Jugendtheaterclub fiebert der Premiere am 11. Juni entgegen
Schauspiel mit sechstem Sinn

Bad Oeynhausen(WB). Der Titel ist kurz, die Botschaft klar: Mit ihrem neuen Stück »Sinn« wollen die jungen Schauspieler des Jugendtheaterclubs »sockIT« für den Sinn des Lebens sensibilisieren. Sie beschäftigen sich dabei mit den fünf Sinnen, die das Leben ausmachen. Doch was würde passieren, könnten die Menschen einen sechsten Sinn entdecken?

Mittwoch, 01.06.2016, 06:00 Uhr aktualisiert: 01.06.2016, 11:33 Uhr
Sie freuen sich auf die Premiere des Stücks »Sinn« (von links): Peter Adler und Petra Müller (beide Staatsbad), Regieassistentin Katharina Weitkamp, Schauspielerin Teresa Niedermeyer, Jugendtheaterclub-Leiter Daniel Scholz und Arndt Viering (Stadtsparkasse). Foto: Angelina Zander
Sie freuen sich auf die Premiere des Stücks »Sinn« (von links): Peter Adler und Petra Müller (beide Staatsbad), Regieassistentin Katharina Weitkamp, Schauspielerin Teresa Niedermeyer, Jugendtheaterclub-Leiter Daniel Scholz und Arndt Viering (Stadtsparkasse). Foto: Angelina Zander

Drei große Holzkisten und wenige Requisiten. Das soll das Bühnenbild des Stücks werden. Teresa Niedermeyer (15) ist nach den Proben fasziniert, wie sie sich durch die Inszenierung verwandeln lassen: »Sie können einmal ganz hart und starr sein, ein anderes Mal sind sie weich.« Sie stellen die Schauplätze dar und lenken die Aufmerksamkeit eines Sinns auf sich: das Sehen. Im Schauspiel mit fünf Akten erzählt Gegenwartsautorin Anja Hilling fünf Geschichten, die von je einem menschlichen Sinn getragen werden. Nachdem der Jugendtheaterclub sein letztes Stück »Salvus und die letzten Zehn« in Eigenregie geschrieben hat, greift Leiter Daniel Scholz nun auf ein bestehendes Stück zurück. Doch die Schauspieler lassen es sich nicht nehmen, ihm ihre eigene Note zu geben. Zu den im Original vorgesehenen fünf Sinnen haben sie einen sechsten Sinn und eine sechste Geschichte erfunden. Was würde passieren, wenn es eine Substanz gäbe, die Menschen ihren sechsten Sinn entdecken ließe?

Stück lebt durch seine Dialogstruktur

Dieser Frage gehen die Schauspieler auf den Grund. Das Stück lebt durch seine Dialogstruktur. In jedem Akt gibt es zwei bis drei Protagonisten, die sich gegenseitig oder dem Publikum ihre Geschichte erzählen. Dabei handeln sie immer von der Beziehung der Personen, von Liebe und Freundschaft, vom Genuss und dem Verschwinden oder dem Träumen und Leben. »Die Wechsel der Orte, der Zeiten und der Perspektiven machen das Stück so reizvoll.

Manchmal erzählt eine Person aus der Zukunft rückblickend ihre Geschichte aus der Vergangenheit«, erklärt Daniel Scholz. Diese Rolle nimmt Teresa ein, die im Theater »Karl« spielt. Einen Toten, der in seine Vergangenheit zurückkehrt und in eine Konfrontation mit seinen Totschlägern gerät. Der Sinn dieses Aktes ist die »Nase«, mit der gezeigt werden soll, an welche Eindrücke sich Menschen mit ihrer Nase erinnern können.

15 junge Schauspieler haben gemeinsam seit September an der Inszenierung gearbeitet. Sie soll dieses Mal mehr Besucher ins Theater im Park locken als beim vergangenen Stück. Das wünscht sich auch Peter Adler, Geschäftsführer des Staatsbades. »Bereits das vergangene Stück war klasse, und ich war von der Qualität der Premiere beeindruckt. Trotzdem hatte die Aufführung nur 250 Besucher. Ich hoffe, dass die Premiere von ›Sinn‹ mehr Personen sehen.« Ein Höhepunkt für den Jugendtheaterclub ist in diesem Jahr der Besuch des Theaterjugendclub-Treffens in Bielefeld am 25. und 26. Juni, zu dem er erstmals eingeladen worden ist.

Premiere ist am 11. Juni

Die Premiere des Stückes ist am 11. Juni, 18 Uhr, im Theater im Park. Der Eintritt kostet für Erwachsene fünf Euro, für Kinder und Jugendliche bis 14 Jahren drei Euro. Eine weitere Aufführung soll es am 13. Juni, 19.30 Uhr, im Dietrich-Bonhoeffer Haus geben. Dort ist der Eintritt frei. Gefördert wird der Jugendtheaterclub von der Stadtsparkasse. Interessierte Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren sind aufgerufen, ihn zu unterstützen. Die nächste Saison beginnt im September. Anmeldungen nimmt der Theaterclubleiter per E-Mail an Daniel.Scholz@email.de entgegen. Informationen rund um den Club gibt es auch im Internet.

www.sockit-badoeynhausen.de

 

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