Sperrung der Gauseköte nach ersten Schneefällen - Schlänger Bürger beschwert sich bei Polizei
Initiative 4.0 fordert ein Konzept

Schlangen -

Erneuter Ärger um die Gauseköte: Nach den ersten Schneefällen in der Region war die wichtige Verbindungsstraße zwischen Schlangen und Detmold bereits wieder gesperrt worden. Das hat Pendler und die Bürgerinitiative Schlangen 4.0 erbost.

Samstag, 09.01.2021, 03:00 Uhr
Die erste Sperrung der Gauseköte in diesem Winter hat für Verärgerung bei Pendlern gesorgt. Laut Polizei war allerdings nicht der Schneefall sondern Astbruch die Ursache der Maßnahme.
Die erste Sperrung der Gauseköte in diesem Winter hat für Verärgerung bei Pendlern gesorgt. Laut Polizei war allerdings nicht der Schneefall sondern Astbruch die Ursache der Maßnahme. Foto: Uwe Hellberg

Mit Unverständnis reagierte die Initiative bei Facebook darauf, dass „1,4 Zentimeter Schnee, der erste zarte Hauch der weißen Pracht, erneut zu einer Sperrung geführt hat“. Henning Schwarze von Schlangen 4.0 sagt: „Wir haben schon sehr früh auf Probleme mit dem Winterdienst an der Gauseköte hingewiesen. Hier muss eine Lösung her.“

Bei der Sperrung zu Beginn dieser Woche war nach Angaben der lippischen Polizei allerdings nicht Schneefall der Grund für die Sperrung. Sprecher Lars Ridderbusch: „Die Sperrung war notwendig, weil es zu Astbruch gekommen war.“ Grundsätzlich hätten sowohl der Landesbetrieb Straßen NRW wie auch die Polizei die Straßen stets aufmerksam im Blick, um bei Gefahrensituationen auch im Winter sofort reagieren zu können, so Ridderbusch. Am Morgen der Straßensperrung hatte sich gleich ein Schlänger Bürger über die Maßnahme bei der Kreispolizeibehörde beschwert.

Henning Schwarze und Schlangen 4.0 sehen dennoch Handlungsbedarf. Er meint: „Wir haben schon vor langer Zeit ein verbindliches Winterdienstkonzept für die Gauseköte gefordert und einen Runden Tisch angeregt.“ Leider sei dies ausgeblieben. Bedauerlich sei auch, dass Verkehrsminister Hendrik Wüst Einladungen zu einem Besuch der Gauseköte nicht gefolgt ist. Schwarze: „Wir sind nach wie vor bereit, uns mit den Verantwortlichen an einen Runden Tisch zu setzen und zu einer Lösung beizutragen.“

Denkbar sei zum Beispiel auch, Verkehrsteilnehmer wenigstens frühzeitig über eine Sperrung zu informieren und nicht erst durch die Schilder oder Sperrbarken. „Möglich wäre etwa ein Echtzeit-Infosystem. Das ließe sich über eine App auf dem Handy machen“, erklärt Henning Schwarze.

Und schließlich erinnert Schwarze daran, dass zu den Vorschlägen der Initiative Schlangen 4.0 auch seit langem „Open Senne“ gehöre. Eine Öffnung der Sennerandstraße zwischen Kreuzkrug und Lopshorn auf dem Truppenübungsplatz Senne würde das Problem drastisch entschärfen, da insbesondere der westliche Teil Detmolds ohne merkliche Umwege durch die Senne zu erreichen wäre. Schwarze: „Wir sollten die Briten mit ins Boot holen. Vielleicht gibt es eine Gelegenheit, mit dem britischen Militär eine Vereinbarung zu treffen.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7757820?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198397%2F2516024%2F
Brinkhaus: „Die Union hat in OWL auch eine konservative Handschrift“
Ralph Brinkhaus (CDU) aus OWL ist Vorsitzender der Unionsfraktion im Bundestag.
Nachrichten-Ticker