Training mit Arne Friedrich
Ex-Fußball-Profi zum Anfassen

Bad Oeynhausen (WB). Nicht nur wegen der Auszeichnung »Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage« für den Grundschulverbund Wichern-Lohe zieht es Arne Friedrich an diesem Wochenende nach Bad Oeynhausen. An diesem Samstag ist der Ex-Fußball-Profi beim Schulfest zum 50-jährigen Bestehen der Grundschule Rehme-Oberbecksen dabei.

Samstag, 27.09.2014, 09:13 Uhr aktualisiert: 27.09.2014, 10:44 Uhr
Training mit Arne Friedrich : Ex-Fußball-Profi zum Anfassen
Vier, fünf Mal pro Jahr ist der Ex-Fußball-Profi Arne Friedrich in Bad Oeynhausen zu Gast. An diesem Wochenende verbindet er Termine in zwei Grundschulen mit dem Besuch bei seiner Familie. Foto: Malte Samtenschnieder

»Natürlich muss ich sehr genau auswählen, welche der zahlreichen Terminanfragen, die ich erhalte, ich auch wahrnehme«, sagte Arne Friedrich am Freitag dem WESTFALEN-BLATT. Bei beiden Grundschulterminen gehe es um Dinge, die ihm am Herzen liegen.

»Das Engagement gegen Rassismus bedeutet mir sehr viel, schließlich habe ich durch den Fußball Menschen ganz unterschiedlicher Nationalitäten kennengelernt«, sagte der 35-Jährige. Das Jubiläum der Grundschule Rehme-Oberbecksen habe für ihn zudem eine persönliche Komponente, da er dort auch selbst zur Schule gegangen sei.

»Ich kann mich noch erinnern, dass ich einmal den Block für den Kunstunterricht zu Hause vergessen und deswegen fürchterlich geweint hatte«, sagte der gebürtige Bad Oeynhausener. Zum Glück habe der Lehrer seine Entschuldigung angenommen.

Auch einen Arm habe er sich während der Grundschulzeit gebrochen. »Das ist aber nicht beim Fußballspielen, sondern beim Bockspringen passiert.«

Nach Bad Oeynhausen kommt der Wahl-Berliner nach eigenen Angaben etwa vier, fünf Mal pro Jahr, um Familie und Freunde zu besuchen. Im Moment investiere er viel Zeit in seine Tätigkeit als Co-Trainer der U 18-Fußball-Nationalmannschaft.

»Ob ich das weiter ausbauen werde, weiß ich noch nicht«, sagte Arne Friedrich. Er wolle sich aber alle Optionen offen halten. »Deshalb mache ich zum Jahreswechsel die A-Trainer-Lizenz«, ergänzte der 35-Jährige.

Die Fußball-WM 2014 habe er aus einer ungewöhnlichen Perspektive erlebt. »Ich habe die deutsche Mannschaft für einen chinesischen Fernsehsender begleitet«, betonte Arne Friedrich. Dass es mit dem Titelgewinn geklappt habe, freue ihn sehr – auch wenn ihm das Erfolgserlebnis in seiner eigenen Profilaufbahn verwehrt geblieben sei.

»Ich hatte während der Siegesfeier am Brandenburger Tor die Gelegenheit, der Mannschaft zu gratulieren und auch einmal den WM-Pokal in die Hand zu nehmen«, berichtete der Ex-Fußball-Nationalspieler.

Beim einstündigen Fußballtraining mit den Kindern der Grundschule Rehme-Oberbecksen will Arne Friedrich an diesem Samstag den Spaß in den Mittelpunkt stellen. »Die Kinder sind noch sehr jung. Wir werden Fangspiele und Torschüsse machen und dann einfach Fußballspielen. Mit allem anderen können sie sich später noch  beschäftigen.«

Auch für eine Autogrammstunde will sich der gebürtige Bad Oeynhausener Zeit nehmen. Gerade bei Kindern sei es wichtig, solange durchzuhalten, bis jeder eine Unterschrift erhalten habe, damit niemand traurig nach Hause gehe

.Für Arne Friedrich ist Berlin das nächste Ziel. »In ein paar Tagen geht es dann wieder zurück zur U 18-Mannschaft.«

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