Bei »Stardust« stehen junge Newcomer auf der Bühne des Kaiserpalais
GOP-Variété zeigt das Beste von morgen

Bad Oeynhausen (WB). »Ich bin ein blutjunges Talent«, stellt sich Jan Mattheis selbstbewusst dem Publikum im GOP vor. Dabei ist der Moderator genau das nicht mehr. Mit seinen 47 Jahren ist er seinen Kollegen der neuen GOP-Show »Stardust« um einige Lebensjahre  voraus.

Montag, 27.07.2015, 12:49 Uhr aktualisiert: 27.07.2015, 13:21 Uhr
Bei »Stardust« stehen junge Newcomer auf der Bühne des Kaiserpalais : GOP-Variété zeigt das Beste von morgen
Der Amerikaner Thomas John erzielt mit minimalistischem Zubehör, wie hier mit einer sehr extravaganten Geige, maximalen Spaßfaktor.

Für die neue Show hat das GOP-Varieté acht junge Künstler engagiert. Sie alle wollen nach den Sternen greifen. Trotz ihres jungen Alters konnten sich viele von ihnen bereits eine Portion »Stardust«, zu Deutsch Sternenstaub, auf den Bühnen  der internationalen Varieté-Szene einsammeln. Ein Beispiel dafür ist Emil Dahl. Mit 24 Jahren ist der  Schwede aktueller Weltrekordhalter im Jonglieren. Obwohl er die Keulen scheinbar mühelos durch die Luft fliegen lassen kann, hat er sich für die Show für eine innovative Performance entschieden, bei der er mit magnetischer Anziehungskraft die Schwerkraft austrickst.

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Alba Faivre aus Kanada tanzt mit der Schwerkraft.

Um die Schwerkraft zu überwinden, muss die 25-jährige Alba Faivre ihre ganze Kraft anwenden. Während sie sich beim Chinese-Pole  in einem Moment verträumt  an der Stange zeigt, seilt sie sich im nächsten Moment gewagt am Vertikalseil in Richtung  Bühnenboden ab.  Ein Seil spielt auch bei Lucas Bergandi eine zentrale Rolle. Was mit harmlosen Balanceübungen auf einem wackligen Drahtseil beginnt, endet in temperamentvollen Sprüngen, bei denen das Publikum gebannt den Atem anhält. Immer wieder gleitet er mit seinen Füßen über das Seil, wie andere übers Eis.

Eisige Stimmung ausgeschlossen: Moderator Jan Mattheis sorgt zwischen den einzelnen Darbietungen mit seinen lustigen Überleitungen  immer wieder für Glanzmomente. Angesichts der vielen jungen Artisten erinnert auch er sich an seine Anfänge als Zauberkünstler zurück.

»Ich zeige Ihnen jetzt den Trick, mit dem ich damals bei den deutschen Jugendmeisterschaften angetreten bin«, erläutert er und lässt schon im nächsten Augenblick die Spielkarten über seinen Körper und von der Hand in den Mund wandern. Seinen jugendlichen Gegenpart bildet der Amerikaner Thomas John.   Der 26-Jährige  benötigt aus dem Publikum immer wieder Unterstützung bei einer seiner geplanten Showeinlagen. Immer wieder bringt das ungleiche Duo das Publikum mit schlagfertigen Wortwechseln und charmanten Tricks zum Lachen.
Gleich darauf ist wieder Konzentration gefragt. Andrey Poslushnoy hebt sich mit bloßer Kraft aus dem Sitzen in einen eleganten Handstand. Immer wieder applaudieren die Gäste angesichts dieser   körperlichen Höchstleistung.  

Auch  Florian Blümmel und sein Bruder Felix  müssen sich genau konzentrieren, um auf ihrem fahrbaren Untersatz, mit dem sie wilde Sprünge wagen, nicht den Halt zu verlieren. Als wäre dies nicht schon genug, steigt Felix plötzlich bei seinem Bruder mit aufs Rad, um  sich von dort flink auf seine Schultern zu heben und dem Publikum nun aus luftiger Höhe zuzuwinken. Ob auf einem oder auf zwei Fahrrädern, die zweifachen Vize-Weltmeister wissen genau, womit sie das Publikum beeindrucken können.

Eindrucksvoll ist auch die Darbietung von Jonas Witt. Der Österreicher hat sich passend zur jung besetzten Show  ein auch noch junges Requisit für seine Präsentation ausgesucht. Mit seinem Cyr, einem großen Reifen, gleitet er im Takt der Hintergrundmusik über die Bühne im Kaiserpalais und lenkt ihn geschickt von links nach rechts. Seit mehreren Jahren erfreut sich das Cyr immer größer werdender Beliebtheit. Auch der 30-Jährige, der bereits seit seiner Kindheit von allem, was sich dreht  begeistert ist, weiß mit dem Single Wheel in perfekter Weise umzugehen.

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