Hermann und Jörg Biere vermachen Stiftungsgeld dem Förderverein Haustenbeck
Der Senne verpflichtet

Schlangen -

Hermann Biere und sein Sohn Jörg haben sich Zeit ihres Lebens eng mit der Senne verbunden gefühlt. 2017 gründeten sie gemeinsam die Haustenbeck- und Senne-Stiftung. Im vergangenen Jahr sind Vater und Sohn kurz nacheinander verstorben. Die Stiftungsgelder sollen jetzt dem Förderverein Haustenbeck und dessen Einsatz für die Denkmalpflege zugute kommen.

Samstag, 02.01.2021, 05:00 Uhr
Hermann und Jörg Biere (von links), die Gründer der Haustenbeck- und Senne-Stiftung, sind 2019 verstorben. Das Foto stammt aus dem Jahre 2017, als beide den Stiftungs-“Grundstein“, einen Eichenbalken aus der Diele des Geburtshauses des Seniorstifters in Haustenbeck präsentierten, der vor vielen Jahren als Andenken gerettet wurde.
Hermann und Jörg Biere (von links), die Gründer der Haustenbeck- und Senne-Stiftung, sind 2019 verstorben. Das Foto stammt aus dem Jahre 2017, als beide den Stiftungs-“Grundstein“, einen Eichenbalken aus der Diele des Geburtshauses des Seniorstifters in Haustenbeck präsentierten, der vor vielen Jahren als Andenken gerettet wurde.

Hermann Biere war ein Kind der Senne. Am 20. September 1926 erblickte er in Haustenbeck (Hausnummer 149) das Licht der Welt. Hier hat Hermann Biere auch seine Kindheit verbracht und bis zur Auflösung des Sennedorfes 1939 die Schule besucht; danach fanden seine Eltern und er im benachbarten Augustdorf ein neues Zuhause.

Mit reichlich Wehmut hat Hermann Biere zusammen mit seinem Sohn im Laufe der Jahrzehnte den allmählichen Verfall des Dorfes und seines eigenen Elternhauses verfolgt. Verschiedentlich besuchten sie die einstige Familienstätte. Die Exkursionen machten ihnen aber wieder immer auch die unverwechselbare Schönheit der Senne und ihrer einzigartigen Tierwelt bewusst. Doch die Zeitzeugen von früher werden immer weniger. Und die Spuren einstigen regen Lebens in der Senne geraten mehr und mehr in Vergessenheit - das weiß auch Dieter Kelle, Vorsitzender des 2015 gegründeten Fördervereins Haustenbeck.

Einzigartige Kultur- und Naturlandschaft

Die Erinnerung an das Vergangene wach zu halten, hatten sich auch Hermann und Jörg Biere zur Aufgabe gemacht. Und so entschlossen sich beide im Jahr 2017, die Haustenbeck- und Senne-Stiftung ins Leben zu rufen. Die Stiftungsurkunde ist datiert auf den 16. Juni 2017.Mit diesem Schritt wollten Hermann und Jörg Biere ausdrücklich auch den unermüdlichen wie aufopferungsvollen Einsatz der einstigen Bewohner der Sennegemeinde Haustenbeck würdigen: „Denn sie haben diese einzigartige Kultur- und Naturlandschaft über Jahrhunderte geprägt und der heutigen Senne als Teil des „Nationalen Naturerbes“ ihren unverwechselbaren Charakter verliehen.“

Hoffnung auf spätere Nutzung als Biosphären-Reservat

Langfristig dachten Vater und Sohn auch über die Zeit nach Ende der militärischen Nutzung der Senne nach. Sie hofften, dass das Areal später einmal unter Schutz gestellt und die Senne als Biosphären-Reservat nach Unesco-Kriterien ausgewiesen und anerkannt würde.

Die Stiftungsgründer sind mittlerweile verstorben. Wie Hermann Bieres Ehefrau Gerda in einem Schreiben an die Schlänger Zeitung mitteilt, ist ihr gemeinsamer Sohn Jörg am 16. Januar 2019 durch einen tragischen Badeunfall gestorben, nur wenige Wochen später, am 8. März 2019, starb auch ihr Ehemann. Bis zu ihrem Tode lebten Vater und Sohn in Detmold-Remmighausen.

„Dem letzten Willen meines Sohnes entsprechend soll die Stiftungssumme für die Denkmalpflege in der ehemaligen Gemeinde Haustenbeck verwendet werden“, schreibt Gerda Biere und fügt hinzu: „Aus meiner Überzeugung und Entscheidung wird die zugedachte Summe zweckgebunden an den Förderverein Haustenbeck als Empfänger überwiesen.“

Dieter Kelle freut sich über die „namhafte Zuwendung“. Der Verwendungszweck ist bereits durch die Satzung des Fördervereins vorgegeben: „Wir werden das Geld konkret in die Erhaltung der Kirchenruine und der Gedenkstätte von Haustenbeck investieren“, so Dieter Kelle abschließend.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7747768?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198397%2F2516024%2F
Erst Spiel gedreht und dann noch verloren
Sein elftes Saisontor und sein sechster Treffer vom Punkt: In der 24. Minute glich
Nachrichten-Ticker