Schlangen und Bad Lippspringe arbeiten bei Wasserversorgung eng zusammen
Gemeinsam zu starker Marktposition

Schlangen/Bad Lippspringe -

Die Gemeinde Schlangen und die Stadt Bad Lippspringe arbeiten künftig bei der Wasserversorgung eng zusammen. An der Paderborner Straße in Schlangen soll bis zum Frühjahr eine Druckerhöhungs- und -minderungsanlage gebaut werden. Die Gesamtkosten werden auf 500.000 Euro beziffert.

Donnerstag, 19.11.2020, 07:36 Uhr aktualisiert: 19.11.2020, 13:54 Uhr
Die Bürgermeister Marcus Püster (links) und Ulrich Lange wollen die Zusammenarbeit ihrer Kommunen weiter verstärken - auch bei der Wasserversorgung. An der Paderborner Straße entsteht eine Druckerhöhungs- und -minderungsanlage.
Die Bürgermeister Marcus Püster (links) und Ulrich Lange wollen die Zusammenarbeit ihrer Kommunen weiter verstärken - auch bei der Wasserversorgung. An der Paderborner Straße entsteht eine Druckerhöhungs- und -minderungsanlage. Foto: Uwe Hellberg

„Wir erinnern uns alle noch an das besonders trockene Jahr 2018“, sagt Robert Göke, Geschäftsführer der Gemeindewerke Schlangen. Und weil dies sich nicht nur im lippischen Dorf ausgewirkt hat, fand ein Jahr später ein Treffen von Vertretern der Wasserwerke statt, das die Wasserwerke Paderborn angestoßen hatten. „Wir sind zu dem Ergebnis gekommen, dass es absolut Sinn macht, in Zukunft stärker zusammen zu wirken“, erläutert Andreas Benstein von den Paderborner Wasserwerken. Zusammen, so Benstein, könne man am Markt auch stärker sein.

Das sehen auch die Verantwortlichen in den Rathäusern in Bad Lippspringe und Schlangen so. Die Bürgermeister Ulrich Lange und Marcus Püster sind ohnehin bemüht, die interkommunale Zusammenarbeit als Nachbarn weiter zu intensivieren. „Für das kommende Frühjahr planen wir eine Kooperationskonferenz“, erläutert Lange. Mit einer weiteren Erläuterung baut er möglichen Mutmaßungen oder Bedenken vor: „Es geht uns natürlich auch darum, Geld einzusparen, aber es geht nicht etwa um Personalabbau!“

An der Paderborner Straße wurde ein Grundstück aus Privatbesitz erworben, auf dem nun die Druckerhöhungs- und -minderungsanlage errichtet werden soll. Experte Andreas Benstein sagt: „In dem Gebäude wird natürlich viel Technik untergebracht sein. Für beide Kommunen gibt es getrennte Leitungen, weil der Druck auch unterschiedlich ist. Kessel werden für eine Dämpfung des Drucks sorgen. 60.000 Liter Wasser pro Stunde können in der Anlage verschoben werden.“

Die Kosten von einer halben Million Euro teilen sich die Kommunen. Für dieses Projekt hat es in Bad Lippspringe und in Schlangen große Unterstützung aus der Politik gegeben, freuen sich die beiden Bürgermeister. Für die letzte November-Woche ist bereits geplant, mit den Erdarbeiten auf der 150 Quadratmeter großen Fläche zu beginnen. Im nächsten Schritt sollen am 1. Dezember die Fertigteile für die Anlage geliefert werden. Im Frühjahr 2021 soll das Gebäude mit der Druckerhöhungs- und -minderungsanlage komplett fertiggestellt sein.

Robert Göke von den Schlänger Gemeindewerken erklärt, dass zur sicheren Versorgung im Dorf mit seinen Ortsteilen weitere Maßnahmen vorgesehen sind. So werde man auch in Kohlstädt noch bauen und es sei an einen weiteren Brunnen gedacht.

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