Do., 30.01.2020

Gauseköte: Straßen NRW kündigt Gehölzeinschlag für Februar an „Wir liegen genau im Zeitplan“

Die Bodenverhältnisse an der Gauseköte wurden lange untersucht. Jetzt steht fest, dass die Böschung der Straße abgeflacht wird. Im Februar wird dies durch Gehölzeinschlag vorbereitet. Links Marcel Neuhaus, rechts Sven Johanning von Straßen NRW.

Die Bodenverhältnisse an der Gauseköte wurden lange untersucht. Jetzt steht fest, dass die Böschung der Straße abgeflacht wird. Im Februar wird dies durch Gehölzeinschlag vorbereitet. Links Marcel Neuhaus, rechts Sven Johanning von Straßen NRW. Foto: Uwe Hellberg

Von Uwe Hellberg

Schlangen (WB). Der Landesbetrieb Straßen NRW hat angekündigt, dass im Februar Gehölze an der Gauseköte gefällt werden. „Das ist eine erste Maßnahme, damit dort dann zügig gearbeitet werden kann. Wir liegen genau im Zeitplan, um die gesperrte Gauseköte wie vorgesehen im Frühjahr 2021 wieder für den Verkehr frei zu geben“, sagt Pressesprecher Sven Johanning.

Abflachung der Böschung beginnt im Sommer

Wie mehrfach berichtet, hatte es 2015 einen Erdrutsch an der L 937 gegeben. Wegen der Gefahr weiterer Erdrutsche ist die wichtige Verbindungsstraße zwischen Detmold und Schlangen seit 25. Januar 2019 dauerhaft gesperrt. Bohrungen hatten schwierige Bodenverhältnisse zutage gefördert. Zu den Möglichkeiten einer Sanierung wurden weitere Untersuchungen angestellt und im Oktober vergangenen Jahres vier Varianten vorgestellt. Diese wurden auch mit dem Kreis Lippe und der Gemeinde Schlangen abgewogen, die beide Variante 1 empfahlen.

So fiel die Entscheidung für eine Abflachung der Böschung. Es ist die kostengünstigste Lösung. Die Baukosten werden auf 1,4 Millionen Euro beziffert. Alle anderen Varianten hätten erheblich höhere Kosten bedeutet, in der teuersten Variante sogar 5,2 Millionen Euro. Auch die Bauzeiten unterschieden sich sehr. Wäre die Entscheidung für die Errichtung einer Stützwand gefallen, hätte dies sogar bis zu 30 Monate Bauzeit bedeutet.

Baumaßnahme wird bundesweit ausgeschrieben

Bei der nun gewählten Lösung soll die Böschung auf einer Länge von 25 Metern abgetragen werden. Für diese Sanierung spricht neben den geringen Herstellungs- und Folgekosten auch, dass eine Aufforstung und Nutzung anschließend gut möglich ist. Andererseits handelt es sich um einen massiven Eingriff in Landschaft und Natur und die Ausführung wird in puncto Arbeitsssicherheit als schwierig eingeschätzt.

„Wir bereiten das Ausschreibungsverfahren und das Bauprojekt derzeit vor. Das ist sehr aufwändig. Wir gehen davon aus, dass der Auftrag für die Baumaßnahme noch in diesem Halbjahr vergeben wird“, erklärt Sven Johanning. „Baubeginn ist dann in diesem Sommer. An dem Termin der Freigabe der L 937 im Frühjahr 2021 halten wir fest.“

Gauseköte ist eine schwierige Baustelle

Die Ausschreibung werde bundesweit erfolgen. Das Unternehmen, das die Maßnahme am wirtschaftlichsten umsetzen kann, werde den Zuschlag bekommen. „Die Variante 1 mit der Abflachung der Böschung ist auf lange Sicht die beste Lösung“, ist Johanning überzeugt. „Die Gauseköte ist aber keine gewöhnliche Baustelle sondern eine schwierige. Hier muss mit großen Baggern und mit langen Armen gearbeitet werden.“

Die Beteiligung von Ämtern und Behörden sowie Gespräche mit Stephan Prinz zur Lippe als Waldeigentümer an der Gauseköte seien gut verlaufen, so Sven Johanning.

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