Betriebsausschuss Staatsbad fordert Maßnahmen gegen Sachbeschädigungen und rücksichtslose Radfahrer
Immer neue Schmierereien

Bad Oeynhausen (WB). Getrübte Idylle im Kurpark: Mit Graffiti an verschiedenen historischen Bauwerken, rücksichtslosen Radfahrern auf den Fußwegen und einzelnen Fällen von Ruhestörung an der Wandelhalle haben sich am Dienstagabend die Mitglieder des Betriebsausschusses Staatsbad beschäftigt.

Donnerstag, 25.09.2014, 06:00 Uhr
Betriebsausschuss Staatsbad fordert Maßnahmen gegen Sachbeschädigungen und rücksichtslose Radfahrer : Immer neue Schmierereien
Radfahren ist im Kurpark nicht erlaubt. Falls sich jemand diesem Verbot widersetzt, haben der Außendienst des Bereichs Sicherheit und Ordnung der Stadt und die Polizei die Möglichkeit, Ermahnungen auszusprechen oder auch Verwarngelder zu verhängen. Foto: Malte Samtenschnieder

»Seit Juni ist es im Kurpark vermehrt zu Sachbeschädigungen gekommen«, sagte Dirk Henschel, Leiter des Eigenbetriebes Staatsbad. Betroffen seien seit längerem vor allem der Freytag-Tempel schräg gegenüber vom Rathaus I und der alte Trinkbrunnen in der Nähe des Ententeichs am Kurparkeingang Inowroclawplatz sowie neuerdings der Rosengarten.

»Besonders schlimm war es im Juni und Juli während der Fußball-WM«, erläuterte Dirk Henschel. In dieser Zeit habe es öfter Trinkgelage an den genannten Orten gegeben. Eine weitere Häufung von Sachbeschädigungen habe es im Juli und August während der Schulferien gegeben.

Zusätzlich zu Mitarbeitern des Außendienstes des Bereichs Sicherheit und Ordnung der Stadt habe der Eigenbetrieb Staatsbad in diesem Sommer einen privaten Sicherheitsdienst mit einer Sonderüberwachung beauftragt. Dirk Henschel: »Vier Wochen lang war zwischen 21 und 5 Uhr eine Doppelstreife im Kurpark unterwegs.« Für diese Maßnahme seien zusätzliche Kosten in Höhe von etwa 5000 Euro angefallen.

»Wir versuchen, neue Schmierereien – so gut es geht – zu beseitigen«, erläuterte der Leiter des Eigenbetriebes Staatsbad. Den alten Trinkbrunnen hätten Mitarbeiter des Staatsbades in diesem Jahr bereits fünfmal neu gestrichen. Mit Hochdruckreiniger und Lösungsmitteln seien sie auch immer wieder am Freytag-Tempel im Einsatz, um dort großflächige Graffiti zu entfernen. Dirk Henschel: »Es wird immer schwieriger, der Lage Herr zu werden.«

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Der Freytag-Tempel schräg gegenüber vom Rathaus I wird regelmäßig zum Ziel von Farbschmierereien und sonstigen Verunreinigungen. Foto: Malte Samtenschnieder

Kurt Nagel (CDU) rief während der Sitzung des Betriebsausschusses Staatsbad ein weiteres Problem ins Bewusstsein. Er wollte von Dirk Henschel wissen, wie er den steigenden Radverkehr in den Griff bekommen will. »Ich habe kein Patentrezept, Verbotsschilder reichen aber nicht aus«, entgegnete der Leiter des Eigenbetriebes Staatsbad. Einem Vorschlag von Rainer Müller-Held (Grüne), das Problem durch eine Teil-Legalisierung des Radverkehrs auf ausgewiesenen Wegen zu lösen, konnte er nichts abgewinnen.

Ob es richtig sei, dass es im Zuge der Verpachtung der Wandelhalle gelegentlich zu Ruhestörungen und Vermüllungen komme, wollte schließlich Reiner Müller-Held von Dirk Henschel wissen. »Wir haben oft Hochzeitsgesellschaften, die die Räume mieten. Diese treten in der Regel aber nicht negativ in Erscheinung«, sagte der Leiter des Eigenbetriebes Staatsbad.

Das bestätigte Polizeisprecher Ralf Steinmeyer auf Anfrage des WESTFALEN-BLATTS. Am 19. Juli sei die Polizei im Zusammenhang mit Ruhestörung durch eine Hochzeitsgesellschaft in der Wandelhalle alarmiert worden. Ein weiterer Fall habe sich am 6. Juli ereignet. »Diesmal haben junge Leute mit einem Autoradio laut vor der Wandelhalle Musik gehört«, sagte Ralf Steinmeyer.

Im Zuge des Präsenzkonzeptes für die Innenstadt führe die Polizei auch tagsüber Kontrollen und Streifengänge im Kurpark durch. Wenn den Beamten dabei Radfahrer ins Netz gingen, würden diese zunächst meist ermahnt. »Wir haben aber auch die Möglichkeit ein Verwarngeld von 15 Euro zu verhängen«, sagte der Polizeisprecher.

Wie Volker Müller-Ulrich bestätigte, sind auch Mitarbeiter des Außendienstes des Bereichs Sicherheit und Ordnung der Stadt regelmäßig im Kurpark unterwegs. »Der Kurpark ist kein öffentlicher Verkehrsraum, sondern eine privatrechtliche Liegenschaft der Stadt Bad Oeynhausen. Deshalb kann der Außendienst dort gegen Radfahrer tätig werden«, sagte der Stadtsprecher am Mittwoch dem WESTFALEN-BLATT.

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