„Die Partei“ stellt sich beim Ortsbummel in Schlangen auch mit ernsthaften Zielen vor
„Mit Spaß gegen Gähnpolitik“

Schlangen (WB). „Die Partei“ ist Anfang August zur Kommunalwahl in Schlangen zugelassen worden. Und jetzt haben die Kandidaten sich, ihre Ziele und „Die Partei“ am Samstag den Schlänger Bürgern vorgestellt – während eines Ortsbummels.

Montag, 24.08.2020, 05:55 Uhr aktualisiert: 24.08.2020, 06:00 Uhr
„Die Partei“ setzt sich in Schlangen für längere Öffnungszeiten des Rathauses ein. Wie diese aussehen könnten, haben (von links) Kevin Hoberg, Maximilian Scholz, Christopher Hesse, Bianka Vollmer und Johannes Kuhlmeier beim Ortsbummel am Samstag interessierten Bürger erklärt und gleich einen Zettel mit ihren Wunschzeiten an die Rathaustür geklebt.Foto: Louis Gauterin
„Die Partei“ setzt sich in Schlangen für längere Öffnungszeiten des Rathauses ein. Wie diese aussehen könnten, haben (von links) Kevin Hoberg, Maximilian Scholz, Christopher Hesse, Bianka Vollmer und Johannes Kuhlmeier beim Ortsbummel am Samstag interessierten Bürger erklärt und gleich einen Zettel mit ihren Wunschzeiten an die Rathaustür geklebt. Foto: Louis Gauterin

„Wir erwarten das beste Ergebnis für ‚Die Partei‘ in Schlangen seit Kriegsende“, gibt Ortsverbandsvorsitzender Maximilian Scholz die Richtung der jüngsten und erstmals zur Kommunalwahl antretenden Partei in Schlangen vor. „Wir wollen auf jeden Fall eine Rolle spielen und dafür sorgen, dass die anderen sich ärgern.“

Dafür setzt „Die Partei“ auf eine Mischung aus satirischen Zielen und ernsthafter Politik. So steht beispielsweise das nicht ernst gemeinte Ziel, „die Externsteine nach Schlangen“ zu versetzen, ernst gemeinten Zielen gegenüber, die während des Ortsbummels vorgestellt wurden. Dazu zählen nach Parteiangaben die Wirtschaftsförderung, die Ausweisung des Nationalparks Senne, aber auch längere Öffnungszeiten der Gemeindeverwaltung. Diese hefteten die Kandidaten direkt vor Ort an die Rathaustür, um ihre Vorstellung von Bürgerfreundlichkeit zu verdeutlichen.

Auch wenn der eigentlichen Einladung zum Ortsbummel zunächst niemand direkt gefolgt war, schien sich die Kontaktaufnahme durch die eher unüblichen Wahlgeschenke deutlich zu vereinfachen. „Das Bier ist gut angekommen“, sagt Scholz. „Wir haben hoffentlich viele Wähler über­zeugen können.“

Die richtige Balance zwischen Satire und Ernsthaftigkeit zu finden, sei dabei nicht immer ganz einfach. „Wir bekommen sehr viel Resonanz. Dabei sind wir vielen entweder zu ernst oder aber zu ­lächerlich“, sagt Scholz. „Wir denken, dass wir einen guten Mittelweg gefunden haben.“

Dieter Vollmer, Kandidat der „Partei“, sieht diese vor allem bei den jungen Wählern gut aufgestellt: „Wir erreichen viele junge Leute dadurch, dass wir auch mal Dinge tun, die nicht unbedingt konform sind.“

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