Behinderungen durch Zerlegung des Mittelteils – direkter Zugang zur Bali-Therme für zwei Wochen eingeschränkt
Schützenbrücke weicht in Scheiben

Bad Oeynhausen (WB). Bald ist der marode Mittelteil der alten Schützenbrücke Geschichte: Zentimeter für Zentimeter frisst sich derzeit eine Seilsäge durch den massiven Beton. Mit Hilfe eines 300-Tonnen-Kranes sollen die dabei entstehenden Fragmente voraussichtlich in der Nacht zu Dienstag zur Seite gehievt, dann zerkleinert und schließlich abtransportiert werden.

Mittwoch, 10.06.2015, 08:03 Uhr aktualisiert: 10.06.2015, 08:14 Uhr
Behinderungen durch Zerlegung des Mittelteils – direkter Zugang zur Bali-Therme für zwei Wochen eingeschränkt : Schützenbrücke weicht in Scheiben
Mit schwerem Gerät rücken die Mitarbeiter der Baufirma Hofschröer dem Betonkörper der dem Abriss geweihten Schützenbrücke zu Leibe. Um das Widerlager zu entfernen, ist seit einigen Tagen ein Bagger mit Stemmhammer im Einsatz. Foto: Malte Samtenschnieder

Bei einem Ortstermin äußerte sich Bauleiter Holger Fangmeyer von der Firma Hofschröer am Dienstag sehr zufrieden über den Baufortschritt. Nachdem die zwei Betonpfeiler für die neue Konstruktion der Schützenbrücke bereits Ende Mai gegossen worden und anschließend ausgehärtet seien, sei die obere, etwa 30 Zentimeter dicke Schicht von der ehemaligen Fahrbahn über die Schützenbrücke heruntergestemmt worden. »Außer Asphalt kam dabei auch einiges an Beton zusammen«, erläuterte Holger Fangmeyer. Unter anderem gestützt durch die neuen Betonpfeiler hätten Mitarbeiter der Baufirma anschließend begonnen, den immer noch etwa 70 Zentimeter dicken Unterbau in Stücke zu sägen. Jedes Fragment sei etwa 1,10 Meter breit und zwölf Meter lang. Der Bauleiter: »Das Gewicht liegt jeweils bei 23 bis 25 Tonnen.«

Laut Holger Fangmeyer wird der Mittelbau der Schützenbrücke in insgesamt acht Elemente zerlegt. »Diese sollen in der Nacht zu Dienstag mit einem 300-Tonnen-Kran zur Seite gehievt werden«, erklärte der Bauleiter. Für die Zwischenlagerung der Betonkolosse werde eine gepflasterte Fläche zwischen Schützenbrücke und Bali-Therme benötigt. »Deshalb wird für etwa zwei Wochen kein direkter Zugang vom Westkorso über den Randbereich der Schützenbrücke zur Bali-Therme möglich sein«, sagte Peter Thielscher vom Fachbereich Stadtentwicklung und Bauen der Stadt Bad Oeynhausen.

Wie Holger Fangmeyer erläuterte, verstreiche die Zeit nicht ungenutzt: »Wir werden die Betonblöcke nach und nach an Ort und Stelle zerkleinern, bevor wir sie abtransportieren.« Leider sei der Einsatz des dafür erforderlichen Baggers mit Stemmhammer auch mit einem gewissen Lärmpegel verbunden. »Das Zerkleinern der Betonblöcke wird aber ausschließlich tagsüber erfolgen. Die Zeit der Nachtschichten ist dann erst einmal vorbei.« Ein Großteil der bisherigen Arbeiten konnte nur in mit der Deutschen Bahn abgestimmten - nächtlichen - Sperrpausen abgewickelt werden.

Parallel zum Abtragen des Mittelbaus der alten Schützenbrücke hat der Abriss der Widerlager begonnen. Mit Bagger und Schweißbrenner arbeiten sich die Mitarbeiter der Firma Hofschröer Stück für Stück voran. Ist die alte Konstruktion beseitigt, sollen die neuen Widerlager für beide Seiten aus Beton gegossen werden. »Sie werden von jeweils drei sieben Meter langen Stahlpfählen mit einem Durchmesser von 90 Zentimetern getragen«, erläuterte Benedikt Abraham vom Ingenieursbüro Bockermann und Fritze. Um den in 15 Teilen angelieferten neuen Brückenunterbau an Ort und Stelle zu bugsieren, seien anschließend gleich zwei große Kräne im Einsatz. »Die obere Verbindungsschicht aus Beton wird vor Ort gegossen«, kündigte Holger Fangmeyer an. Aller Voraussicht nach sei das Mitte oder Ende Juli der Fall – sofern der Zeitplan weiterhin eingehalten werden könne.

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