Stephan Prinz zur Lippe stellt Fraktionen und Verwaltung seinen Windpark vor
Pläne könnten Schlangen nutzen

Schlangen -

Prinz Stephan zur Lippe hat am Donnerstag in Schlangen seine Pläne vorgestellt, einen Windpark zu errichten. Wie bereits berichtet, will der 61-Jährige insgesamt 13 Windräder aufstellen lassen, sechs hiervon auf Schlänger Gemeindegebiet an der Gauseköte.

Samstag, 28.11.2020, 08:55 Uhr aktualisiert: 28.11.2020, 09:00 Uhr
Bürgermeister Marcus Püster (links) begrüßte am Donnerstag Stephan Prinz zur Lippe in Schlangen.
Bürgermeister Marcus Püster (links) begrüßte am Donnerstag Stephan Prinz zur Lippe in Schlangen. Foto: Klaus Karenfeld

Zu dem Informationsgespräch hatte Schlangens Bürgermeister Marcus Püster Vertreter der örtlichen Ratsfraktionen eingeladen. Außerdem nahm Diplom-Ingenieur Michael Ahn teil, der mit den Planungen der Gemeinde Schlangen zur Nutzung der Windenergie beauftragt ist.

Stephan Prinz zur Lippe, der als Rechtsanwalt und Steuerberater eine Kanzlei in Detmold führt - und seit dem Tod seines Vaters Armin im Jahr 2005 Oberhaupt des Hauses Lippe ist - bewertete die Gesprächsrunde anschließend als „offen und konstruktiv“. Natürlich seien auch kritische Fragen besprochen worden, er hoffe aber, diese ausreichend und zufriedenstellend beantwortet zu haben. So wurde als wichtiges Thema der Artenschutz erörtert. „Es liegt ein abgeschlossenes Gutachten zum Artenschutz vor, das keine Bedenken anführt“, so Stephan Prinz zur Lippe. Auch der Landschaftsschutz sei nicht gefährdet. „Es ist kein wertvoller Laubwald von den Plänen betroffen.“

Der 61-Jährige will auch auf Detmolder und Horn-Bad Meinberger Gebiet jeweils vier Windenergieanlagen aufstellen lassen. Alle Windräder sollen dann an das Unternehmen Westfalenwind verpachtet werden. Die entsprechenden Anträge will er noch in diesem Jahr stellen. Genehmigungsbehörde ist der Kreis Lippe.

Was haben die Bürger und die Gemeinde Schlangen von dem geplanten Windpark ? „Das muss selbstverständlich vom Unternehmen Westfalenwind entschieden werden, aber es gibt durchaus verschiedene Modelle“, sagt Stephan Prinz zur Lippe. Einen Vorteil sieht er aber auch für die Windkraftplanungen der Gemeinde: „Sie muss zehn Prozent ihres Gebietes als Vorrangflächen ausweisen, um der Windenergie ausreichend substanziell Raum zu geben.“ Mit den vorgesehenen sechs an der Gauseköte müsste sie daher an anderen Stellen weniger ausweisen.

Das sieht auch Bürgermeister Marcus Püster so. „Ich hatte einen positiven Eindruck von dem Gespräch und den Plänen.“ Außerdem dürfe die Gemeinde mit weiteren Gewerbesteuereinnahmen rechnen. Das Geld könne zum Beispiel in eine Stiftung fließen oder eventuell an die Bürgerenergiegenossenschaft.

Der Schlänger Bürgermeister geht davon aus, dass Stephan Prinz zur Lippe die Anträge für den Windpark noch in diesem Jahr stellen wird. Und in absehbarer Zeit werde der Windpark sicher auch in der Lokalpolitik ausführlich erörtert werden.

Waldreiches Gebiet: An der Gauseköte sollen sechs Windräder aufgestellt werden.

Waldreiches Gebiet: An der Gauseköte sollen sechs Windräder aufgestellt werden. Foto: Uwe Hellberg

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7698898?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198397%2F2516024%2F
Corona-Lockdown bis 14. Februar, verschärfte Maskenpflicht
Fahrgäste mit Mund-Nasenschutz steigen im Zentrum von Halle/Saale aus einer Straßenbahn, über deren Eingang «Früher war alles besser» zu lesen ist.
Nachrichten-Ticker