr besuchte zum letzten Mal die Jahreshauptversammlung der Schlänger Feuerwehr; er wird bekanntlich Ende Oktober 2020 in den wohlverdienten Ruhestand gehen. Für ihn steht außer Frage: „Die Freiwillige Feuerwehr Schlangen ist für die Zukunft gut aufgestellt.” Das betreffe nicht nur die technische Ausstattung, sondern schließe auch die Gebäudefrage mit ein.

Knorr zufolge sind die Vorgaben des aktuellen Brandschutzbedarfsplans inzwischen auch im fahrzeugtechnischen Bereich umgesetzt oder eingeleitet worden. Das stimme nicht nur ihn sehr zufrieden. Die Gemeinde sehe deshalb der zweiten Fortschreibung des Brandschutzbedarfsplans entspannt entgegen, die noch in diesem Jahr erfolgen soll.

Mitgliederentwicklung

Insgesamt zählt die Freiwillige Feuerwehr im Gemeindegebiet 83 aktive Kameradinnen und Kameraden. Der Löschzug Schlangen bringt es auf 49 Mitglieder, die Löschgruppe Oesterholz hat 18 und die Löschgruppe Kohlstädt 16 Mitglieder. Der Jugendfeuerwehr gehören zurzeit 21 Jungen und Mädchen an. Im Musikzug Schlangen geben regelmäßig 34 Instrumentalisten Kostproben ihres Könnens. Und in der Alters- und Ehrenabteilung sind 51 Mitglieder vertreten. Die Unterstützungsabteilung schließlich besteht aus zwei Kameraden.

Ausbildungsstand

Den Ausbildungssstand der Schlänger Feuerwehr wertete Gemeindebrandinspektor Dirk Obenhausen als sehr gut, ebenso die Motivation der Mitglieder. Auf Standortebene wurden 2019 neben dem normalen Dienst 22 Lehrgänge und Fortbildungen durchgeführt. Hinzu kamen weitere 15 Seminare und Lehrgänge am Feuerwehrausbildungszen­trum in Lemgo sowie am Institut der Feuerwehr Nordrhein-Westfalen in Münster. Um den guten Ausbildungsstand auch für die Zukunft gewährleisten zu können, hat sich die Schlänger Feuerwehr der Ausbildungsgemeinschaft der Feuerwehren Detmold und Horn angeschlossen.

Jugendfeuerwehr

Die 21 Jungen und Mädchen der Jugendfeuerwehr haben ein ereignisreiches Jahr hinter sich gebracht, wie Stefan Bornefeld berichtete. Der Schriftführer der Feuerwehr war an diesem Abend kurzfristig für den erkrankten Mario Hornig eingesprungen. Die Jugendfeuerwehr kam demzufolge 2019 zu 45 Dienstabenden und Veranstaltungen zusammen. Auf Kreisebene beteiligten sich die jüngsten Mitglieder der Wehr unter anderem am Volkslauf in Heiden sowie am Kreisbrandmeisterpokal in Kalletal. Auf lokaler Ebene begleiteten die Jungen und Mädchen die Ferienspiele im Sommer und den Fackelzug zum Schlänger Markt. In Erinnerung bleiben wird auch die Großübung in der Senne, bei der die Jugendlichen als Komparsen fungierten.

Musikzug

Dem Musikzug der Feuerwehr gehörten Ende 2019 genau 27 aktive Musikerinnen und Musiker an. Die Nachwuchsgruppe „Brandstifter” besteht aus sieben Mitgliedern, die teilweise auch schon die regulären Proben besuchen. Am 1. Januar 2019 hat Thomas Aue die Stabführung übernommen.

Laut Musikzugführerin Heike Müller brachte es der Musikzug 2019 auf 41 Proben und 26 Auftritte. Kostproben ihres breitgefächerten Könnens gaben die Instru­mentalisten unter anderem beim Schützenfest in Kohlstädt oder beim Haustenbecker Treffen. Auf dem Terminplan stand auch ein Adventsständchen in den Schlänger Seniorenheimen. In Erinnerung bleiben wird auch der eine oder andere musikalische Gruß zu Geburtstagen und Jubiläen von Feuerwehrkameraden.

Ehrenabteilung

In der Ehrenabteilung wird die Geselligkeit vorbildlich gepflegt. Das machte der Bericht von Norbert Luce deutlich. So wurde im Mai eine Planwagenfahrt durch die Senne unternommen. Im selben Monat besuchten die Mitglieder und ihre Ehefrauen den Spargelhof Thiermann. Es folgte ein Ausflug nach Bad Pyrmont.

Neben der Geselligkeit kam auch die Information nicht zu kurz. „Unsere Fahrt mit dem Mannschaftstransportwagen zum PS-Speicher nach Einbeck war ein wirklich eindrucksvolles Erlebnis”, erinnerte sich Luce. Auf dem abwechslungsreichen Programm stand auch eine Fahrt mit Besichtigung des Heizkraftwerks Horn.

Amtsentbindungen

Fünf Funktionsträger haben 2019 ihr Amt niedergelegt: Löschzugführer Michael Schlüter, die stellvertretende Löschzugführerin Claudia Bruns, Schirrmeister Tobias Meier, der stellvertretende Schirrmeister Maximilian Richts sowie der stellvertretende Atemschutzgerätewart Lars Steinmeier.

Amtsernennungen

Neu ernannt wurden: Schirrmeister Maximilian Richts, stellvertretender Schirrmeister Gerrit Heim und stellvertretender Atemschutzgerätewart Frederic Kindermann.

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