„Unser Dorf hat Zukunft“: Arbeitsgruppe fühlt sich nach Ortsbesichtigung bestärkt
Kohlstädt will mitmachen

Schlangen (WB). „Unser Dorf hat Zukunft“ lautet der Name eines bundesweiten Wettbewerbes, bei dem mehrere Dörfer die Möglichkeit haben, Geldpreise und Expertenberichte zu gewinnen. Am Freitag sind auf Anfrage der örtlichen Arbeitsgruppe „Zukunft Kohlstädt“ drei Vertreter des Kreises Lippe nach Kohlstädt gekommen, um ihre Einschätzungen abzugeben, ob eine Teilnahme für den Ort sinnvoll sei. Geplant ist nun laut der Gruppe eine Beteiligung an dem Wettbewerb, für den man sich bis Ende April bewerben muss.

Dienstag, 10.03.2020, 12:59 Uhr aktualisiert: 10.03.2020, 13:02 Uhr
Die Teilnehmer der Ortsbesichtigung gehen optimistisch an das Projekt: (von links) Isabell Hebrock-Hugenberg (Organisationsteam des Kreises Lippe zu „Unser Dorf hat Zukunft“), Birgit Griese-Lödige, Thomas Cleve (Leiter des Teams), Heinz Kriete, Michael Zans, Manfred Richts, Lars Bernet, Jan-Christoph Bruns und Arnold Bludau von der Arbeitsgruppe „Zukunft Kohlstädt“. Foto: Phil Hänsgen
Die Teilnehmer der Ortsbesichtigung gehen optimistisch an das Projekt: (von links) Isabell Hebrock-Hugenberg (Organisationsteam des Kreises Lippe zu „Unser Dorf hat Zukunft“), Birgit Griese-Lödige, Thomas Cleve (Leiter des Teams), Heinz Kriete, Michael Zans, Manfred Richts, Lars Bernet, Jan-Christoph Bruns und Arnold Bludau von der Arbeitsgruppe „Zukunft Kohlstädt“. Foto: Phil Hänsgen

„Dabei geht es in dem Projekt vor allem um die soziale und kulturelle Gestaltung des Gemeinschaftslebens, perspektivische Entwicklungen und Besonderheiten, individuelle Strukturen, Natur und Umwelt und die Stärkung des ‚Wir-Gefühles‘ im Dorf“, erläutert der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Schlangen und Mitwirkender in der Arbeitsgruppe „Zukunft Kohlstädt“, Heinz Kriete.

Beteiligung an landesweiter Aktion

Kohlstädt möchte sich an der landesweiten Aktion beteiligen, wobei sich zunächst mit Ortschaften aus dem Kreis Lippe gemessen wird. Die jeweiligen Sieger der Kreise aus NRW treten dann zu einem späteren Zeitpunkt gegeneinander an und ermitteln Gewinner aus dem Bundesland. Prämiert werden Dörfer mit besonderen Alleinstellungsmerkmalen, kreativen Ideen zum Gemeinschaftsleben, aktiven Vereinen oder auch interessanter Historie.

Da sich die Arbeitsgruppe unsicher war, ob sie sich an dem Wettbewerb beteiligen soll, haben sie sich Isabell Hebrock-Hugenberg, Birgit Griese-Lödige und Thomas Cleve aus der Arbeitsgruppe „Unser Dorf hat Zukunft“ im Kreis Lippe eingeladen. Zusammen wurden sie von mehreren Beteiligten der Arbeitsgruppe „Zukunft Kohlstädt“ einen Nachmittag zu Fuß und per Traktoranhänger durch die gesamte Ortschaft geführt. Im Dauerregen besichtigte man dabei freie öffentliche Flächen, historische Orte wie die Burgruine, Neubaugebiete oder auch die Sportanlage und die Starken Mühle.

Viele Punkte für eine positive Darstellung

Durch das positive Fazit bei der gemeinsamen Kaffeerunde im Anschluss sei die Gruppe darin bestärkt worden, sich zu bewerben, erläutert Kriete: „Uns wurde Mut gemacht und ihr Eindruck ist, dass Kohlstädt eine vielfältige Landschaft, eine gute einsehbare Historie und allgemein viele Punkte für eine positive Darstellung und Entwicklung aufweist. Nun wollen wir konkretere Pläne noch mal im kleineren Kreis besprechen, bevor wir alle Kohlstädter Vereine einladen und unsere Ideen in der großen Runde vorstellen.“

Zur Bewerbung bis Ende April müssen ein bis zwei Seiten geschrieben werden, in denen der Ortsteil möglichst facettenreich vorgestellt wird. Zu den Beteiligten wird dann im Zeitraum vom 8. bis zum 19. Juni eine 18-köpfige Bewerbungskommission kommen, die aus Experten vom Kreistag, der lippischen Landwirtschaftskammer, dem Landfrauenverband Lippe, der Bezirksregierung Detmold, der Kreisverwaltung und Vertretern des lippischen Heimatbundes besteht. Nur 90 Minuten bleibt allen Beteiligten aus Kohlstädt, das Dorf möglichst vielfältig und umfangreich zu präsentieren.

Die richtigen Schwerpunkte finden

„Wir werden uns dann in den kommenden Wochen noch genau überlegen, wie wir Kohlstädt darstellen wollen“, erzählt Kriete. „Wir müssen uns die richtigen Schwerpunkte heraussuchen, damit wir bei der hohen Beteiligung und großen Konkurrenz mithalten können.“

Zu gewinnen gibt es für den Kreissieger 2000 Euro, das zweitplatzierte Dorf bekommt 1500 Euro und Platz drei darf sich noch über 1000 Euro freuen. Zudem erhalten alle teilnehmenden Dörfer einen Expertenbericht, in dem Empfehlungen und Entwicklungsschwerpunkte zusammengefasst sind. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, in Sonderwettbewerben innerhalb des eigentlichen Wettkampfes für bestimmte Leistungen Extragelder zu erhalten, die von beteiligten Firmen gesponsert werden. Heinz Kriete freut sich schon auf den Besuch im Sommer: „Wir setzen auch darauf, dass es eine Motivation für die Zukunft ist, um das, was Kohlstädt auszeichnet, noch weiter hervorzuheben und zu verbessern.“

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