Wulferdingsener Mühlenbach und Kaarbach betroffen
Gülleunfall löst Fischsterben aus

Bad Oeynhausen (WB). Über einen Gülleunfall mit einem Fischsterben als Folge im Wulferdingsener Mühlenbach und im weiteren Verlauf im Kaarbach hat Eckhard Nolting, Fachbereich Stadtentwicklung und Bauen, den Umweltausschuss am Dienstag informiert.

Donnerstag, 12.05.2016, 06:00 Uhr
Über diesen Abschnitt der Hedingsener Straße ist die Gülle gelaufen. Nach Angaben der Stadt ist sie dann nacht rechts in die Wiese beziehungsweise Hochstaudenflur geflossen und von dort in den Wulferdingsener Mühlenbach gelangt. Foto: Claus Brand
Über diesen Abschnitt der Hedingsener Straße ist die Gülle gelaufen. Nach Angaben der Stadt ist sie dann nacht rechts in die Wiese beziehungsweise Hochstaudenflur geflossen und von dort in den Wulferdingsener Mühlenbach gelangt. Foto: Claus Brand

Zu dem Unfall ist es am Montag, 2. Mai, an der Hedingsener Straße gekommen. Auf Anfrage hat Ralf Steinmeyer, Sprecher der Kreispolizeibehörde, den Sachverhalt so beschrieben: »Nach der Befüllung eines Gülle-Transportfahrzeuges ist es zu einem unbeabsichtigten Austritt von Gülle aus der Vorkammer der Güllegrube gekommen.«

Die Flüssigkeit sei über die versiegelte Hofzufahrt auf die Fahrbahn gelaufen. Von dort sei sie, aufgrund des Gefälles, auf der Hedingsener Straße in westlicher Richtung geflossen. Steinmeyer: »Der überwiegende Teil sammelte sich in einer Senke der Straße.« Betroffen gewesen sei ein etwa 50 Meter langer Abschnitt.

Der Verursacher habe mit eigenen Mitteln versucht, den Schaden zu begrenzen. Dennoch habe man die Feuerwehr verständigen müssen. Zur Beseitigung der Verunreinigung sei die Straße gesperrt worden. Nach Angaben der Kreisverwaltung liefen 500 Liter Gülle und Gärsubstrat aus.

Stadt lässt 58 Kilogramm Fisch einsammeln

Aufgrund des Ausmaßes des Fischsterbens habe er, Nolting, sich dafür entschieden, den Ausschuss zu informieren, »auch weil Anwohner des Bachlaufes entsprechende Fragen gestellt haben«. Deshalb habe man eine Auskunftspflicht. »Über den Bachlauf hat sich Gülle in Richtung Werre bewegt«, erklärte er. Beim Fischbesatz sprach er von einem »Totausfall, etwa bis in Höhe des Gemeindehauses in Eidinghausen.«

Auch auf Grund der warmen Witterung habe man schnell die Entscheidung getroffen, von einem Unternehmen für Gewässerunterhaltung die verendeten Fische einsammeln zu lassen, »zumindest in den Siedlungsbereichen.« Das habe sich über zwei Tage erstreckt. 58 Kilogramm Fisch seien es schließlich gewesen.

Etwa 1000 verendete Fische seien auf einer Strecke von drei Kilometern Bachlauf eingesammelt worden. Nolting: »Da man sicher nicht alle gefunden hat, gehen wir von etwa 2000 aus.« Das sei auf die betroffene Strecke des Bachlaufes mit etwa sechs Kilometern Länge hochgerechnet.

Von der Unteren Wasserbehörde beim Kreis Minden-Lübbecke sei der Unfall aufgenommen worden. Nolting: »Den Aufwand und die Arbeit durch den Unfall werden wir uns ersetzen lassen.« In Zusammenarbeit mit der Unteren Wasserbehörde müsse es darum gehen, Vorsorge zu treffen, dass sich ein solcher Unfall nicht wiederhole.

Da müssten entsprechende Maßnahmen ergriffen werden. Der Ursache sei genau auf den Grund zu gehen. Er gehe davon aus, dass man den ursprünglichen Fischbestand in zwei oder drei Jahren wieder erreichen könne, »bei guter Wasserqualität.«

Der Bericht der Polizei wurde inzwischen der Staatsanwaltschaft Bielefeld zur weiteren Entscheidung übermittelt.

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