Kreiskirchentag beginnt mit lebhaftem Podiumsgespräch im Theater im Park
Viele glückliche Momente

Bad Oeynhausen (WB).»Was bedeutet für Sie Glück?« Achtmal hat Superintendent Andreas Huneke diese Frage am Freitag den Teilnehmern eines Podiumsgesprächs zum Auftakt des Kreiskirchentages im Theater im Park gestellt. Achtmal fielen die Antworten sehr unterschiedlich aus.

Samstag, 20.09.2014, 09:45 Uhr aktualisiert: 20.09.2014, 10:09 Uhr
Kreiskirchentag beginnt mit lebhaftem Podiumsgespräch im Theater im Park : Viele glückliche Momente
Mit einem Podiumsgespräch zum Thema »Was bedeutet für Sie Glück?« hat der Kreiskirchentag begonnen. Alle Teilnehmer hatten sehr persönliche Statements vorbereitet. Foto: Malte Samtenschnieder

»Gott nahe zu sein, das ist mein Glück.« Diese Jahreslosung aus dem Psalm 73 stellte Superintendent Andreas Huneke der Auftaktveranstaltung zum vierten Kreiskirchentag des Kirchenkreises Vlotho voran. »Was ist Glück? Wo finden wir es? Was hat Gott damit zu tun?« Um diese und viele weitere Fragen solle es am Festwochenende gehen.

»Dabei wollen wir uns dem Thema auf ganz unterschiedliche Weise nähern«, betonte Andreas Huneke. Ein erster Schritt sei das Podiumsgespräch mit Teilnehmern aus Bad Oeynhausen, Löhne, Vlotho und Porta Westfalica – kurzum allen Städten, von denen Teile zum Kirchenkreis Vlotho gehören.

»Es ist eine große Freude für uns, dass der Auftakt des Kreiskirchentages in Bad Oeynhausen über die Bühne geht«, sagte Bürgermeister Klaus Mueller-Zahlmann. Das Motto »Was für'n Glück« sei gut gewählt. »Es handelt sich dabei um ein Thema, mit dem sich alle Teile der Gesellschaft identifizieren können«, betonte Klaus Mueller-Zahlmann. Mit der Ausrichtung des Kreiskirchentages nehme der Kirchenkreis zudem seine Verantwortung für den Zusammenhang der Menschen in den einzelnen Städten wahr.

Zu Beginn der Diskussionsrunde wies Andreas Huneke darauf hin, dass seiner Beobachtung nach die meisten in Zeitschriften oder Büchern formulierten Glücksrezepte nicht wirklich von Erfolg gekrönt seien. Ziel des Podiumsgespräches sei es deshalb, mit den Teilnehmern über ihre eigenen Glücksphilosophien zu sprechen.

In ihren Statements zum Thema »Glück« gaben alle Redner sehr persönliche Erlebnisse und Erfahrungen von sich preis. Als sehr anrührend nahmen viele Zuhörer wahr, wie Alexa Jürgens ihren Alltag beschrieb: Die Mitarbeiterin der Wittekindshofer Werkstätten ist vom Hals abwärts gelähmt. Fundamental für ihre Selbstständigkeit im Alltag ist ein elektrischer Rollstuhl.

Als Prototyp einer stolzen, afrikanischen Frau präsentierte sich Maria Kyurei Leimba. Das Mitglied einer Delegation aus dem Kirchenkreis Tambarare führte dem Publikum vor Augen, dass der Zusammenhalt der Familie in Tansania einen höheren Stellenwert hat als in Deutschland.

Dass mit Orhan Sakinc ein Vertreter des islamischen Glaubens an der Veranstaltung teilnahm, rundete das Paodiumsgespräch ab. Angesichts von Glaubenskriegen etwa im Irak und Syrien bekam die Einladung »Kommen Sie in unsere Moschee nach Löhne, damit wir Ihnen den Islam näher bringen können« einen besonderen Klang. Auch der Aufruf zu Toleranz kann glücklich machen.

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